• Die «Wärchstube» in Rohrbach wurde im Frühjahr 2016 eröffnet. · Bild: Barbara Heiniger

17.10.2017
Huttwil

Aussenwohngruppe und «Wärchstube» haben sich bewährt

Die Stifter- und Gönnerversammlung des Wohnheims Öpfuböimli (Nyffel, Huttwil) fand im Werk-Atelier in Rohrbach statt. Es wurde von einem ausgefüllten, lebhaften Jahr in der Institution berichtet.

Ulrich Anliker, Präsident des Stiftungsrates, begrüsste die Anwesenden zur ordentlichen Stifter- und Gönnerversammlung in den Räumen des Werk-Ateliers in Rohrbach. Herzlich hiess er ebenfalls einige Gönner und Spender willkommen. In der Bevölkerung der Region ist das «Öpfuböimli» bestens bekannt, und während des ganzen Jahres war eine aktive, breite Unterstützung spürbar. 

 

Ein gutes Gefühl

Im gedruckten Jahresbericht 2016 zeigt der Stiftungsratspräsident deutlich auf, wie gross die Anstrengungen von allen Beteiligten für die Wohn- und Beschäftigungsstätte für Erwachsene mit einer geistigen, psychischen und (oder) körperlichen Behinderung sind. Der erfolgreiche Fortbestand der immer noch kostengünstigen Institution Wohnheim Öpfuböimli kann nur durch grosszügige Unterstützung gewährleistet werden. Das breite Mittragen von weiten Bevölkerungskreisen und Institutionen zeigte auf, wie sehr die Arbeit und das Engagement der Verantwortlichen und Mitarbeitenden im Wohnheim Öpfuböimli geschätzt wird. Heimleiter Kurt Früh nannte die Schwerpunkte, die im «Öpfuböimli»-Alltag gelebt werden. Dies sind gegenseitiger Respekt und Wertschätzung, die Förderung und Erhaltung der ­Selbständigkeit sowie vollumfängliche Hilfe­stellungen und Pflege. 

Die Aussenwohngruppe und «Wärchstube» an der Hauptstrasse in Rohrbach hat sich bewährt. Dort finden die Bewohnerinnen und Bewohner ideale Werkplätze, wo sie ihren Möglich­keiten entsprechende handwerkliche ­Tätigkeiten ausüben können. 

Im Jahr 2016 lebten im Wohnheim ­Öpfuböimli insgesamt 13 erwachsene Personen mit geistiger und teils schwerster körperlicher Behinderung. Im Haupthaus Nyffel stehen neun Wohnplätze und in der Aussenwohngruppe in Rohrbach vier Wohnplätze zu Verfügung. Mit Stolz durfte zur Kenntnis genommen werden, dass im letzten Jahr gleich drei Mitarbeitende erfolgreich grössere Ausbildungen abschliessen konnten. Eine Lernende durfte ihr Eidgenössisches Berufs­attest EBA als Assistentin Gesundheit und Soziales entgegennehmen, eine zweite schloss erfolgreich ihr vierjähriges, berufsbegleitendes Studium zur Sozialpädagogin HF ab, und die dritte Frau erlangte nach ihrer dreijährigen Ausbildung den Diplomabschluss als Sozialbegleiterin HF. Insgesamt 30 Personen teilen sich den «Öpfuböim­li»-Stellenplan. Mit im Team sind erfahrene und jüngere Mitarbeitende. 

«Die Zukunft des Wohnheims Öpfu­böimli ist schwer zu planen, da die Systemumsetzung, von der Objekt­finanzierung zur Subjektfinanzierung, durch wesentliche personelle Abgänge in der Gesundheitsdirektion des Kantons weiter hinausgezögert wird. Durch die Sparvorgaben wird die ­Finanzierung noch mehr eingeengt. Die Institutionen sind dadurch immer mehr gefordert, fast Unmögliches möglich zu machen», stellte Ulrich ­Anliker fest. Weiter erkannte er: «Daraus schliesst sich folgende Strategie: Wir müssen unsere Institution und unsere Arbeit noch bekannter machen. Dadurch versuchen, neue Gruppen anzusprechen und weiter auf zahlreiche Spenden zu hoffen. Vermehrt auch Unterstützung durch Gönnerbeiträge zu generieren». Die Jahresrechnung 2016 wurde ohne Diskussion und mit bestem Dank genehmigt. Stiftungsratspräsident Ulrich Anliker dankte allen, die sich mit Engagement in den verschiedenen Bereichen im Wohnheim Öpfuböimli einsetzen, speziell Heimleiter Kurt Früh, sowie allen grosszügigen Spendern und Gönnern für die wohlwollende Unterstützung und gelebte Solidarität durchs ganze Jahr. Infos und Spendenkonto unter www.wohnheim-oepfuboeimli.ch. 

Von Barbara Heiniger

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