• Mit einer konstant starken Leistung die gesamte Saison über holte sich der SV Sumiswald II verdient den Aufstieg in die 4. Liga. · Bild: zvg

06.06.2018
Sport

Mit dem Aufstieg Clubgeschichte geschrieben

SV Sumiswald II – Erst zum zweiten Mal in der Clubgeschichte des 1962 gegründeten SV Sumiswald schaffte eine zweite Equipe den Aufstieg in die 4. Liga. Das Team von Simon Rüfenacht trat als verschweisste Einheit auf und reihte Erfolg an Erfolg. Der Sieg in der Gruppe 6 und der Aufstieg sind der verdiente Lohn.

Fussball · «Nein, der Aufstieg war definitiv nicht unser Ziel», lacht Simon Rüfenacht, der Trainer der erfolgreichen zweiten Sumiswalder Fussballmannschaft. «Wir haben die Meisterschaft nicht leistungsorientiert bestritten. Mein Ziel war es immer, dass jeder Teamspieler auch zum Einsatz kommt», orientiert Rüfenacht. So kam jeder Akteur mindestens 45 Minuten pro Meisterschaftsspiel zum Einsatz. Nicht wer besonders gut spielte, kam beim zweiten Sumiswalder Team vor allem von Beginn weg zum Spielen, sondern wer die Trainings möglichst absenzenfrei besuchte. «Diese mannschaftsdienliche Einstellung hat sich ausbezahlt», ist Rüfenacht überzeugt. «Mit jedem erfolgreichen Spiel rückten wir als Team noch näher zusammen.»

Nur eine Niederlage
Erfolge gab es in der Spielzeit 2017/18 für das Sumiswalder Team viele. In 16 Partien musste das Team von Simon Rüfenacht, der bereits seine siebte Saison als Trainer von Sumiswald II absolvierte, nur einmal als Verlierer vom Platz. Elf Siege und vier Unentschieden sowie das beste Torverhältnis aller Teams der Gruppe 6 (46:19) sprechen eine deutliche Sprache. Das Sumiswalder Team freute sich von Partie zu Partie über den Flow. Der Aufstieg war allerdings nie ein Thema – bis zwei Partien vor Schluss. «Dann kam die Nervosität.» Und prompt wurden die beiden letzten Spiele auch zur Belastungsprobe. Erst konnte Burgdorf trotz einem deutlichen Chancenplus erst mit dem Siegtreffer in der 92. Minute 2:1 bezwungen werden. Dann folgte die letzte Partie gegen Stettlen. Nur mit grosser Mühe und etwas Glück reichte es zu einem 1:0-Sieg. «Burgdorf war ein wirklich starker Gegner. Gegen Stettlen zitterten uns dann aber die Knie. Es war ein richtiges Geknorze. Umso schöner war es, trotzdem gewonnen zu haben», bilanziert Rüfenacht die Meisterschafts-Schlussphase.

Erst der zweite Aufstieg einer zweiten Sumiswalder Equipe
Mit 36 Punkten hat Sumiswald II die Gruppe 6 mit einem Zähler Vorsprung auf den Mitaufsteiger YF United Huttwil gewonnen und steigt damit in die 4. Liga auf. Es ist ein historischer SVS-Erfolg. Erst- und letztmals schaffte es das zweite Sumiswalder Fussballteam 1996 in die nächsthöhere Liga aufzusteigen. «Ich bin stolz auf meine Truppe und freue mich bereits auf die nächste Spielzeit. Bis auf wenige Rücktritte, die auch ohne Aufstieg erfolgt wären, bleibt der Kern der Mannschaft zusammen.» Diese neue Saison wird es in sich haben. Aufgrund der Fülle an umliegenden Equipen dürfte es in der Spielzeit 2018/19 in der 4. Liga zwei Emmentaler Gruppen geben. Dies würde Sumiswald II weite Reisen zu Auswärtspartien ersparen und viele packende Derbys garantieren. Gerade auch deshalb, weil nächste Saison zwei Teams des SC Huttwil sowie zwei Teams des SV Sumiswald in der 4. Liga spielen. «Der Abstieg aus der 3. Liga unseres Fanionteams ist bitter.» Rüfenacht und seine Schützlinge sorgten dafür, dass es beim SV Sumiswald in der abgelaufenen Saison trotzdem noch etwas zu Lachen gibt. Bei einem Bräteln auf der heimischen Weiersmatt, welches sich bis spät in die Nacht hinein zog, feierte Sumiswald II den sportlichen Erfolg.

Das Aufsteigerteam des SV Sumiswald II: Michel Kobel, Reto Wiedmer, Abimanju Subramaniam, Arthur Hoz, Christian Zaugg, David Beutler, Dominic Wisler, Janick Leuenberger, Jonas Steiner, Kari Mühlemann, Kaspar Berger, Luca Gfeller, Lukas Rauch, Mario Berger, Matthias Krall, Nicolas Rettenmund, Nicolas Zürcher, Raphael Arm, Roman Bärtschi, Roman Grossen, Simon Fankhauser, Stefan Amstutz, Stefan Zürcher, Urs Neuenschwander. – Aushilfsspieler SV Sumiswald I: Adrian Nyffenegger, Alexander Kiener, Andreas Gasser, Bruno Oberli, Christian Wisler, Daniel Pfäffli, Dominik Ruch, Fabian Bühler, Lorenz Lüthi, Luca Hess, Lukas Müller, Martin Siegenthaler, Paul Brodbeck, Ramon Ruch, Roger Geering, Samuel Reist, Stefan Fankhauser, Yannick Hess. – Trainer: Simon Rüfenacht.

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