• Ueli Steffen von der Fachstelle Obst und Beeren, Oeschberg, hatte dieses Jahr wegen dem Frost keine «Surgrauech» im Angebot. · Bild: Elisabeth Uecker

12.10.2017
Emmental

Mit «Bernerrose», aber ohne «Surgrauech»

Der traditionelle Öpfumärit auf dem Gelände der Emmentaler Schaukäserei lockte auch in diesem Jahr viele Besucher aus Nah und Fern nach Affoltern.

Affoltern · Am Wochenende fand rund um die Schaukäserei in Affoltern der bereits zur Tradition gewordene  «Öpfumärit» statt. Erstmals wurde auch die Brächete auf das gleiche Wochenende gelegt. So hatten die Besucher neben  der ­Her­stellung von Most frisch ab Presse zusätzlich die Möglichkeit, auch den Werdegang von der Flachspflanze zum fertigen Stoff zu beobachten. Der herbstliche Anlass vermochte auch in diesem Jahr viele Gäste nach Affoltern zu locken. Die Besucherinnen und Besucher wurden schon von weitem durch den herrlichen Duft frisch ge­backener Apfelchüechli angelockt. So war es nicht erstaunlich, dass sich vor dem Stand eine Schlange von wartenden Käufern bildete. 

Geringere Apfelernte wegen Frost

Einige nützen die Gelegenheit, sich vor Ort durch Ueli Steffen vom Betrieb der Fachstelle Obst und Beeren in Oeschberg informieren zu lassen. Dank der kompetenten Beratung durch Ueli und Theres Steffen konnten die Besucher die für ihre jeweiligen Bedürfnisse und Verwendungszwecke richtigen Äpfel aussuchen. Wie der Fachmann informierte, ist die Apfelernte in diesem Jahr durch den Frost im Frühjahr in unserer Region allgemein schlechter ausgefallen. So fehlte in Affoltern zum Beispiel die Apfel­sorte «Surgrauech» ganz. Bei der Sorte «Bernerrose» habe er sich bei einem Kollegen aus einem anderen Gebiet Äpfel zum Verkauf holen können.

Süssmost frisch ab Presse

Fasziniert beobachteten die Besucher auch wie die Äpfel im grossen Brunnen erst gewaschen werden, um anschliessend in einer grossen Maschine zu herrlichem Süssmost verarbeitet zu werden. 

Vielfältige Marktstände

Auch Marlis Dürst hatte über ihr Fachgebiet Flachs viel Wissenswertes zu erzählen. Sie zeigte, wie aus den Pflanzen durch viele Arbeitsschritte wie rösten, brechen oder hächeln eine ­Faser zum Spinnen von Webfaden entsteht. Den Besucher erwarteten neben Äpfeln und Flachs noch viele weitere Attraktionen. An rund 30 Markt­ständen wurden Handarbei­ten wie Schmuck, Stricksachen, Korb­waren, Holz-, Stein- und Glasartikel hergestellt und zum Verkauf angeboten.

Von Elisabeth Uecker

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