• Elisabeth Zäch, ehemalige Stadtpräsidentin Burgdorf, setzt sich für das Schloss ein. · Bild: Ernst Marti

06.06.2018
Emmental

Regionalkonferenz Emmental hat Finanzen im Griff

Die 14. Regionalversammlung der Regionalkonferenz Emmental im Gasthof Bären, Sumiswald, warf keine grossen Wellen, wurden doch die Traktanden diskussionslos genehmigt. Die ehemalige Stadtpräsidentin von Burgdorf, Elisabeth Zäch, stellte das Projekt für die Umnutzung des Schlosses Burgdorf vor und ermunterte die Gemeinden, hier ebenfalls einen Kostenbeitrag zu leisten.

Sumiswald · An der 14. Regionalversammlung der Regionalkonferenz Emmental konnte ein arbeitsreiches Geschäftsjahr administrativ abgeschlossen werden. Für Präsident Jürg Rothenbühler, der die Versammlung speditiv leitete, ist es immer besonders wichtig, das «Richtige richtig zu tun», so dass die 40 Gemeinden umfassende Regionalkonferenz immer auf dem richtigen Weg ist. Das sie das ist, konnte dem umfassenden Jahresbericht entnommen werden: «Wir sind in der Pflicht, das Emmental als wichtige Arbeits-, Wohn- und Naherholungsregion bei der Berner Regierung so darzustellen, dass es positiv wahrgenommen wird.»
Die Rechnung schliesst bei einem Aufwand von 1,489 Millionen Franken mit einem effektiven Ertragsüberschuss von 133 413 Franken ab. Sowohl Jahresbericht wie Rechnung wurden von der Versammlung diskussionslos genehmigt. Anstelle von Hans-Peter Schenk ist Thomas Gerber, Vizepräsident des Gemeinderates Langnau i.E., in die Kommission öffentlicher Verkehr gewählt worden.

Regionale Planung wird angepasst
Das regionale Geamtverkehrs- und Siedlungskonzept (RGSK) muss angepasst werden. Auslöser dazu war eigentlich der vorgesehene Ersatzstandort für die Markthalle Langnau in der Gemeinde Signau. Regionalkonferenz-Geschäftsführerin Karen Wiedmer und Frank Weber vom Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) orientierten darüber, dass die Anforderungen an Beanspruchung von Kulturland und Fruchtfolgeflächen mit der Änderung des Baugesetzes vom 08.02.2017 gesetzlich enger gefasst wurden, werden doch die Anforderungen für die Beanspruchung dieser Flächen deutlich erhöht.

Ein Schloss für alle
Für die Beanspruchung von Fruchtfolgeflächen müssen zusätzlich die Anforderungen der Bundesgesetzgebung erfüllt sein. Geht alles nach Plan, sollen diese Arbeiten bis Ende 2021 abgeschlossen sein. Für die ehemalige Burgdorfer Stadtpräsidentin Elisabeth Zäch war es natürlich eine günstige Gelegenheit, vor den versammelten Emmentaler Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten für das Vorhaben «Umnutzung des Schlosses Burgdorf» Werbung zu machen.
Unter dem Motto «Vom Herrschaftssitz zum Schloss für alle» stellte sie die geplanten Massnahmen vor. So soll es im Schloss eine Jugendherberge mit 120 Betten geben, aufgeteilt in Zwei-, Vier- und Sechsbettzimmer. Für das leibliche Wohl wird ein Restaurant mit 190 Innenplätzen, einem Bankettsaal und 60 Plätzen auf dem Schlosshof mit Blick ins Emmental dienen.
Vorgesehen ist ebenfalls ein städtisches Trauzimmer, das ebenfalls für weitere Anlässe genutzt werden kann. Klar, dass ebenfalls die ganze Museumslandschaft neugestaltet werden soll. «Ab dem Jahr 2020 soll das Schloss ein Magnet sein für das ganze Emmental», sagte Elisabeth Zäch voller Enthusiasmus. Mit dem Ziel, dass Gäste mehrere Tage auf dem Schloss Burgdorf verweilen, werden mit Touristikfachleuten gezielte Angebot für Familien und Gruppen ausgearbeitet.
Mit den Worten: «Das Schloss für alle ist zum Greifen nah, aber noch braucht es Ihre Unterstützung», kam Elisabeth Zäch zur Finanzierung, denn noch ist die Finanzierung nicht ganz gesichert. Und so werden demnächst die 40 Gemeinden des Verwaltungskreises Emmental Post von der Stiftung Schloss Burgdorf erhalten mit der Bitte um einen finanziellen Beitrag an die Realisierung des Projekts.
Nähere Infos gibt es auch über www.ichbaumirmeinschloss.ch

Von Ernst Marti


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