• Die farbenprächtigen Vögel wussten sich bestens ins rechte Licht zu rücken, um die Aufmerksamkeit der kleinen und grossen Besucher zu wecken. · Bild: Barbara Heiniger

02.02.2017
Huttwil

Fröhliches Gezwitscher von bunten Vögeln

Mit Erfolg führte der Sing- und Ziervögel-Verein Dompfaff Huttwil und Umgebung die 35. interkantonale Vogelbörse durch. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus nah und fern sowie der rege Handel am Anlass zeigten auf, wie spannend die Vogelzucht als Hobby ist. Artgerechte Haltung und beste Pflege für die gefiederten Freunde sind für die engagierten aktiven Vogelzüchter eine Selbstverständlichkeit.

«Wir haben rund hundert Tiere weniger als im letzten Jahr. Infolge der Vogelgrippe dürfen keine Wachteln gehandelt und somit auch nicht an die Vogelbörse gebracht werden», sagte  Stefan Roth, Präsident des Sing- und Ziervögel-Vereins Dompfaff zum «Unter-Emmentaler».
Mit über 800 fröhlich zwitschernden gefiederten «Gesellen» war aber trotzdem einiges los in der alten Turnhalle in Huttwil. Vielstimmig ertönte der Gesang der grossen und kleinen «Piepmatze». Eine wahre Pracht von gepflegten schillernden Federkleidern glänzte im Licht, und anmutig harrten die Ziervögel der Dinge, die da kommen sollten. Von den Wellensittichen bis zu den Tauben, vom Kanarienvogel bis zu Nyphensittichen zeigten sich alle von ihrer schönsten Seite und jede Rasse präsentierte ihre besondere Eigenarten aufs Beste.

Sinnvolles Hobby
Die Haltung von Ziervögeln ist eine anspruchsvolle, aber erfüllende Freizeitbeschäftigung. Sie setzt viel persönliches Engagement und ein gutes Mass an zoologischen Kenntnissen voraus. Speziell auch Jugendliche lernen damit Verantwortung und Beständigkeit einem anderen Lebewesen gegenüber. «Mir gefällt der Gelbe ganz besonders, dieser würde gut zu meinen anderen Wellensittichen passen», bemerkte eine junge Vogelzüchterin, als sie mit Kennerblick in einen der Käfige schaute. So begannen und entwickelten sich viele Begegnungen an der Vogelbörse. «Für unsere Mitglieder ist der Anlass jeweils ein Höhepunkt im Vereinsjahr. Es wird schon im Vorfeld viel Arbeit dafür geleistet. Der
grosse Besucherandrang und die guten Rückmeldungen von Züchtern geben uns die Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein», freute sich Stefan Roth. Unzählige verschiedene Vögel wechselten an der Vogelbörse den Besitzer. Die Arten-Vielfalt war riesig und es gab auch einige seltene Exemplare zu bewundern. Dazu genossen es die Hauptakteure, im Mittelpunkt zu stehen. Zum Beispiel schlugen die Pfautauben gekonnt ein Rad mit ihren Schwanzfedern, und die Katharinasittiche sassen exakt aufgereiht auf ihrer Sitzstange. Gespannt äugten Paare, Einzelvögel und Gruppen aus den Käfigen in der alten Turnhalle in die Runde. Jeder einzelne Vogel, ob zart, klein, gross oder mächtig, ist ein Unikat mit seinen Besonderheiten.

Von 5 bis 100 Franken
Diese erkannten die engagierten Vogelzüchter sofort. Mit Begeisterung und Respekt wurden die gefiederten Freunde von den kauffreudigen Züchtern ausgesucht. Dabei war zu sehen, welchen verantwortungsvollen Umgang die Fachleute mit den edlen Tieren pflegen. Die nötigen Angaben der Vögel waren an den Käfigen zu finden. Die Preise hatten eine grosse Bandbreite, von einem «Fünfliber» bis über 100 Franken mussten bezahlt werden. Die Schwierigkeit des Züchtens bestimmt auch den Preis.  Züchter und Besucher trafen sich in der Festwirtschaft, dort wurde angeregt über das schöne Hobby diskutiert. Dabei konnten diverse Köstlichkeiten aus Küche und Keller probiert werden. Fleissige Tombola-Losverkäufer verhalfen glücklichen Gewinnerinnen und Gewinnern zu tollen Preisen.
Der Sing- und Ziervögel-Verein Dompfaff Huttwil und Umgebung freut sich bereits auf die 36. interkantonale Vogelbörse, welche am letzten Januarwochenende 2018 über die Bühne gehen wird. 

Von Barbara Heiniger

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