• Nicht mehr mit dem Rücken zur Wand: Der Rohrbacher Töffpilot Dominique Aegerter hat die Moto2-Saison 2018 gesichert. · Bild: Keystone

14.12.2017
Sport

2018 auf einer KTM-Maschine

Dominique Aegerter, Moto2-Pilot aus Rohrbach – Der 27-jährige Oberaargauer Töffpilot Dominique Aegerter wird auch in der kommenden Saison in der Moto2-Klasse fahren. Und zwar auf einer KTM-Maschine.

Motorsport · «Endlich ist es soweit: David Pickworth hat bei KTM unterschrieben und mir somit das Chassis für nächstes Jahr gesichert», liess Moto2-Fahrer Dominique Aegerter (bisher 181 WM-Töffrennen) seine Fans und die Medienarbeitenden via Audio-Nachricht verlauten.

Cortese neuer Teamkollege
Pickworth, ein ehemaliger Rennfahrer, hat das Kiefer Racing Team gekauft und damit auch dessen zwei Moto2-Startplätze übernommen. Neben Dominique Aegerter ist der Deutsche Sandro Cortese der zweite Pilot. Dass dies tatsächlich so sein wird, beweist ein Blick auf die von der FIM veröffentlichte Moto2-Starterliste für die Saison 2018. «Mir ist ein grosser Stein vom Herzen gefallen. Die letzten paar Wochen waren nicht einfach», atmet Aegerter auf. Russische Investoren finanzierten den Kauf des Rennstalls, auch der Hauptsponsor soll aus Russland kommen. Das Geld, das zur Teamübernahme benötigt wurde, kam aus Russland. Das Geld, das für den normalen Rennbetrieb 2018 benötigt wird – rund 2,5 Millionen Euro – werde von normalen Sponsoren aufgebracht. Deren Namen werden bei der Teampräsentation im Januar genannt.
«Die Ungewissheit nagte an mir. Nun bin ich sehr glücklich, dass Plan A klappte.» Aegerters langjähriger Manager Robert Siegrist war in den letzten Tagen intensiv beschäftigt, die Finanzierung eines Notfallplans auf die Beine zu stellen. «Sigi hat einen grossartigen Job geleistet. Es hätte sogar einen Plan B gegeben», so Aegerter.
«Jetzt kann ich mich auf das Wintertraining konzentrieren.» Für den Britischen Teambesitzer David Pickworth stimmt die Verpflichtung des Duos Aegerter/Cortese. Gegenüber dem Internetportal speedweek.com sagte Pickworth, dass er an Aegerters Vertrag, der noch im September mit den alten Besitzern ausgehandelt worden war, nichts abändern könne und dieser in die Tat umgesetzt werde. Der Brite hofft «zwei glückliche Fahrer zu haben, die auf dem besten Motorrad sitzen, das 2018 verfügbar sein wird».

Plötzlicher Tod des Besitzers
Der Verkauf des Kiefer Racing Teams war notwendig geworden, weil Mitbesitzer Stefan Kiefer Ende Oktober vor dem Grand Prix von Malaysia an einem Herzinfarkt gestorben war. Dessen Bruder Jochen Kiefer bleibt auch künftig Aegerters Chefmechaniker.

Infos: www.domi77.com

Von Stefan Leuenberger

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