• De Musigesellschaft Rinderbach unter dem Taktstock von Bernhard Lippuner ist erfolgreich in die Konzert- und Theaterserie gestartet. · Bild: Elisabeth Pfäffli

24.01.2017
Emmental

Musikgesellschaft Rinderbach mit brillanter Blasmusik von Polka bis Pop

Mit brillanter Blasmusik in unterschiedlichsten Stilrichtungen und einem witzigen Theaterstück sorgt die Musikgesellschaft Rinderbach derzeit für beste Unterhaltung. Am vergangenen Wochenende begeisterte sie damit ein grosses Publikum im Gasthof Krone in Rüegsbach und am nächsten Freitag- und Samstagabend sowie am Sonntagnachmittag gastieren sie damit in Affoltern, wo der Anlass heuer erstmals im Schulhaus stattfindet.

Rüegsbach · Durch das Unterhaltungsprogramm der Musikgesellschaft Rinderbach, das vielfältiger kaum sein könnte, führte Susanne Ryser. Sie gestaltete die Ansagen mit vielen wissenswerten Informationen zu den einzelnen Musikstücken kurzweilig und sehr interessant.

Polka, Rock, Dixieland, Blues, Marsch und Pop
Eröffnet haben die Rinderbacher Musikantinnen und Musikanten – übrigens heuer nach acht Jahren letztmals unter der Direktion von Bernhard Lippuner – den musikalischen Reigen ganz passend mit den majestätisch pompösen Klängen der «Majestic Fanfare» von Dominik Frank. Als Polka-Hymne präsentierten sie die Komposition «Ein halbes Jahrhundert» und mit «Queen in Concert» huldigten sie musikalisch der wohl bekanntesten Rockband und machten im Medley mit dem Freddie Mercury Song klar «The show must go on». Weiter gings denn auch im Dixie Stil und zwar in den Urwald (Jungle Dixie), und es gab Meilensteine (Milestone) mit tollen Soli zu bewundern, dies zwei Kompositionen von Mario Bürki. Mit dem Konzertmarsch «Salemonia» von Kurt Gäble entfachten die Musizierenden zudem ein wahres Blasmusik-Feuerwerk.

Mit Stevie Wonder in die Herzen des Publikums
Den Weg zu den Herzen des Publikums fand auch ihre Interpretation von Stevie Wonders «I just called to say I love you» so wie auch der Blues des Holländers Jacob de Haan. Er trägt den Titel «The Blues Factory» und zeichnet mit einem zuerst langsamen und dann einem schnellen und gar jazzigen Blues ein Bild der Geschichte der nahezu völlig untergegangenen Textilindustrie im Osten der Niederlande sowie des Optimismus für die Zukunft.

Gülle, Mischt, Schönheitswahn und vieles mehr
Neben den musikalischen Talenten verfügt die Musikgesellschaft Rinderbach auch über schauspielerisch begabte Mitglieder, wie sich im zweiten Teil des Unterhaltungsprogramms zeigte. Mit dem Lustspiel «Gülle, Mischt und Schönheitswahn» von Lukas Bühler entführten sie das Publikum auf einen etwas heruntergekommenen Bauernhof, der von den nicht mehr ganz so hübschen Schwestern Rösli und Trudi bewirtschaftet wird. Das soll aber besser werden, weshalb sich die Bäuerinnen für ein Experiment und Werbeaufnahmen für eine Schönheitskur anmelden und prompt angenommen werden. Die Wundercreme, um die es geht, enthält neben vielen andern Zutaten auch etwas Mist und Gülle. Zu diesem geheimen Rezept möchten auch der Werbefilmer und die Schauspielerin Mizzi kommen. Bald ist das Chaos komplett, denn Verwirrung stiftet auch noch ein Viehhändler und die Nachbarsleute, die nach dem Rezept für Schokoladencreme suchen, das ihnen die Bäuerin Rösli versprochen hat.
Wie dieses Drunter und Drüber endet, sei hier allerdings noch nicht verraten, denn es finden noch weitere drei Aufführungen statt.

Weitere Aufführungen
Freitag, 27. Januar, und Samstag, 28. Januar, um 20 Uhr, und Sonntag, 29. Januar, um 13.15 Uhr im Schulhaus Affoltern. Informationen unter: www.mg-rinderbach.ch 

Von Elisabeth Pfäffli

 

 

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