• Wenn die Späne fliegen und es nach Motorenöl riecht, dann sind die «Motorsägenmänner» in ihrem Element. · Bilder: Yanick Kurth

25.09.2018
Huttwil

Es roch nach Holz und Motorenöl

Der Lärm der Motorsägen war schon von weither hörbar. Bei der Waldhütte Huttwil fand am vergangenen Wochenende die 1. Austragung des Oldtimer-motorsägen-Treffens statt.

Dass der Umgang mit einer Riesensäge gekonnt sein will, davon konnten sich die Besucherinnen und Besucher am Huttwiler Motorsägen-Event selbst überzeugen. Für Furore sorgten unter anderem die beiden Organisatoren Stefan Gerber und René Reist, die mit ihren grossen Sägen drei Schnitte in wenigen Sekunden schafften. Das Publikum blickte interessiert auf das nicht alltägliche Geschehen. Natürlich flogen die Späne wenn die schnellsten und besten Oldtimermotorsägen-Künstler der Schweiz ihr Können präsentierten. Kurze Zeit später machte sich eine Besucherin parat für ihren Auftritt. Sie schnitt mit ihrer kleinen «Husqvarna» eine Scheibe des Baumstammes ab – unter der Beobachtung von zahlreichen Expertenaugen. Weitere Sammler zeigten ihr Können im Umgang mit der Motorkettensäge und ernteten viel Applaus. 

«Kletteraffe» wollte nicht auf den Baum hinauf

Die ersten Motorsägen wurden bereits in den 1920er-Jahren gebaut. Hunderte von Motorsägen wurden ausgestellt, einige zum Verkauf angeboten. «Die Entwicklung von motorgetriebenen Sägen bedeuteten damals eine ähnliche Produktivitätssteigerung bei der Holzernte wie der Schritt von der Axt zur nichtmotorisierten Säge», wie ein Besucher aus dem Kanton Aargau wusste. Kurz nach dem Mittag versuchte René Reist den «Kletteraffen» zu starten. Doch anstatt am Baum hinauf zu sägen, machte die Säge das Gegenteil. Das Problem konnten auch die beigezogenen ausländischen Experten nicht sofort beheben – so blieb diese Attraktion aus. In dem von Männern dominierten Berufszweig nahmen in Huttwil erfreulicherweise auch zwei Frauen teil, doch das enstpricht in etwa dem Verhältnis der Arbeitskräfte im Wald und zeigt, dass Frauen hier klar in der Minderzahl sind.

Von Yanick Kurth

AUF facebook kommentieren