• Kinder spielen gemeinsam und lernen sich so näher kennen. · Bild: Gabi Jost

28.05.2018
Huttwil

Café International – eine Erfolgsgeschichte

Seit Oktober letzten Jahres ist jeden Mittwochnachmittag das Café International im Kirchgemeindehaus Huttwil geöffnet. Der Treffpunkt für Einheimische und Fremde, der gemeinsam von der Kirch- und Einwohnergemeinde Huttwil finanziert wird, ist sehr beliebt.

Lachen und fröhliches Stimmengewirr ertönt jeden Mittwochnachmittag im Mehrzweckraum des Kirchgemeindehauses Huttwil. Getränke und Snacks stehen bereit, Kinder spielen mit Kapla-Hölzchen, Erwachsene haben sich um Tische gruppiert und spielen UNO oder Memory, eine Frau lernt gemeinsam mit einer Betreuerin Deutsch. Das Café International hat geöffnet!

Engagement für Integration
Mit dem Projekt Café International engagieren sich Kirch- und Einwohnergemeinde gemeinsam im Bereich Integration. Der Treffpunkt wird sowohl konfessionell wie auch politisch neutral geführt. «Bei uns ist jede und jeder willkommen, ob Schweizer oder Fremder, jung oder alt», erklären Maja Amstutz und Susanne Schmid, welche die Hauptverantwortung des Projektes tragen. «Für Asylsuchende bieten wir eine Gelegenheit, Kontakte mit Schweizern zu knüpfen. Da viele nicht arbeiten dürfen, wird dieser Treffpunkt als Austausch sehr geschätzt. Es ist gelebte Integration.» Den beiden Hauptverantwortlichen steht ein Team aus 15 Personen zur Seite. Jeden Mittwochnachmittag zwischen 15.30 und 17.30 Uhr ist das Café International geöffnet. Drei, vier Betreuende heissen die Besucher jeweils willkommen. Es sind vor allem Menschen aus Eritrea und Syrien, welche das Café International besuchen. Hier können sie ihr gelerntes Deutsch anwenden, Formulare ausfüllen, Fragen klären, Kulturunterschiede diskutieren oder zusammen spielen. Die Besucher helfen jedoch auch aktiv beim Einrichten, Abwaschen und Aufräumen mit. Zum Teil werden typische Spezialitäten ihrer Länder mitgebracht. «Es ist gleichzeitig ein Geben und Nehmen», meint Susanne Schmid. «Im Schnitt besuchen uns an einem Nachmittag zehn bis zwölf Erwachsene und fünf bis sieben Kinder. Es ist dann jeweils recht schwierig, allen gerecht zu werden. Sehr schön wäre es, wenn wir mehr Besucher aus der Schweiz hätten. Das gegenseitige Kennenlernen ist für beide Seiten bereichernd, das fröhlich zugerufene Hello bei der nächsten Begegnung erfreuend.»
Wer Lust auf Internationalität, fremde Kulturen, neue Kontakte und einen feinen Kaffee hat, besucht am besten das Café International. Wer im Betreuungsteam helfen möchte, kann sich bei Maja Amstutz melden: maja.amstutz@gmx.ch oder Tel. 062 962 13 20.

Von Gabi Jost

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