• Urs Bieri (stehend) präsentierte ein gutes Jahr 2016 der Landi Region Huttwil AG. Links von ihm Manfred Siegenthaler, rechts Franz Bützberger und Fritz Schneider. · Bild: Liselotte Jost-Zürcher

25.04.2017
Huttwil

Beginn, Fortschritt und nun der Erfolg

Die Generalversammlung der Landi Region Huttwil AG konnte am letzten Freitagmorgen von einem guten Jahresergebnis 2016 Kenntnis nehmen. Es war das erste abgeschlossene Geschäftsjahr nach der Fusion mit der Landi Kleindietwil-Madiswil und demnach auch das erste Referenzjahr. Diskussionslos genehmigten die Aktionärinnen und Aktionäre im Saal des Hotels Kleiner Prinz sämtliche Anträge des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung.

2016 sei nicht ein «einfaches Bauernjahr» gewesen, blickte der Verwaltungsratspräsident Roland Ryser an der GV der Landi Region Huttwil AG zurück. Der Dauerregen im Juni vernichtete viele Kartoffel- und Getreideernten vor allem in den flacheren Gebieten, abgesehen von den Er-
schwernissen beim Heuen und Silieren. Auch die anhaltenden Regentage im Spätsommer forderten die Landwirte heraus. «Das hat sich stark auf unsere Lager in den Landi-Silos ausgewirkt», stellte Roland Ryser fest. Dagegen seien die Schlachtviehpreise leicht gestiegen. «Alle diese Aspekte haben Einfluss auf den Geschäftsgang unserer Landi.» Von besonderem Interesse für die Anwesenden war der Abschluss des ersten Referenzjahres nach der Fusion mit der Landi Kleindietwil-Madiswil. Roland Ryser beantwortete dies mit einer Aussage des ehemaligen grossen amerikanischen Industriellen Henry Ford: «Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenbleiben ein Fortschritt, Zusammenarbeiten ein Erfolg.»

Kundschaft trägt Entscheide mit
Dieser Erfolg zeigte sich im Geschäftsgang deutlich. «Unsere Landi hat eine wunderbare Entwicklung durchgemacht», konnte Geschäftsleiter Urs Bieri erfreut verkünden. In allen Bereichen konnten die Umsatzzahlen gesteigert werden. Im fünften Jahr nach der Eröffnung hat der Landi-Laden volle Fahrt aufgenommen und gegenüber gleichaltrigen Landi-Bauten mehr Umsatz eingefahren. Ebenso positiv haben sich die beiden TopShops Huttwil und Kleindietwil sowie der Volg in Weier entwickelt. Auch die Geschäftsverläufe in den Agrarstandorten würden mehrheitlich Freude bereiten, «trotz grossem Engagement der Mitbewerber.» Und dies, obwohl für viele Landwirte die Anfahrtswege länger geworden seien. «Unsere Kunden haben sich organisiert und tragen die Entscheide voll und ganz mit. Was noch vor kurzer Zeit mit Angst und Unverständnis diskutiert wurde, wird heute mit Weisheit und Mut benotet. Die meisten Entscheide zeigen sich positiv im Geldbeutel unserer Agrarkunden.» Die Landi stehe gut da, mache zuversichtlich für die Zukunft. Obwohl Urs Bieri auch einen besorgten Blick auf die globale Situation warf: «Ich hoffe, es kommt nicht alles so wie es kommen könnte.»
Manfred Siegenthaler, stellvertretender Geschäftsleiter und Leiter Agrar, präsentierte die wichtigsten Kennzahlen und betonte die immerwährende Herausforderung, sich den jeweiligen Gegebenheiten anzupassen. Dabei wies er vor allem auf den steten Strukturwandel in der Landwirtschaft hin. Die diesbezüglichen Tendenzen seien beängstigend, wobei es auch gute Anzeichen gebe: «Nach jahrelangem Sinken zeichnet sich nun endlich wieder ein leichter Anstieg des Preisniveaus ab.» Es gelte, die ständig ändernden Bedürfnisse im Auge zu behalten und sich diesen anzupassen. «Wenn sich unsere Kundschaft verändert, müssen wir uns ebenfalls verändern.» Fritz Wüthrich, Mitglied Geschäftsleitung und Leiter Rechnungswesen und Controlling, konnte auch buchhalterisch ein gutes Geschäftsjahr und einen Rechnungsabschluss mit Gewinn präsentieren. Diskussionslos wurde die Rechnung von der Generalversammlung genehmigt und der Gewinn auf die neue Rechnung vorgetragen. Alle Mitglieder des Verwaltungsrat, vorab der Präsident Roland Ryser und der Vize-Präsident Franz Bützberger, wurden mit grossem Applaus für vier Jahre wiedergewählt. Als neue Revisionsstelle wurde für zwei Jahre die Berner BDO AG gewählt.
Von Seiten der Fenaco kam ein gutes Echo zum Geschäftsgang der Landi Region Huttwil AG: «Ihr habt den
‹Turnaround› geschafft und trotz einem schwierigen Jahr für die Landwirte eure Ziele erreicht», lobte der Verwaltungsrat und Delegierterte Fenaco, Leiter Landi Treuhand, Urs Räz. Dies sei nur dank der guten Geschäftsleitung möglich, und: «Es ist ein gutes Team beieinander; auch die Zusammenarbeit im Verwaltungsrat macht Freude.» Mit dem Dank an alle Mitarbeitenden, Kundinnen und Kunden schlossen Urs Bieri und Roland Ryser die Versammlung.
Zum zweiten Teil konnte die gebürtige Walterswilerin, Moderatorin und Redaktorin bei SRF, Sonja Hasler, begrüsst werden. Unter anderem ist sie bekannt als Rundschau-Redaktorin beim Fernsehen SRF 1, als Moderatorin der politischen Diskussionssendung Arena und als Moderatorin bei der Gesprächssendung «Persönlich».
Als Produzentin arbeitet sie zurzeit im Frühdienst bei Radio SRF 1. Einen Dienst lang war sie extra mit dem Smartphone umhergelaufen, um als Gast in Huttwil das Geschehen im Frühdienst bei Radio SRF 1 auch bebildern zu können.
Sie startete in ihrem kurzen Vortrag mit dem «übelsten Moment des Tages», wenn um 3.20 Uhr früh ihr Wecker los geht. Um 4 Uhr nimmt sie ihre Arbeit im Radio-Studio auf.
Humorvoll, aber mit viel Achtung und Respekt, beschrieb Sonja Hasler die Aufteilung und den Ablauf der Arbeit für die Frühsendungen auf Radio SRF 1. Im Studio seien sie ein tolles Team, stellte sie fest. Sie arbeitet unter anderem mit der Frohnatur Sven Epiney, mit Dani Fohrler, Sandra Schiess und Michael Brunner zusammen.

Von Liselotte Jost-Zürcher

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