• Sie wollen den entstandenen Schwung nutzen (von links): Stephan Anliker, Markus Meyer, Reto Müller und Gian Kämpf. Bild: Leroy Ryser

18.02.2018
Langenthal

In fünf Jahren soll das Stadion stehen

Der SC Langenthal, die Stadt Langenthal und der Verein Arena Oberaargau haben gemeinsam informiert, wie das Projekt

Stadionneubau vorangetrieben werden soll. Die Verantwortlichen wollen den entstanden Schwung nutzen.

Es herrschte zweifellos eine aufgelockerte, erfreute Stimmung bei der Medienkonferenz von der Stadt Langenthal, dem Verein Arena Oberaargau und dem SC Langenthal im Zusammenhang mit der neuen Eissportinfrastruktur. 

Die Teilnehmer sprachen von erfreulichen Fortschritten in letzter Zeit und verheissungsvollen Perspektiven für den Eissport im Oberaargau. «Es hat lange gedauert. Aber die Freude und Erleichterung ist dadurch umso grös-ser», sagt Markus Meyer als Präsident vom Verein Arena Oberaargau. Der Entscheid, die neue Eissportinfrastruktur im Hard zu bauen, sei auf breite Akzeptanz gestossen, zumal die Voraussetzungen auf einer grünen Fläche ideal sind.

 

Tochtergesellschaft gegründet

Diesen Schwung will der SC Langenthal nun nutzen. Deshalb hat der Eishockeyverein eine Tochtergesellschaft gegründet, die sich um die Planung, Finanzierung und die Realisierung des Baus kümmern soll. Die sogenannte Arena Oberaargau AG wird von SCL-Geschäftsführer Gian Kämpf als VR-Präsident geführt, Markus Meyer wird ebenfalls im Verwaltungsrat vertreten sein. Die Organisation wird in künftig entstehenden Fragen als Ansprechperson dienen und die allgemeine Organisation zum Start aufnehmen und später für den Betrieb sorgen. «Wir sind froh, dass der SC Langenthal diesen Puck aufgenommen hat», kommentiert Stadtpräsident Reto Müller. Der Gemeinderat werde für die städtischen Interessen wie Breitensport, öffentlicher Eislauf oder Schulsport einstehen, darüber hinaus sehe er sich nicht verantwortlich für den Bau, sondern eher in Form einer Partnerschaft (sogenanntes PPP-Projekt) beteiligt. «Mit diesem System gibt es die Möglichkeit, dass private Investoren auf den Bau Einfluss nehmen können. Wir werden das Projekt als Planungsbehörde begleiten, weil es eine wichtige Infrastruktur für unsere Ortschaft sein wird», so der Stadtpräsident weiter. Dass es bei diesem speziellen Projekt nun «vorwärts» gehe, freue ihn, er sei wahrlich begeistert.

Erfreut zeigte sich auch SCL-Verwaltungsratspräsident Stephan Anliker. «Eigentlich hat das zu lange gedauert. Schon im Jahr 2002 führten wir Gespräche wegen der Infrastruktur», erinnert sich Anliker. Seither sei viel Zeit vergangen, in der für eine neue Infrastruktur gekämpft wurde. Mittlerweile sei offensichtlich, dass die Stadt, der SCL und auch der Verein Arena Oberaargau am gleichen Strick ziehen und deshalb ein gutes Team entstanden ist. 

Wie die nächsten Schritte aussehen, ist noch nicht genau definiert. Einerseits geht es darum, Bedürfnisse zu erfassen und mögliche Nutzer und Investoren zu finden. Andererseits muss auch die Finanzierung geklärt werden. «Mein Ziel wäre es, dass das Stadion in fünf Jahren steht», sagt Markus Meyer und verdeutlicht: «Zwei Jahre Planung, zwei Jahre Bauzeit und ein Jahr Reserve.» Eine ansprechende Bauzeit ist auch der Stadt ein Bedürfnis, weil sie parallel dafür sorgen muss, dass der Schorenstandort bis zum Ende des Betriebes nationalligatauglich bleibt. Der SC Langenthal kann dennoch bereits jetzt nach vorne schauen und sich auf ein neues Zuhause freuen. «Ein zweites Eisfeld muss dazu gehören. Es muss für über 5000 Zuschauer Platz haben, damit es in der ganzen Nationalliga tauglich ist», sagt Gian Kämpf. Stephan Anliker hofft, insbesondere den Event «Eishockeyspiel» und seine Qualität im neuen Stadion deutlich verbessern zu können, und Markus Meyer war es ein Anliegen, dass das neue Stadion breit genutzt werden kann und wirtschaftlich solid dastehen wird. Sowieso wollen die Verantwortlichen nun den Schwung weiter ausnutzen, damit der SC Langenthal möglichst bald seinen Umzug durchführen kann.

Von Leroy Ryser

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