• «Zwägmache» für das «Date»: Auf der Heimisbacherbühne geht es turbulent zu und her. · Bild: Hans Minder

13.03.2018
Emmental

Ein Jodlerabend für Herz und Gemüt

Der Jodlerklub Heimisbach ist mit seiner vierteiligen Konzert- und Theaterreihe auf Erfolgskurs. Mit den beiden Erstaufführungen lockte er ein grosses Publikum in den Mehrzweckraum «Chramershus». Gute, nachaltige Jodlerkost und humorvolles Volkstheater waren die Köder.

Heimisbach · Frühlingszeit ist beim Jodlerklub Heimisbach gleichzeitig Konzert- und Theaterzeit. Übers vergangene Wochenende hat er mit seinen zwei Erstaufführungen im Mehrzweckraum «Chramershus» wieder einen erfolgreichen Marchstein gesetzt und das grosse Publikum begeistert.

Die Seele «e chly bambele la»
Der Jodlerklub Heimisbach stellte sich mit einem gelungenen Konzerteinstieg vor. Grundlage bildete das erste Konzertlied «Dini Seel e chly bambele la» von Ruedi Bieri. Ein Quintett (Örgelibegleitung Mischa Hofer) startete den Auftritt, gestaffelt stimmte dann der Jodlerklub ein. Auch die weiteren Konzertlieder haben begeistert, nämlich die beiden Naturjutzen «St. Stäffe-Jutz» von Ueli Moor und «Dr Wägbegleiter» von Adrian Ettlin sowie die «Herbschtmelodie» von Miriam Schafroth, «Zum nöie Jahr» von Walter Siegenthaler, «Bärglerfründe» von Adolf Stähli und «Föhnnacht» (Zugabe) von Oskar Friedrich Schmalz. Gastformationen waren das Duett Natascha und Maruschka Monney, St. Antoni, das «Örgelitrio Trueberbuebe» und das Chinderjodlerchörli Unteremmental.

Debüt für Beatrice Baumann
Der typische, heimelige Heimisbacher Chorklang setzt sich zusammen aus einem Hauch Dürrgrabenluft, Balsam aus dem Lichtgut- und Laternengraben, Simon-Gfeller-Geist und einer Prise Obwaldner Pfeffer. So haben die Jodlerin und die Jodler ihr Heimattal in ihren Liedern echt, schön, rund und natürlich vorgestellt.
Mit dem Jodleranlass 2018 feiert Beatrice Baumann das Dirigentinnen-debüt mit den Heimisbachern. Das Mandat hat sie vor gut zehn Monaten übernommen und hat mit der Konzertpremiere vom Samstag bewiesen, dass ihre Arbeit im Dürrgraben Früchte trägt.

Bauer ledig sucht
Mit dem lustigen Zweiakter «Köbelis Sunneschyn» von Josef Brun hat die Theatergruppe des Jodlerklubs eine gelungene Parodie auf die TV-Kuppelshow «Bauer ledig sucht» auf die Bühne gezaubert.
Der heiratswillige Köbeli Läderach wartet auf die TV-Moderatorin Manuela und die «Hofdamen» Vreneli und Luzia. Die herrische «Wildise-Marei» will eine solche Heirat aus Erbschaftsgründen verhindern. So geraten beim Schumacher und Geissenbauer Köbeli alle Pläne aus den Fugen.
Einem glücklichen Zufall mit einer ungewollten Tonaufnahme hat der Schuhmacher und Geissenbauer es zu verdanken, dass die Liebe und der «Sunneschyn» halt doch noch bei ihm Halt machen.

Die Lacher abgeholt
Der Regisseur Peter Aeschbacher und seine Laienspieler haben diese burleske Geschichte mit viel komödiantischem Geschick aufs Parkett gelegt und die Lacher im Publikum rundum abgeholt. Der saubere Witz, die Ironie und Pointen wurden ausdrucksvoll herausgespielt. Mann und Frau spürte, dass sich auf der Bühne ein seit Jahren eingespielter Theatertrupp bewegt. Zum guten Gelingen trugen auch das Bühnengestalter- und Maskenteam bei. Gut gemacht, Heimisbacher …

Weitere Aufführungen
Freitag, 16. März, und Samstag, 17. März, je 20 Uhr im Mehrzweckgebäude «Chramershus», Heimisbach. Reservation 079 392 76 21 (Montag bis Freitags, 17.30 bis 19 Uhr; Samstags, 10 bis 11.30 Uhr. Jodlerbar jeweils ab 21 Uhr offen, Nachtessen ab 18 Uhr. Unterhaltung im zweiten Teil: Freitag, 16. März: Duett Susanne Weber/Ursula Wittwer und das Schwyzerörgeliquartett «Highlanders». Samstag, 17. März: Jodlerquartett «Bärgfründe Wyssache» und die Edelwyss-Buebe Diemtigtal.

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