• Regierungsstatthalterin Claudia Rindlisbacher führte souverän durch «ihr» erstes Neujahrs­apéro. · Bild: Liselotte Jost-Zürcher

09.01.2017
Emmental

Kennenlern- und Wiedersehensrunde

Rückblick, Ausblick und eine herzliche Begrüssung aus dem Regierungsstatthalteramt, aber auch Abschiede sind der Zweck des Neujahrsapéros im Hotel Emmental in Langnau. Einmal mehr prägten Spannung und frohe Laune den Anlass. Zahlreiche neue Gesichter tauchten auf, andere waren zum letzten Mal mit dabei. In den Emmentaler Gemeinden hat es zum Jahrensanfang diverse Wechsel in den Präsidien gegeben.

Langnau · «I bi dr Stefan» – «I bi dr Daniel» – «I d Ursula»... Nein, kompliziert geht es an den Neujahrsapéros des Regierungsstatthalteramts Emmental nicht zu und her. Nach dem Prinzip «allem seit me nume du» herrschte einmal mehr auf Anhieb eine entspannte, gemütliche Atmosphäre, die aber auch von Neugier geprägt war. Für die «Neuen» war es eine «Kennenlern-Runde», die «Alten» verabschiedeten sich aus dem Kreis der Emmentaler Gemeinde- und Gemeinderatspräsidentinnen und -präsidenten. 

Mehr als 2500 Geschäfte bearbeitet

Auch an der Front gab es einen Wechsel: Regierungsstatthalterin Claudia Rindlisbacher, die mehrere Jahre als Stellvertreterin mit dabei war, hat die Nachfolge von Markus Grossenbacher aufgenommen, und erstmals war der neue Stellvertreter, Mark Gerber, mit dabei. Nach der Begrüssung folgte traditionsgemäss ein Rückblick auf das vergangene Jahr im Regierungsstatthalteramt. Die Übergabe von Markus Grossenbacher auf Claudia Rindlisbacher erfolgte nahtlos, die Geschäfte nahmen ihren gewohnten Verlauf. Claudia Rindlisbacher erwähnte in ihrer Begrüssung den Meilenstein der Umfahrung Emmental, blickte kurz und mit Besorgnis auf das Geschehen in fernen und auch in gar nicht fernen Ländern zurück. «Was wird uns das 2017 bringen?», fragte sie sich.

Im Regierungsstatthalteramt verlief das vergangene Jahr ähnlich wie das Vorjahr. Über 2500 Geschäfte wurden bearbeitet, unter anderem:

– 60 Beschwerdeverfahren, davon 41 gegen Beschlüsse von Gemeindeorganen und 19 Sozialhilfebeschwerden

– 848 Erbschaftsfälle

– 155 bodenrechtliche Verfügungen und 27 Voranfragen

– 274 Baubewilligungsverfahren, 40 Voranfragen, vier Baupolizeiverfügungen und vier Entscheide über Zuständigkeiten

– 34 Überprüfungen der recht- und ordnungsmässigen Führungen in Gemeinden und anderen Körperschaften

– 851 Gastgewerbe-Einzelbewilligungen und 152 Betriebsbewilligungen

– 7 Überprüfungen von Betrieben nach Prostitutionsgesetz.

Zudem lagen auf dem Tisch der Regierungsstatthalterin 35 zu behandelnde Fälle von häuslicher Gewalt. Im weiteren wurden nebst zahlreichen Auskünften auch viele Ombudsaufgaben wahrgenommen.

Im Verbreitungsgebiet des «Unter-Emmentaler» gab es in den folgenden Gemeinden Änderungen an der Spitze: In Affoltern tritt an die Stelle von Gemeindepräsident Jürg Stalder Markus Zollet; neuer Gemeindepräsident von Dürrenroth ist Andreas Minder; 

in Sumiswald hat Fritz Kohler das -Gemeindepräsidium von Christian Waber übernommen, in -Trachselwald- Kathrin Scheidegger dasjenige von Christian Kopp und in Wynigen treten Peter Schertenleib an die Stelle von Gemeindepräsident Peter Sommer und Fabian Horisberger an die Stelle von Gemeinderatspräsident Beat Studer.

Mit einem herzlichen Dankeschön den Zurückgetretenen für ihr Engagement zum Wohl der Gemeinden und des Emmentals und einem «alls Guete öich aune» leitete Claudia Rindlisbacher zum gemütlichen Apéro über. 

Von Liselotte Jost-Zürcher

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