• Filialleiter Jürg Marti (links) und Bernerland Bank Geschäftsführer Peter Ritter freuen sich im Empfangsbereich über ihre erste «Filiale der Zukunft». · Bild: Ernst Marti

12.12.2018
Emmental

Bernerland Bank investiert in die Zukunft

Mit der neu umgebauten und erweiterten Filiale in Hasle-Rüegsau gelang es der Bernerland Bank, ihre Vision einer «Filiale der Zukunft» perfekt umzusetzen. Wie an der Eröffnung zu erfahren war, sollen in den nächsten Jahren weitere der zehn Filialen in ähnlichem Sinn erneuert werden.

Hasle-Rüegsau · Letzten Montag war es soweit, nach knapp fünf Monaten Bauzeit öffnete die Filiale Hasle-Rüegsau der Bernerland Bank wieder ihre Türen, und die Zeit für Kunden und Personal im engen Provisorium ging zu Ende. Weil der Polizeiposten Hasle-Rüegsau vor einiger Zeit geschlossen wurde, boten sich für die danebenliegende Filiale der Bernerland Bank neue Möglichkeiten für eine Erweiterung der Räumlichkeiten. Schon längere Zeit befasste sich nämlich die Bernerland Bank mit der Vision einer «Filiale der Zukunft», und diese wurde nun an der Rüegsaustras-se perfekt umgesetzt. Laut Peter Ritter, Geschäftsführer der Bernerland Bank, haben sich im Bankenwesen in den letzten Jahren die Kundenbedürfnisse stark verändert: «Die Privatkunden der Bernerland Bank tätigen 85 Prozent ihrer Zahlungen bargeldlos. Die 15 Prozent Bargeld wiederum beziehen sie zur Hälfte an Geldautomaten. Und die Tendenz zeigt auch im allgemeinen Geschäftsleben immer mehr Richtung bargeldlos.» Obschon in der umgebauten Filiale der Bargeldschalter nicht mehr im Mittelpunkt steht, hat die Bernerland Bank in Hasle Rüegsau dem Bargeldbezug noch nicht abgeschworen. Als einzige Bank auf dem Platz kann dort nämlich auch nach dem Umbau noch Bargeld bezogen werden.

Die geänderten Kundenbedürfnisse stehen im Vordergrund
Die Filiale in Hasle-Rüegsau ist die erste, die umgebaut wurde und – wie Geschäftsführer Peter Ritter erklärte – es werden in nicht allzu ferner Zukunft weitere folgen. Nachdem die Filiale Hasle-Rüegsau vor Jahrzehnten als erste Bank der Region offene Schalter hatte, nimmt sie nach dem Umbau erneut eine Vorreiterrolle ein. Die Kundinnen und Kunden werden in der grosszügig gestalteten Eingangshalle begrüsst. Je nach Anliegen werden sie am Bargeldschalter weiterbedient oder sie können sich in der Beratungszone mit ihrem Kundenberater austauschen. «So ist es möglich, gemeinsam in der Kaffeeecke und in entspannter Atmosphäre über die Anliegen der Kundinnen und Kunden zu diskutieren und darauf einzugehen», erklärt Filialleiter Jürg Marti. An der gleich daneben liegenden Digital-Theke können mit den Kundinnen und Kunden zudem als besonderer Service auch die ersten Schritte im E-Banking geübt werden. Je nach Bedarf können die Beratungsgespräche aber auch im Sitzungszimmer abgehalten werden. Alles Möglichkeiten, die in den bisher knappen Platzverhältnissen nicht vorhanden waren. «Wir sind überzeugt, dass das neue Konzept eine Bereicherung für die Kundenberatung ist», so Filialleiter Jürg Marti. «Wir schaffen einen Beratungs- und Begegnungspunkt, von dem letztlich unsere Kundinnen und Kunden profitieren.»

Digitale Hilfsmittel erleichtern einfache Aufgaben
Zwar verfügt die umgebaute und erweiterte Filiale in Hasle-Rüegsau statt wie bisher zwei bloss noch über einen Platz für Bargeldbezug und Bareinzahlungen, dafür kommen nun zwei Automaten zum Einsatz. Ein Auszahlungsautomat ist im Innenbereich angeordnet, wo bei Problemen auch sofort Unterstützung durch das Personal angefordert werden kann. Im Aussenbereich und täglich während 24 Stunden zugänglich ist ein Bancomat mit Auszahlungsfunktion für Noten und Einzahlungsfunktion für Münzen und Noten. Dank dem mit der Übernahme der Räume des ehemaligen Polizeipostens erweiterten Platzangebots konnten zudem zwei Einzelbüros, ein Teambüro und ein Aufenthaltsraum für die Mitarbeitenden geschaffen werden. So war es auch möglich den Personalbestand aufzustocken, indem ab sofort ein Lernender von der langjährigen Erfahrung der Kundenberater profitieren kann.

Von Ernst Marti

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