• Klassenfoto mit den vier Nationalratsmitgliedern (vordere Reihe, vierter von links): Hans Grunder, Andreas Aebi, Nadja Pieren und Christa Markwalder. · Bild: Barbara Heiniger

06.01.2017
Emmental

Jubiläums-Klassentreffen im Bundeshaus

Vor 40 Jahren drückten junge Frauen und Männer in Bern gemeinsam die Schulbank und absolvierten die Handelsschule in der Schwanengasse. Dies war der Grund, bei einem Klassentreffen das Jubiläum speziell zu feiern.

Da auch Nationalrat Andreas Aebi einer der damaligen Schüler war, lud er seine ehemaligen «Klassengspändli» zu einem Besuch ins Bundeshaus ein. 30 Personen warteten dann schlussendlich beim Gästeeingang auf der Bundesterrasse. Nach der Sicherheitskontrolle führte der Weg für die Besucher auf die Zuschauertribünen im Nationalratssaal, von wo aus die Ratsdebatte verfolgt werden konnte. 


Vier Nationalräte beantworten Fragen

Ein erster Höhepunkt folgte gleich danach, als die Gruppe in einem Sitzungszimmer vom ehemaligen Klassenkameraden Andreas Aebi begrüsst wurde. Da bestand nun die beste Gelegenheit, die schon längst unter den Fingernägeln brennenden Fragen zu stellen. Damit der Nationalrat aus Alchenstorf diese nicht alle selber beantworten musste, hatte er ausgewiesene «Verstärkung» mitgebracht. So standen auch die Nationalrätinnen Christa Markwalder (Burgdorf), Nadja Pieren (Burgdorf) sowie Nationalrat Hans Grunder (Hasle-Rüegsau) allen Red und Antwort. Es wurde sehr geschätzt, dass sich die Parlamentarier so viel Zeit nahmen und fundiert Auskunft gaben. Sogar ein Klassenfoto mit nationalrätlicher Präsenz entstand dabei. 

Bei einer interessanten Führung wurde der imposante Eingangsbereich im Bundeshaus besichtigt. Der architektonische Mittelpunkt und wichtigste Raum des Parlamentsgebäudes ist die Kuppelhalle, die den Eingangsbereich mit den Räumen des Nationalrates und des Ständerates verbindet. 15 Gesteinssorten sind dort verarbeitet. Der Grundriss der Halle hat die Form eines griechischen Kreuzes, überwölbt wird sie von einer Glaskuppel, über der sich die Kuppel des Parlamentsgebäudes erhebt. Die kleine Eingangshalle ist betont nüchtern gehalten, so richten sich die Blicke der Besucher auf die Kuppelhalle. Links und rechts des Treppenabsatzes sind zwei Bärenstatuen postiert. Sie halten ein Schweizerwappen in den Tatzen und erinnern daran, dass die Grosszügigkeit Berns den Bau des Bundeshauses ermöglicht hat. Auf den untersten Pfosten des Treppengeländers sind zwei Schalen aufgestellt, welche die Schweiz in der Unterscheidung von Berg und Tal charakterisieren. Dominiert wird das Podest an seiner Südseite durch das monumentale Denkmal «Die drei Eidgenossen» von James Vibert, auf einem Sockel stehen Werner Stauffacher, Walter Fürst und Arnold von Melchtal. Mit ernster Miene und mit gestreckten Armen halten sie gemeinsam den Bundesbrief in ihren Händen. Auf den Treppenpfosten vor dem zentralen Denkmal stehen vier bronzene Statuen. Die vier Landsknechte sind realitätsnah gestaltete Soldaten in Rüstungen des 16. Jahrhunderts, bewaffnet mit Lanze, Hellebarde oder Zweihänder. Sie stellen Vertreter der vier Landessprachen der Schweiz dar, das heisst Deutsch, Rätoromanisch, Französisch und Italienisch. Sie bilden eine Ehrenwache für die drei Eidgenossen. Die Schlusssteine über den Arkaden des Hauptgeschosses stellen Frauen in Schweizer Trachten dar. 


Essen in der «Galerie des Alpes»

Das besondere Highlight der Zusammenkunft kam zum Schluss. Im exklusiven Restaurant Galerie des Alpes, im Hochparterre des Parlamentsgebäudes, wurde den ehemaligen Handelsschülern ein feines Abendessen serviert. Es ein spezielles Erlebnis, im Bundeshaus zu tafeln und köstliche einheimische Produkte zu geniessen. So mundeten Nüsslisalat,Schweinsteak und eine Mousse als Dessert vorzüglich. In der fröhlichen Runde wurde ebenfalls festgestellt, das sich in 40 Jahren sehr viel ereignet hat und nicht nur die Lebensweisheit gewachsen ist. 


Von Barbara Heiniger

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