• Von links: Peter Schläfli (Geschäftsführer Casino Theater Burgdorf), Dina Zeder (Kommunikation und Sponsoring Casino Theater), Michael Rolli (Verwaltungsrat, Ressort Bau, Casino Theater). Bild: Ernst Marti

29.09.2017
Emmental

Casino Theater geht auf Emmental-Tournee

Burgdorf. Mit einer «Tour d’Emmental» will das Casino Theater Burgdorf in der Spielsaison 2017/18 neue Wege beschreiten. Wegen dem Umbau des Burgdorfer Casinos wird das Theater mit seinen Künstlern an insgesamt 22 verschiedenen Standorten in der Region Emmental unterwegs sein.

«In der Saison 2017/18 wird unser Theater wie ein Zirkus auf Tournee sein, allerdings ohne Zelt», sagte Peter Schläfli, Geschäftsführer des Casino Theaters Burgdorf anlässlich einer Medienorientierung. Weil wegen dem Umbau des altehrwürdigen Theaters am Kirchbühl in Burgdorf kein Theaterbetrieb möglich ist, wird in der soeben bereits angelaufenen Saison im Rahmen einer «Tour d’Emmental» das Burgdorfer Theater mit seinen Künstlern in der Region Emmental unterwegs sein. 

 

Von Schangnau bis Huttwil

So wird das Casino Theater in insgesamt 22 Spielorten von Solothurn bis in Schangnau oder Huttwil Halt machen. Zwar wird das Casino Theater Burgdorf grossmehrheitlich in den Sälen von Landgasthöfen anzutreffen sein, doch auch eine Werkhalle, ein Malergeschäft, eine Garage, ein Möbelhaus oder eine Farm bieten den Künstlerinnen und Künstlern Gastrecht. Im engeren Einzugsgebiet des «UE» sind das die Traditionsgasthöfe Bären (Sumiswald), Kleiner Prinz (Huttwil) und Ochsen (Lützelflüh). Klar ist, dass an diesen Orten keine grossen Produktionen aufgeführt werden können. 

Die Schauspiel- und Musiktheatervorstellungen werden jedoch während dem Casinoumbau im Stadttheater Solothurn aufgeführt. Die Abonnenten dieser Sparten haben sogar die Möglichkeit, mit einem durch das Casino organisierten Bus nach Solothurn zu fahren. Obschon die Anmeldefrist für die Abonnemente bereits abgelaufen ist, können laut Peter Schläfli immer noch Tickets für einzelne Vorstellungen direkt beim Theater Orchester Biel-Solothurn gekauft werden. Das Projekt sei überall mit offenen Armen aufgenommen worden, erklärte Peter Schläfli, ja die Gastfreundschaft sei so riesig gewesen, dass leider nicht alle angebotenen Spielorte berücksichtigt werden konnten. Aber auch die Künstler aus den Sparten Kabarett, Comedy und Musik hätten spontan zugesagt, bei dieser «Tour d’Emmental» mitzumachen und an den verschiedensten Standorten aufzutreten. 

 

Kombination von kulinarischem 

und kulturellen Genuss

Mike Müller wird beispielsweise mit seinem Solostück «Heute Gemeindeversammlung» gleich achtmal an verschiedenen Orten auftreten, so am 15. Dezember im Landgasthof Bären in  Sumiswald. Natürlich können auf dieser Tour nicht sogenannt grosse Produktionen aufgeführt werden, betrachtet man jedoch das detaillierte Programm dieser «Tour d’Emmental», hat es für jeden Geschmack etwas dabei. Und da die Vorstellungen erst um 20.15 Uhr beginnen, können die Besucherinnen und Besucher vorher gemütlich zu Abend essen und das Ambiente der Landgasthöfe ausgiebig geniessen. Die Sitzplätze werden nach dem System «First come, first serve» vergeben, was heisst, dass es angesichts der verschiedenen Saalgrössen keine reservierten Sitzplätze geben wird und sich jeder Besucher seinen Platz vor Ort selber aussuchen muss.

Natürlich ist das Ganze bezüglich Logistik eine grosse Herausforderung für die Initianten, muss doch die ganze Bühnentechnik immer wieder neu aufgebaut werden. Der Geschäftsführer ist jedoch zuversichtlich, dass das
mit etwas Flexibilität zu schaffen sei.

 

Umbau startet in den nächsten Tagen

Noch steht für den Casinoumbau eine einzelne Bewilligung aus. Von Verwaltungsrat Michael Rolli, der für den Umbau verantwortlich ist, war zu erfahren, dass diese jedoch in den nächsten Tagen eintreffen sollte, sodass am 9. Oktober mit den 13,2 Millionen Franken kostenden Bauarbeiten begonnen werden kann. Wenn in dem alten Gebäude nichts Unvorhergesehenes zum Vorschein kommt, soll das renovierte Theater auf die Spielsaison 2018/19 eröffnet werden. Ernst Marti


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