• Heinrich Grossenbacher, Kommandant der Regiofeuerwehr Sumiswald. · Bild: Ernst Marti

18.01.2017
Emmental

Eine gut aufgestellte Regiofeuerwehr

Die noch junge Regiofeuerwehr Sumiswald, welche für die Sicherheit in den drei Gemeinden Sumiswald, Affoltern i.E. und Trachselwald verantwortlich zeichnet, hat sich auch im vergangenen Jahr bei Schadenereignissen aller Art als eine schlagkräftige Organisation erwiesen. Mit intensiver Weiterbildung soll wie bisher auch im neuen Jahr der bereits hohe Fach- und Leistungslevel noch weiter gesteigert werden.

Sumiswald/Affoltern/Trachselwald · Zwar besteht die Regiofeuerwehr Sumiswald erst seit drei Jahren, doch am Jahresrapport, der am vergangenen Samstag im Gasthof Sonne in Affoltern i.E. stattfand, bekam man als Aussenstehender das Gefühl, als ob da eine seit Jahrzehnten gut eingespielte und ausgerüstete professionelle Organisation während 365 Tagen im Jahr für die Sicherheit der Bevölkerung da sei.
Eindrücklich waren die Zahlen, welche Kommandant Heinrich Grossenbacher dem praktisch vollzählig erschienen Korps und den zahlreichen Gästen über die Aktivitäten des vergangenen Jahrs präsentierte. So erfuhren die Teilnehmenden, unter denen sich Regierungsstatthalterin Claudia Grossenbacher und Stefan Fuhrer von der Gebäudeversicherung befanden, dass in den drei Gemeinden Sumiswald, Affoltern i.E. und Trachselwald insgesamt 59-mal die Feuerwehr alarmiert wurde.
Die Vielseitigkeit der Einsätze zeigt sich in der Auflistung der Einsatzarten. Nebst den 15 Brandeinsätzen gab es solche wegen Wasser, Öl, Verkehrsunfällen, Technischen Hilfeleistungen und Dienstleistungen aller Art. Weniger als im Vorjahr, doch immerhin sechsmal kam es jedoch auch zu Fehl-alarmierungen. Insgesamt 2160 Einsatzstunden wurden geleistet. Heinrich Grossenbacher zeigte sich dankbar, dass die oft nicht ungefährlichen Ernstfalleinsätze, abgesehen von kleineren Blessuren, unfallfrei abgewickelt werden und die vorgegebenen Ausrückzeiten eingehalten werden konnten. Einziger Wermutstropfen war ein Unfall, der während einer Übung wegen einem Materialfehler an einem Gerät passierte.

Einheitliche Ausbildung
Aus- und Weiterbildungen werden in der Regiofeuerwehr Sumiswald hoch geschrieben. «Eine einheitliche Ausbildung aller Leute an den modernen Geräten ist das A und O für erfolgreiche Einsätze im Ernstfall in unserem weitläufigen Gebiet, das immerhin 88 Quadratkilometer mit mehr als 7500 Einwohnern umfasst», hielt Kommandant Heinrich Grossenbacher fest.
Als eine der Erkenntnisse aus der bisherigen Ausbildung erkannte er, dass halbtägige Übungen einen grossen Lerneffekt bringen, weil die Ausbildungsthematik bedeutend intensiver geschult und zeitintensive Trainings in den Übungsanlagen optimal umgesetzt werden können. So muss nach dem Ausbildungsprogramm für das Jahr 2017 jeder Angehörige der Feuerwehr (AdF) zumindest zehn Pflichtübungen besuchen, wobei darin auch Samstagübungen enthalten sind.
Schwerpunkte sind unter anderem die Festigung der Arbeit mit den Geräten, die Verbesserung der Verbindungen (Kommunikation) in der Anfangsphase von Ereignissen und die Erhöhung der eigenen Sicherheit auf den Schadenplätzen.

Änderungen in der politischen Führung
Als Folge der Gemeindewahlen in Sumiswald, Trachselwald und Affoltern i.E. gibt es in der politischen Führung der Regiofeuerwehr Sumiswald Än-derungen: In Affoltern ersetzt Fritz Weyermann den aus dem Gemeinderat zurückgetretenen Thomas Bieri. Der Gemeinderat Sumiswald wird anstelle von Peter Gygax neu durch Christine Beer vertreten, und für Trachselwald ist die bisherige Kathrin Scheidegger nun in der Funktion als Gemeindepräsidentin in der politischen Führung der Regiofeuerwehr.

142 Leute
Während zehn Feuerwehrleute neu zur Regiofeuerwehr stossen, haben deren neun per Ende 2016 aufgehört. Aktuell hat die Regiofeuerwehr Sumiswald einen Bestand von 142 Leuten.

Verabschiedung von Feuerwehrangehörigen: Erwin Grossenbacher, Affoltern, 29 Dienstjahre; Urs Ryser, Affoltern, 24 Dienstjahre; Peter Wirth, Wasen, 24 Dienstjahre; Kurt Baumberger, Sumiswald, 19 Dienstjahre; Susanne Ryser, Samariter, 18 Dienstjahre; Martin Schwarzentrub, Trachselwald, 15 Dienstjahre. Austritte: Simon Blaser, 12 Dienstjahre; Emanuel Küng, 7 Dienstjahre; Stefan Fuhrer, 6 Dienstjahre. Eintritte: Michael Sommer, Sumiswald; Hannes Kobel, Wasen; Jannik Krebser, Wasen; Daniel Ruch, Wasen; Florian Zürcher, Wasen; Fabian Wymann, Trachselwald; Adrian Hirsbrunner, Affoltern; Simon Wüthrich, Affoltern; Bänz Bernhard, Affoltern (Übertritt von Jugendfeuerwehr); David Ryser, Affoltern (Übertritt von Jugendfeuerwehr). Beförderungen: Zum Offizier: Hansjürg Brunner, Ulrich Jakob, Stefan Scheidegger. Zum Korporal: Andreas Iseli, Simon Habegger. Ehrungen für 20 Dienstjahre: Hansruedi Müller, Bruno Sommer.

Von Ernst Marti

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