• Als Grundlage für die Recherche dienen Langenthaler Zeitungen seit 1860. · Bild: Leroy Ryser

30.01.2017
Langenthal

Nachschlagwerk für den Oberaargauer Sport

Der Donnerstag-Club plant, im Jahr 2021 ein Buch über den Oberaargauer Sport herauszugeben. Dieses soll einerseits als Nachschlagewerk dienen, andererseits die sportbegeisterten Personen in der Region ansprechen. Weil der Aufwand gross ist, ist der Startschuss bereits erfolgt.

Im Oberaargau wird in den nächsten vier Jahren eine einmalige Arbeit geleistet. Der Sportförderer Donnerstag-Club Oberaargau hat sich entschieden, ein Oberaargauer Sportbuch zu veröffentlichen, in dem der Sport seit seinen jüngsten Anfängen bis zur heutigen Zeit thematisiert wird. «Wir waren ein paar Wochen auf der Suche nach den finanziellen Mitteln. Neben dem Donnerstag-Club gibt es einige weitere namhafte Sponsoring-Beiträge, die uns die Finanzierung des Buchprojektes sichern», sagt Club-Präsident Remo Rudiger. Der Donnerstag-Club wird für die Oberaargauer daher etwas Einzigartiges verfassen. In der Schweiz gibt es bisher noch keine Region, die über ein ähnliches Buch verfügt, einzig über das schweizweite Sporttreiben existieren einzelne Nachschlagewerke. Geplant ist es, das Buch zum 40-Jahr-Jubiläum des Donnerstag-Clubs im Jahr 2021 zu veröffentlichen. An der letzten Hauptversammlung entschied der Verein, das Projekt mit einem Beitrag von 20 000 Franken zu unterstützten.

Das Tagblatt als Grundlage
Organisiert und geführt wird das Buchprojekt vom Langenthaler Stadthistoriker Simon Kuert. Um ihn herum wurde bereits ein Redaktionsteam gebildet, welches in einem späteren Schritt die Berichte des Buches verfassen soll. Zuerst braucht es aber eine Grundlagenforschung. «Wir werden sämtliche Zeitungen des Langenthaler Tagblattes durchforsten. Wir sind auf der Suche nach sämtlichen Ereignissen, die für dieses Buch relevant sind», erklärt Kuert. Ausserdem sollen auch die regionalen Vereine angeschrieben werden, weil diese meist über Jubiläumsschriften verfügen, welche dem Redaktionsteam ebenso weiterhelfen sollen.
«Mit der Grundlagenforschung haben wir nun begonnen», sagt Simon Kuert und verrät damit, dass der Startschuss für das Buchprojekt erfolgt ist. Verlegerisch betreut wird das Projekt derweil durch Daniel Gaberell vom Oberaargauer «herausgeber-verlag» in Riedtwil. Er hat bereits die Projektbroschüre graphisch gestaltet.
Nicht zuletzt dienen beim Verfassen auch Zeitzeugen aus dem Oberaargau, die den Sport über unzählige Jahre hinweg hautnah erlebt haben. Zudem gehören dem Redaktionsteam bereits bekannte Namen an, die sich mit dem Sport im Oberaargau bestens auskennen. Hans Mathys beispielsweise war viele Jahre als Journalist tätig und begleitete auf diesem Weg den FC Langenthal mehrere Jahrzehnte. Gleiches gilt auch für Marcel Hammel, der in der Leichtathletik unzählige Stunden für das Berichteschreiben investierte und weiterhin investiert.

Eine Lücke schliessen
Ausgangslage des Buchprojektes war der Donnerstag-Club-Gründer und jetzige Ehrenpräsident William Trösch. Er brachte den Stein ins Rollen und zeichnet daher als Hauptverantwortlicher für dieses spezielle Projekt. Dieses soll indes als fachliches Nachschlagewerk dienen, ebenso aber auch als anregende Lektüre für jeden Sportfan. «Wir wollen damit eine Lücke in der geschichtlichen Literatur schliessen. So gesehen ein Werk, in dem unsere Nachkommen sämtliche Informationen über die Anfangszeit im Oberaargauer Sport finden», erklärt Remo Rudiger. Dass im Oberaargau ein grosses Sportinteresse besteht, sollte den Absatz der Bücher vereinfachen.
Bis das Buch im Jahr 2021 erscheint, haben die Verfasser noch genügend Zeit. Alleine die Grundlagenforschung soll, laut Simon Kuert, über ein Jahr, vielleicht sogar zwei Jahre dauern. Erst danach beginnt der Hauptteil des Schreibens sowie der Buchgestaltung. Wegen den umfassenden Arbeiten war es wichtig, genügend Vorlaufzeit einzurechnen. Mit dem Startschuss in der vergangenen Woche ist aber klar: In Langenthal wird (die) Geschichte (nieder-)geschrieben.

Von Leroy Ryser

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