• Gisela Staub, neue Kirchgemeinderätin. · Bild: Markus Staub

13.12.2016
Emmental

Dem Stellenabbau entgegenwirken

Käthi Gfeller, Präsidentin des Kirchgemeinderates, begrüsste in der schönen Kirche Trachselwald 26 Kirchgemeindemitglieder zur Kirchgemeindeversammlung. In den Kirchgemeinderat wurde Gisela Staub gewählt.

Trachselwald · Der Kassier Niklaus Meister erörterte den Voranschlag für 2017. Dieser wird voraussichtlich mit einem Aufwandüberschuss von 19 300 Franken abschliessen, trotz Mehreinnahmen von 28 000 Franken. Dies vor allem durch die höheren harmonisierten Abschreibungen von 47 300 Franken, die getätigt werden müssen. Dies im Zusammenhang mit dem Pfarrhaus und der anstehenden Sanierung. Der Steuerfuss soll unverändert bei 0,23 Einheiten bleiben. Der Vorschlag 2017 und der gleichbleibende Steuerfuss wurden einstimmig von der Kirchgemeindeversammlung genehmigt.

Das Schicksal der Kirche selbst an die Hand nehmen
Die Pfarrstelle soll um 10 % auf 70 Prozente reduziert werden. Käthi Gfeller zeigte auf, wie viel Wichtiges so wegfallen würde.
Der Kirchgemeinderat und der Pfarrer Peter Schwab erarbeiteten daher einen möglichen Weg, um die kirchliche Versorgung in der Kirchgemeinde weiterhin verantwortungsvoll und ganzheitlich anbieten zu können. Drei Stellenprozente werden gestrichen durch das Wegfallen von drei Gottesdiensten in der Kirche Trachselwald und indem ein KUW-Pensum ausgelagert wird. Dieses wird vom Pfarrer übernommen, und die anfallenden Kosten dafür werden jeweils im Budget berücksichtigt. Die verbleibenden sieben Prozente übernimmt die Kirchgemeinde.  Die Kosten belaufen sich pro Jahr auf rund 12 000 Franken. Es gab dazu keine Diskussion. Die Abstimmung war klar mit 24 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen.

Kredit für Pfarrhaussanierung
Das Pfarrhaus soll in einer ersten Etappe saniert wird. Die Wärme soll dort bleiben, wo sie gebraucht wird, die Wohnqualität damit verbessert werden. Ueli Wüthrich erklärte die wichtigsten Punkte. Es sind dies die Sanierung des Daches, die Dämmung des Estrichbodens, die Sanierung der Sommerlaube. Lilian Schönauer und Heinz Sägesser, Architekten aus Burgdorf, haben bereits erste Abklärungen getroffen und eine Planungsofferte erstellt. Der Kostenvoranschlag für die Planung Vorprojekt und Bauprojekt beläuft sich auf 60 000 Franken. Diese beinhalten das Definieren der Planungsanforderungen, Abklärungen mit der Denkmalpflege, Baugesuche.
Aus der Versammlung kam die Frage, ob der hiesige Wärmeverbund bei der Planung auch berücksichtigt werde. Dieser stehe bald bis zum Pfarrhaus zur Verfügung. Die Präsidentin konnte dies bejahen. Der Planungskredit wurde einstimmig genehmigt.

Neues Ratsmitglied
Peter Züttel wird auf Ende Jahr nach 10 Jahren Mitarbeit aus dem Rat ausscheiden. Käthi Gfeller verdankte die engagierte Mithilfe ganz herzlich mit einem passenden Geschenk.
Für den freiwerdenden Ratssitz konnte Gisela Staub, Thal, Heimisbach, gewählt werden. Bruno Rutschi wurde für weitere vier Jahre als Delegierter in die Bezirkssynode wiedergewählt.
Auch das Treuhandbüro Fankhauser und Partner AG aus Huttwil wurde als Rechnungsprüfungsorgan für ein weiteres Jahr bestätigt.
Das Parkplatzproblem soll künftig durch eine neue Vereinbarung mit dem Tanne-Besitzer bereinigt werden. So werden die Plätze hinter dem Restaurant Tanne für Kirchenbesucher wieder zur Verfügung stehen.
Der Unterrichtsraum im MZG Kramershaus, der für die zweite Kindergartenklasse von der Kirchgemeinde zur Verfügung gestellt wurde, konnte wieder ordentlich zurückgegeben werden. Die Kinder hätten sich sehr wohl darin gefühlt. Gemeindepräsident Christian Kopp verdankte von Seite der Gemeinde dieses wohlwollende Entgegenkommen.
Im April wird voraussichtlich eine aus-serordentliche Kirchgemeindeversammlung angesetzt, an der über den Baukredit Sanierung Pfarrhaus abgestimmt werden soll.
Mit grossem Dank an alle Mitwirkenden in der Kirchgemeinde beendete Käthi Gfeller die Versammlung.

Von Markus Staub

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