• 2018 wird es in Melchnau eine Neuauflage von «Kunst am Schlossberg» geben. Darüber informierten die Co-Präsidenten Susanne Kratochvil Fenner und Heinrich Abt (links) sowie der Kurator der Ausstellung Michael Blume. · Bild: Berty Anliker

17.08.2017
Emmental

Kunst am Schlossberg in Wiederholung – aber trotzdem neu

Vor zwei Jahren fand am Schlossberg in Melchnau eine erste grosse Kunst-Ausstellung statt. Auf einem erlebnisreichen Rundgang in der freien Natur konnten die Besucher vielfältige Kunst besichtigen. Die Ausstellung war ein grosser Erfolg. Deshalb wagten sich die Organisatoren an eine zweite Auflage. Die neue Ausstellung wird vom 12. Mai bis am 5. August 2018 stattfinden.

Melchnau · Im lauschigen Garten von Künstler Ueli Schärer Sorglos in Melchnau trafen sich Organisatoren, Kunstschaffende und Presseleute, um Ausblick auf die geplante Ausstellung vom nächsten Frühling/Sommer zu halten. Im Namen des Organisationskomitees orientierten die Co-Präsidenten Susanne Kratochvil Fenner und Heinrich Abt über den neuen Event. Sie äusserten sich sehr zufrieden über den gros-sen Erfolg der Schlossberg-Ausstellung 2015, der sie ermutigt hätte, eine Neuauflage an die Hand zu nehmen. «Es ist aber auch dieses Mal wieder ein Wagnis», sagte Susanne Kratochvil.

Neues Konzept
Es soll aber nicht einfach eine neue Auflage der ersten Ausstellung sein. «Das Konzept wurde etwas geändert, und wir haben den Künstler Michael Blume aus Niederbipp als Kurator engagiert und ihn mit einer Vorauswahl der Künstlerinnen und Künstler beauftragt», teilte das Präsidium mit. «Die Kunstschaffenden erhalten einen Werkbeitrag und haben in der Regel eine ganze ‹Piazza› zu gestalten mit einem Hauptwerk und mehreren Nebenobjekten oder einem umfassenden Werk»; dies sei eine wichtnige Vorgabe. Der Kurator Michael Blume orientierte darüber, dass nicht nur Kunstschaffende aus den verschiedenen Schweizer Regionen eingeladen worden seien, sondern auch solche aus dem Ausland. «Besonders wichtig war es uns aber, auch die regionalen Kunstschaffenden einzubeziehen», betonte der Kurator. Als oberstes Kriterium bei der Auswahl der Künstlerinnen und Künstler bestand der Wunsch, dass diese auf die kulturellen und historischen Gegebenheiten des Schlossberges eingehen würden und in ihren Arbeiten zum Ausdruck bringen. Rund 60 Kunstwerke wird es im nächsten Frühling und Sommer zu bestaunen geben rund um den Schlossberg. Objekte aus Stahl, Holz, Stein und anderen Materialien, fotografische Arbeiten und Installationen. So wird also eine breite Palette von künstlerischem Schaffen zu sehen sein. Während gewissen Zeiten können Kunstschaffende bei der Arbeit beobachtet werden. Die Kunsthochschule Kassel wird eine Ausstellungs-Piazza gestalten und die neue Schule für Gestaltung Langenthal während einer Woche ihre Abschlussarbeit im Burghof der Ruine Grünenberg erarbeiten. Es war auch der Wunsch der Organisatoren, die Jugend verstärkt in dieses Projekt einzubinden. So sind Tagesevents mit verschiedenen Schulen aus der Region geplant, wo Kinder und Jugendliche auf spielerische Weise mit Materialien aus der Natur an die Kunst herangeführt werden sollen.

Spazieren und Besichtigen
Die reine Wegzeit des Rundgangs über den Schlossberg wird mit einer Stunde angegeben, zieht man jedoch die Besichtigungszeit mit ein, könnten daraus zwei bis drei Stunden werden. Vielleicht melden sich zwischendurch auch Hunger und Durst: An den Wochenenden können sich die Besucher alternativ entweder im «Sorglosbeizli» bei Ueli Sorglos oder auf dem Schlossberg kulinarisch verwöhnen lassen. Das Restaurant Linde wird ebenfalls mit einem speziellen Angebot aufwarten und der Gasthof Löwen hat zusammen mit dem Künstler Reto Bärtschi ein überraschendes Konzept vorbereitet, das noch nicht verraten werden soll. Ein Programm mit musikalischen und kulinarischen Anlässen ist ebenfalls geplant. Die Ausstellung dauert vom Samstag, 12. Mai, bis Sonntag, 5. August 2018. Die Vernissage findet am 12. Mai mit einer Eröffnungsrede von Regierungsrat Hans Jürg Käser statt.

Infos: www.kunstamschlossberg.ch

Von Berty Anliker

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