• Stehend von links: Markus Lehmann, neuer Kommandant; Daniel Schär, zurücktretender Kommandant. Urs Hirschi, Mathias Wittwer und Urs Lanz wurden befördert; Adrian Mülchi, Markus Schär (kniend von links) und Pascal Waller verlassen die Feuerwehr; Cyrill Jakob ist neu dabei. · Bild: Marion Heiniger

19.01.2018
Oberaargau

Markus Lehmann ist neuer Kommandant der «RUWO»

Kommandant Daniel Schär tritt nach vier Jahren zurück und überlässt Markus Lehmann die Führung der Feuerwehr RUWO. Dabei liefern sie sich eine Rochade, indem sie ihre Führungspositionen tauschen. Die Ein- und Austritte der Regionalfeuerwehr halten sich dieses Jahr die Waage. So konnten neun Rekruten willkommen geheissen und neun Männer verabschiedet werden.

 

Walterswil · Die Feuerwehrleute der RUWO trafen sich in der Mehrzweckhalle in Walterswil zum jährlichen Schlussabend. Eingeladen waren auch die Samariter und Gemeindevertreter. Der zurücktretende Kommandant Daniel Schär eröffnete den Abend mit aktuellen Ereignissen und erwähnte die beiden Sturmtiefs Burglind und Evi.
Die Feuerwehr betreibt Intervention, sollte aber auch präventiv denken und handeln. Es sei wichtig, den Umgang mit Gefahren auch innerhalb der Familien anzusprechen. So könnten Unfälle, gerade um die Weihnachtszeit, vermieden werden. Ebenfalls liegt Daniel Schär am Herzen, dass bei Waldarbeiten Vorsicht geboten ist und verweist auf die beiden unlängst zurückliegenden Waldunfälle.

Gleich viele Eintritte wie Austritte
Daniel Schär durfte dieses Jahr wieder mehr Neueintritte als letztes Jahr bekannt geben und begrüsste herzlich die neuen Rekruten. Es sind dies Christian Lehmann, Severin Schär, Adrian Schütz, Harry Käser, Cyrill Jakob, Eric Müllener, Nicola Leuenberger, Luca Steiner und Micha Zulliger.
Darüber hinaus wurde über die Zugszuteilungen der letztjährigen Rekruten wie auch über die Zugsumteilungen informiert. Daniel Schär wird nach vier Jahren Führung der RUWO als Kommandant neu die Führung des Pikettzuges übernehmen. Sein Nachfolger ist Markus Lehmann, der bis anhin die Führung des Pikettzuges innehatte. Ausserdem werden drei Männer an Weiterbildungen teilnehmen; vier Feuerwehrmänner konnten befördert werden.
Ein Grund für die vielen Austritte aus der RUWO war grösstenteils der Wegzug aus der jeweiligen Wohngemeinde. Hansueli Schneider verlässt nach 30 Dienstjahren die Feuerwehr, Adrian Mülchi nach 19 Jahren. Philip Leuenberger und Patrick Meister beide nach 15 Jahren und Markus Schär, Samuel Richard sowie Michael Neuenschwander nach 12, 11 und 10 Jahren; Remo Leibundgut und Pascal Waller nach 6 und 2 Jahren. Somit verlassen 106 Dienstjahre die Regionalfeuerwehr.

Rückblick und Vorausblick
«Einen Einsatz weniger als letztes Jahr», teilte Daniel Schär den Anwesenden mit. Zweimal musste eine Oelspur beseitigt werden, im Juli geschah ein Selbstunfall in Oeschenbach. Auch die Unwetter forderten den Einsatz der Feuerwehrleute. Im Dezember musste gar die Feuerwehr Langenthal bei einem Wohnungsbrand in Ursenbach zu Hilfe geholt werden. Verursacht wurde das Feuer von einem alten Ofen. Durch umsichtiges Handeln konnte jedoch Schlimmeres verhindert werden.
Da neu die Wespenbekämpfung durch die Gemeinde geregelt wird, sind diese Einsätze weggefallen.
Der neue Kommandant Markus Lehmann nahm den Ausblick auf das folgende Jahr vor und erörterte den neuen Übungsplan. Zudem möchte er gerne die Tag- und Nachtverfügbarkeit ermitteln, damit bei Ernstfällen die Feuerwehrleute sinnvoll aufgeboten werden können.
Nebstdem findet im Mai das oberaargauische Schwingfest in Schwarzenbach statt, wobei die RUWO an zwei Tagen mit dem Pikettdienst beauftragt wurde. Das vor elf Jahren erstellte Feuerwehrreglement wurde überarbeitet. Eine der wichtigsten Neuerungen ist, dass das Eintrittsalter in die RUWO von jetzt an 19 Jahre (zuvor 20 Jahre) und das Austrittsalter 52 Jahre (zuvor 50 Jahre) beträgt.

Engagement und Herzblut wird geschätzt
Gemeindepräsidentin Katharina Hasler begrüsste alle Anwesenden und freute sich, dass der Anlass dieses Jahr in Walterswil stattfand. Sie dankte allen, die sich immer wieder fürs Allgemeinwohl der Bevölkerung einsetzen – 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Sie schätze das Engagement und Herzblut jedes Einzelnen sehr.
Bevor zum zweiten geselligen Teil übergegangen werden konnte, bedankte sich Daniel Schär bei allen Feuerwehrmännern und -frauen sowie bei den Samaritern für die tolle Zusammenarbeit.

Von Marion Heiniger