• «Heimspiel» für die MG Rinderbach: Sie hat die Marschmusikparade in Weier i.E. organisiert. · Bild: Liselotte Jost-Zürcher

03.07.2017
Emmental

Offizieller Festwochen-Auftakt mit 14 Musikcorps

Am letzten Samstagabend fand im Rahmen des Bernisch-Kantonalen Schwingfests 2017, Affoltern i.E., vom 1. bis 9. Juli, der erste öffentliche Anlass statt. 14 Emmentalische Musikgesellschaften lockten mit ihrer Marschmusikparade Hunderte von Zuschauenden zum «Schwingerdörfli» in Weier.

 

Affoltern · Für das viele Volk, welches die Hauptstrasse säumte, war es ein schöner Festauftakt; für die Organisierenden und die Helferinnen und Helfer nach der Eröffnung des Gabentempels und dem «internen» Abend für die Bevölkerung der Gemeinde Affoltern die erste grosse Bewährungsprobe vor dem Grossanlass, dem Bernisch-Kantonalen Schwingfests 2017, Affoltern i.E., am kommenden Sonntag. Sowohl mit dem Verkehrsdienst als in der Festwirtschaft hatten die Helfenden alle Hände voll zu tun.
Das Wetterglück erleichterte allerdings die Arbeit und war ausserdem Voraussetzung, dass die Parade stattfinden konnte. Der Anlass wurde von der Musikgesellschaft Rinderbach organisiert. Die Parade wurde mit einem imposanten Gespann der Feldschlösschen-Brauereipferde eröffnet. Im Anschluss daran lieferten die Musikvereine den Zuschauenden neben den rassigen Märschen auch viel fürs Auge. Dabei ging es nach verschiedensten Musiktagen in Nah und Fern mit den traditionellen Marschmusikwettbewerben diesmal einzig und alleine darum, Freude zu bereiten und die Geselligkeit zu pflegen. Das machte den Anlass zum Volltreffer.
Ehrendamen, die «Täfeli»-Kinder und bei der Musikgesellschaft Wyssachen sogar das Gespann mit dem Berner Sennenhund führten die Formationen an. Futterneid gab es keinen – grosszügig wurden sogar Ehrendamen «ausgeliehen». Immer wieder ein Augen- und Ohrenschmaus ist es, wenn eine Formation Evolutionen vorführt. Damit sorgte die Musikgesellschaft Ersigen-Kirchberg für einen eindrücklichen Abschluss der Parade. Mit ihren Evolutionen holte sich Ersigen-Kirchberg viel Beifall. Im Anschluss daran geriet die grosse «Emmental-Stube» im Festzelt völlig aus den Fugen. Um alles Fussvolk und die Musikvereine unterzubringen, wurde ausser Programm auch das Helferzelt in Betrieb genommen.
Während drinnen das Volk noch gemütlich sass, begannen sich die schweren Wolken zu entleeren, welche sich schon den ganzen Abend über bedrohlich zusammengezogen hatten – das «Timing» für den Anlass war zweifellos perfekt gewesen.

Von Liselotte Jost-Zürcher