• Nachdem vom Lagerplatz in der Bretagne im Sturm Besitz genommen wurde, geht es ans Aufstellen der Zelte und den Aufbau der übrigen Einrichtungen. Bilder: zvg

26.07.2017
Emmental

Pfadfinder der Region fahren in die Bretagne

Sieben Pfadiabteilungen aus der Region Untere Emme/Oberaargau (Burgdorf, Langenthal, Herzogenbuchsee, Roggwil, Kirchberg, Bätterkinden und Sumiswald) veranstalten zum ersten Mal ein gemeinsames Sommerlager. Am 15. Juli sind rund 150 Pfadfinderinnen und Pfadfinder in die Bretagne gefahren. Dort zelten sie noch bis zum kommenden Freitag, 28. Juli. Das Projekt «Aremorica17», so der Name des Lagers, soll die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Abteilungen fördern.

Mit Lunch im Rucksack, dem Sicherheits-Badge und der Pfadikravatte um den Hals steigt «Balu» in den Car. Nach 20 Stunden Carfahrt kommt er mit weiteren 150 Pfadfindern beim Lagerplatz in der Bretagne an. Zwei Cars transportieren die rund 80 Pfadfinder und 30 Leiter, ein Teil der Gruppe reist im Zug an. Am Sonntagmittag erwartet die Truppe ein Zmittag aus der Lagerküche. Da in der Region Trockenheit herrscht, wird nicht auf Feuer, sondern mit Gas gekocht. Nach dem Aufbau der Zelte erwartet die Pfadfinder ein abwechslungsreiches Programm: Spielturnier mit der örtlichen Pfadfindergruppe, Wanderung zum Atlantik und ein Städtetrip nach Brest.

 

«Aremorica17» – zwei Jahre Planung

Das Projekt «Aremorica17» ist bereits vor zwei Jahren ins Rollen gekommen. Ein Trägerverein wurde gegründet, der 20 Mitglieder der Abteilungen aus Burgdorf, Langenthal, Herzogenbuchsee, Roggwil, Sumiswald, Bätterkinden und Kirchberg zählt. In verschiedene Ressorts aufgeteilt wurde so zum ersten Mal in der Geschichte des Pfadibezirks Untere Emme/Oberaargau ein Gemeinschaftsprojekt in dieser Dimension realisiert. Denn: Frankreich als Lagerort und die Gruppengrösse stellen andere Anforderungen als die gewohnten Sommerlager in der Schweiz mit durchschnittlich 30 Teilnehmern. Auch der finanzielle Aufwand ist grösser, doch dank Sponsoring konnten rund 35 % aller Ausgaben gedeckt werden. Ausserdem hat der Rotary Club Burgdorf mit einer Spende einen Kulturausflug in die Stadt Brest ermöglicht.

 

Sicherheit wird gross geschrieben

Um auf dem Städtetrip, während Wanderungen und anderen Unternehmungen die Sicherheit der Teilehmenden zu gewährleisten, wurden Sicherheitsvorkehrungen getroffen: Jeder Pfader trägt einen Badge bei sich, welcher auf französisch Auskunft über den Grund des Aufenthalts gibt und Kontaktinformationen der Leiter enthält. Zusätzlich sind im Sicherheitskonzept die Adressen der nächsten Ärzte und Spitäler aufgeführt, mehrere Autos ermöglichen den schnellen Transport im Notfall. Zusätzlich sind alle Teilnehmenden bei der Rega versichert. 

 

Weitere Projekte geplant

Die Pfader erwartet ein abenteuerliches Sommerlager in der Bretagne. Die Teilnehmer werden Freundschaften schliessen, die Bretagne entdecken und eventuell auch das eine oder andere «voici» aus dem «Bonne-Chance» anwenden. Ziel des Auslandlagers für den Bezirk Untere Emme/Oberaargau ist es, in Zukunft weiterhin gemeinsame Projekte zu realisieren. Sabina Kohler

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