• Suteria-Geschäftsführer Michael Brüderli übergibt die «Choufhüsi»-Schokolade an Stadtpräsident Reto Müller (l.) und Thomas Rufener, VR-Präsident der Bären AG Langenthal (r). – Bild: Hans Mathys

10.02.2017
Langenthal

Cafetería und Confiserie der Suteria AG beleben neu die «Bären»-Scheune

Der Dornröschenschlaf der über 100-jährigen «Bären»-Scheune» beim Hotel Bären/Coop Tell ist beendet. Die Solothurner Suteria hat in den ehemaligen Rossstallungen eine Cafetería und Confiserie eröffnet.

Die Suteria Chocolata AG Solothurn belebt die Scheune im Hinterhof des Hotels Bären seit wenigen Tagen. Sie bietet im Erdgeschoss eine Cafetería und eine Confiserie mit hausgemachten und exklusiven Suteria-Spezialitäten wie etwa die original Solothurner Torte. Die modern eingerichtete Cafetería mit auffallendem Holzbalken-Pavillon ist mit 80 Sitzplätzen ausgestattet. 60 sollen es im Aussenbereich sein, wo ein Strassencafé geplant und mit Bäumen sowie Hecken eine Begrünung vorgesehen ist.  

Roter Teppich zur Eröffnung
Der rote Teppich ist beim Eingang ausgerollt. 80 geladene Gäste sind an der offiziellen Eröffnung dabei. Ein Musikerduo sorgt in den hellen Räumen für eine gediegene Atmosphäre. Köstliche Häppchen werden gereicht. Suteria-Geschäftsleiter Michael Brüderli begrüsst alle und erklärt, wie die Kontakte zur Bären AG Langenthal, der die «Bären»-Scheune gehört, zustande gekommen sind und wie optimal das Projekt – von der Ducksch + Anliker Architekten AG ausgearbeitet – inzwischen realisiert worden sei. Bewusst habe man auf Holz gesetzt, weil es warm und heimelig sei. «Auch für den Eichenboden haben wir bereits gute Feedbacks erhalten», so Brüderli. Die ersten Tage nach der Eröffnung seien «über Erwarten angelaufen». Die Suteria habe den Anspruch, Top-Qualität zu bieten – sowohl was die Produkte als auch was den Service betreffe. Bei Letzterem gäbe es – Stichwort Wartezeiten – jedoch noch einige Schwachpunkte auszumerzen. Man werde im Hinblick auf den Sommer das Personal aufstocken – und auch zur Langenthaler Fasnacht parat sein. Lukas Koller, Suteria-Mitinhaber und stellvertretender Geschäftsführer, werde hier für die Berliner- und Canapés-Produktion zuständig sein. Sympathisch stellt sich Markus Härdi an der offiziellen Suteria-Eröffnung in Langenthal als Geschäftsstellenleiter vor. Sein Team umfasst sechs Personen.   
Thomas Rufener, bis Ende 2016 Stadtpräsident von Langenthal und aktueller Verwaltungsratspräsident der Bären AG, lobt die stets guten Gespräche mit Suteria-Geschäftsführer Michael Brüderli und erwähnt die sich abzeichnende Nutzung von Synergien zwischen der Bären AG und der Suteria. «Es brauchte einen Prinzen, der die Bären-Scheune aus dem Dornröschenschlaf erweckte. Ich bin zuversichtlich für die Zukunft», so Rufener.

3,3 Millionen Franken für die Gesamtsanierung
Architekt Stephan Anliker – auch er gehört dem Verwaltungsrat der Bären AG an – kommt auf die sich im Kostenrahmen von 3,3 Millionen Franken bewegende Gesamtsanierung der «Bären»-Scheune zu sprechen mit fünf 2-Zimmer-Lofts, die bis Ende März fertiggestellt sein sollten und dann, «so wie es aussieht», an Firmen vermietet werden. Lagerräume und Wäscherei des Hotels bleiben. Anliker erwähnt, dass beim Umbau die Denkmalpflege mitzureden hatte. Der als Moderator engagierte Event-Manager Harri Kunz packt die Gelegenheit am Schopf, SCL-Präsident Stephan Anliker auf die bisher tolle Saison des Schlittschuhclubs Langenthal anzusprechen. Der SCL steigt als Qualifikationssieger in die Playoffs, und der Aufstieg in die Nationalliga A erscheint keineswegs utopisch. Würde der SCL, falls er es sportlich schafft, tatsächlich in die höchste Liga aufsteigen? «Das verrate ich noch nicht», wagt sich
Anliker bei der Antwort nicht aufs Glatteis.

«Choufhüsi»-Schokolade
Reto Müller, Langenthals neuer Stadtpräsident, gibt seiner Freude darüber Ausdruck, dass die «Bären»-Scheune jetzt neues Leben erhält. Die Suteria aus Solothurn sei nun auch in Langenthal vertreten, die Firma 3M sei von Burgdorf nach Langenthal umgezogen – und auch die beiden Kanadier des SCL, Kelly und Campbell, seien längst nicht mehr beim EHC Olten, sondern beim SC Langenthal, witzelt Reto Müller. Er in seiner Funktion als Stapi und Thomas Rufener als Verwaltungsratspräsident der Bären AG Langenthal dürfen nun aus den Händen von Suteria-Geschäftsführer Michael Brüderli die extra für Langenthal kreierte neue «Choufüsi»-Schokolade entgegennehmen. Dies symbolisch mit einem gros­sen Cover, auf dem das Wahrzeichen von Langenthal, das Choufhüsi mit Marktgasse und wolkenlosem Himmel, zu sehen ist und Langenthaler sowie Heimweh-Langenthaler erfreuen muss. «Eine Langenthaler Torte ist noch nicht geplant», verrät Brüderli. Die Solothurner Torte gibt es seit 1915, die Oltner Torte seit 2001. Nach Solothurn und Olten ist Langenthal nun der dritte Standort der Suteria.

Vielfältiges Angebot
Die Öffnungszeiten der Suteria in Langenthal sind für Cafeteria und Confiserie die gleichen (siehe Kleintext). Im Angebot ist jeweils ein Tagesteller. Der Blick auf die Menükarte weist auf ein reichhaltiges, interessantes Angebot hin. Wärmendes: Kaffee. Wohliges: Milchgetränke, Tee und Punch. Erfrischendes: Tafelwasser, Limonade, Fruchtsaft. Prickelndes: Bier, Cüpli, Aperitif. Edles: Wein und Spirituosen. Leckeres: Frühstücke und Birchermüesli. Köstliches: Znüni, Snacks und Zvieri. Feines: Salat, Suppe und Lunch. Süsses: Patisserie, Torten, Pralinés und Truffes. Suteria-Geschäftsleiter Michael Brüderli verrät die Philosophie der ab sofort auch in Langenthal vertretenen Cafetería und Confiserie: «Wir wollen den anspruchsvollen Gaumen mit feinsten Produkten in bester Qualität verwöhnen.» An der Eröffnungsfeier gelingt dies jedenfalls schon mal vortrefflich.

Gut zu wissen
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag, von  7 Uhr bis 18.30 Uhr; Freitag (wegen Abendverkauf), von 7 bis 21 Uhr; Samstag, von 7 bis 18 Uhr; Sonntag und Feiertage, von 9 bis 17 Uhr.

Von Hans Mathys

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