• Ein grosse Gruppe kam zum ersten Afag-Revival zusammen. · Bilder: Beat Lanz

13.06.2017
Huttwil

Afag-Revival bei der «Buebeglungge»

Zwei Mitarbeiter in der Afag hatten die Idee, man könnte einmal alle ehemaligen Afag Mitarbeiter/innen und die Pensionäre zu einem Grilltreff einladen und haben diese Idee so der Geschäftsleitung zugespielt. Es wurde ein unvergesslicher Anlass.

Die Begeisterung soll im ersten Moment nicht so gross gewesen sein, als die beiden Mitarbeiter ihre Idee präsentierten. Vor der Zusage wurde noch eingehend über Sinn und Zweck dieses Vorschlages diskutiert bis das Okay vorlag.
Danach ging es sofort ans Recherchieren, wo sich alle ehemaligen Afag-Mitarbeitenden seit der Firmengründung im Jahre 1956 befinden. In den meisten Firmen werden die Archive und die Akten nach 10 Jahren der Aufbewahrung vernichtet. So wurden die aktiven Afag-Angstellten und die Pensionäre aufgefordert, Namen und ­Adressen von Ehemaligen zu melden. Mit Hilfe vom Internet konnte man schlussendlich 365 Adressen ausfindig machen, natürlich ohne Gewähr, dass damit alle erfasst waren.

138 Teilnehmende
Anschliessend wurden alle mit einem Brief eingeladen zu einem Firmenrundgang und einem anschliessenden Grill-Plausch in der idyllischen «Bue­beglungge».
138 der ehemaligen Afag-Mitarbeiter haben sich beim Afag-Komitee zur Teilnahme angemeldet. Wegen Termin­überschneidungen und weiter Entfernung oder altersbedingt haben sich einige entschuldigt und die Einladung verdankt.

Grosses Interesse
Am Freitag, 2. Juni, konnte der Geschäftsführer Siegfried Egli in der Firma Afag die grosse Gruppe begrüssen. Anschliessend erfolgte in Gruppen ein Firmenrundgang. Einige von den Anwesenden waren vor 5, 10, 15, 20, 25, 30 oder mehr Jahren aus der Firma ausgetreten; damit war diese Einladung bei einigen auf grosses Interesse gestossen. Die Firma selber hat sich natürlich in all den Jahren massiv verändert.
 
Das Prinzip Wassergrill
In der «Buebeglugge» erfolgte die Präsentation des neuen Afag-Wassergrills, ein Projekt des Afag-Produkte-Entwicklungsteams, dem die Ideen noch nicht ausgehen … So entstand auch dieses neue Produkt vom Afag-Wassergrill.
Kurz gesagt: Man hat die Eingebung von einer Idee – man sucht im Metallabfall nach alten DVD-Halter-Säulen – man sucht nach zwei gleich grossen Fahrradfelgen – man konstruiert eine Zwischenwelle und schweisst darauf Aufnahmedorne für das Grillgut – die genannten Einzelteile montiert man auf eine Achse zusammen – man stellt die DVD-Ständer in diesem Fall in den Rotbach und beschwert die Ständerfüsse mit schweren Steinen – man hängt die Welle waagrecht in die DVD- Aufnahmeschlitze – man begibt sich zum Firmen Kaffee-Automaten und sucht nach 28 verbrauchten Kaffee-Plastikbechern (die Anzahl ist abhängig von den Rad-Durchmessern) – man nimmt die entsprechende Stückzahl von Kabelbindern zur Hand und begibt sich zum Wassergrill und befestigt die Becher auf den Felgenreifen – ein Kollege bringt von Zuhause die Kohlenwanne des Gartengrills zu der Brätli-stelle am Bach und stellt diese über der Wasserfläche unter die Grillstation – je nach dem Wasserstand kann der Grill direkt vom laufenden Bach betrieben werden oder man kann die Drehachse vom Wasser abheben und diese mit einer Fassungsleitung direkt auf die Wasserrad-Becher leiten.
Das Prinzip hat sich ganz offensichtlich bewährt: Der improvisierte Afag-Wassergrill hat während der ganzen Benutzungszeit einwandfrei funktioniert, zudem konnte man in den Schlitzen der DVD-Ständer die Essteller einschieben und diese zusätzlich vorwärmen.
Diese Überraschung kam natürlich bei den ehemaligen Afag-Mitarbeitenden und den Pensionären sehr gut an. Eben so gut angekommen war aber auch die Idee von diesem sicher einmaligen Afag-Revival-Treff.
Ein grosser Dank ging deshalb an die Afag und an die Organisatoren für diesen doch etwas speziellen und gelungenen Überraschungs-Event.

Von Beat Lanz