• Aquarena-Verwaltungsrat Kurt Grossenbacher (rechts) informiert die Besucher über den geplanten Um- und Ausbau des Hallenbades in Herzogenbuchsee. · Bild: Walter Ryser

15.01.2018
Oberaargau

Aquarena-Projekt beeindruckt Arena-Leute

Rund 30 Mitglieder des Vereins Arena Oberaargau und weitere Interessierte warfen in Herzogenbuchsee einen Blick auf das Projekt Aquarena und zeigten sich von den Plänen zum Ausbau des Hallenbades beeindruckt.

Oberaargau · Der Verein Arena Oberaargau hat das neue Jahr gleich mit einem interessanten Anlass lanciert. Rund 30 Vereinsmitglieder und weitere Interessierte fanden sich beim Frei- und Hallenbad in Herzogenbuchsee ein. Auf dem Programm stand ein Infoanlass zum Projekt Aquarena. Ziel des Projektes ist die Sanierung und der Ausbau des bestehenden Hallenbades. Auf den 1. Januar 2018 hin hat die Aquarena Sport + Wellness AG die gesamte Geschäftsführung des Frei- und Hallenbades von der Gemeinde Herzogenbuchsee übernommen.

Umfassendes Sanierungsprojekt
In den folgenden Monaten soll nun das Bauprojekt Aquarena zügig realisiert werden. Das knapp 41-jährige Hallenbad ist mittlerweile in vielen Bereichen sanierungsbedürftig, wie Kurt Grossenbacher, Verwaltungsrat der Aquarena Sport + Wellness AG, während eines Rundganges beim Hallenbad den Besuchern erläuterte. Im Zuge des Projektes soll das Restaurant komplett erneuert und vom ersten Stock ins Parterre verlegt werden. Auch der Eingangsbereich zum Hallenbad wird neu gestaltet.
Im Hallenbad selber wird eine fünfte Schwimmbahn eingebaut und das Nichtschwimmerbecken mit einem Hubboden (höhenverstellbar) versehen. Ergänzt wird das Hallenbad mit einem Aussen-Warmwasserbecken. Im ersten Stock wird zudem ein Wellnessbereich entstehen. Die Garderoben werden innen und aussen komplett erneuert wie auch die gesamte technische Infrastruktur.
Bereits im Sommer sollen die Bauarbeiten starten. Die Eröffnung der neuen Aquarena ist im Herbst 2019 geplant. Gesamthaft rechnet man mit Kosten in der Höhe von rund 17 Millionen Franken. Die Gemeinde Herzogenbuchsee steuert zum einen 4 Millionen Franken für die Zeichnung des Aktienkapitals bei und zum andern weitere 8,5 Millionen Franken als Investitionsbeitrag an die Um- und Ausbaukosten. Mit einem Beitrag des Kantons sowie einer Aktienkapitalerhöhung (Beteiligungsmöglichkeit für andere Gemeinden und Private) soll das restliche Kapital beschafft werden.

390 Mitglieder, 16 Teams und eine NLA-Equipe
Der sportliche Teil des Abends gehörte anschliessend dem Handballverein Herzogenbuchsee, dessen Präsident Jürg Lüthi den Anwesenden den aufstrebenden Klub vorstellte. Gegründet wurde der Verein 1968 als Sektion des Turnvereins. Seit 1987 wird er als eigenständiger Verein geführt.
Der HV Herzogenbuchsee zählt 390 Mitglieder und verfügt über 16 Mannschaften. Aushängeschild des Vereins sind zweifellos die NLA-Frauen. Mit den Männern, die in der 1. Liga mitspielen, verfügt man über ein zweites Team, das Leistungssport betreibt. Bereits zweimal (2008 und 2015) wurde der HVH beim Oberaargauer Sportpreis als Verein des Jahres ausgezeichnet. Das Jahresbudget beläuft sich auf rund 240 000 Franken. «Im HVH herrscht eine Kultur des gegenseitigen Vertrauens, der Ehrlichkeit und der Kommunikation. Dadurch ist die Identifikation der Mitglieder mit dem Verein sehr hoch», umschrieb Jürg Lüthi die Philosophie des Vereins. Zum Abschluss des Abends wurde den Arena-Mitgliedern mit dem NLA-Spiel der HVH-Frauen gegen Rot-Weiss Thun noch eine Handball-Kostprobe vorgesetzt. Die junge Buchser-Truppe hielt gegen das favorisierte Gast-Team lange Zeit erstaunlich gut mit und führte zu Beginn der zweiten Halbzeit zwischenzeitlich sogar überraschend mit 14:12, verzeichnete allerdings anschliessend einen eklatanten Leistungsabfall und verlor am Ende dann noch klar mit 22:31.
Trotzdem zog Markus Meyer, Präsident des Vereins Arena Oberaargau, abschliessend ein positives Fazit, hätten doch die Blick auf das Projekt Aquarena sowie hinter die Kulissen des HV Herzogenbuchsee neue, interessante Eindrücke vermittelt und wertvolle Erkenntnisse geliefert.

Von Walter Ryser

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