• Kindergarten und Tanzgruppe standen im Musical Schneewittchen gemeinsam und mit Erfolg auf der Bühne. · Bild: Karin Rohrer

25.04.2017
Oberaargau

«Schneewittchen» als Musical

Das bekannte Grimm-Märchen Schneewittchen kam in einer neuen, kreativen Fassung in der Turnhalle Rohrbach zur Aufführung. Lea Junger hat mit ihrer Tanzgruppe und den Kindergärtelern eine ideale Symbiose zusammengestellt. Mit viel Gesang und Tanz verliehen sie der Geschichte um die sieben Zwerge eine neue, persönliche Note.

Rohrbach · So wurden verschiedene Szenen mit bekannten Kinderliedern, aber auch aktuellen Hits aus den Charts, in das Märchen eingefügt, und die kleineren und grösseren Tänzerinnen sorgten damit für viel Auflockerung. Etwa, wenn sich die böse Königin von ihren Harlekins durch einen Freudentanz aufmuntern lassen wollte oder die Küchen-Diener stilvoll im anmutigen Tanz auf grossen Tabletts die kulinarischen Leckereien des Hofes präsentierten.
Für lustige, aber auch rührende oder spannende Momente sorgten die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler, welche sich ihre Nervosität kaum anmerken liessen und den Diener, den Jäger oder den sprechenden Spiegel wunderbar verkörperten. Waldtiere, Pflanzen, ja sogar ein Fliegenpilz erwachten zum Leben und sangen oder tanzten auf der Bühne. Einiges an Text auswendig zu lernen hatten die sieben Zwerge, welche sich rührend um ihr Schneewittchen kümmerten. Von Brigitte Scheidegger charmant vorgelesen, tauchten die Theaterbesucher lauschend vollumfänglich in die Geschichte ein.

In Tanz und Ton ausgedrückt
Selbst böse Gedanken hatten ein Gefäss, um auf künstlerische Art und Weise dargeboten zu werden. Fliessende Bewegungen, dunkle Umhänge und entsprechende Musik unterstrichen das Spiel auf der Bühne. Gar richtig traurige Stimmung herrschte, als Schneewittchen scheinbar den Mordgelüsten der bösen Königin erlag. Die Zwerge, aber auch die Waldtiere trauerten um das liebliche Mädchen, und erst der Prinz auf dem schönen (Stecken)-Pferd konnte den bösen Fluch brechen. Um so grösser und bewusster wurde danach die Freude und der Sieg über das Böse gefeiert. Die Hochzeitsfeier beschloss das Märchen mit viel stimmiger Musik, Tanz und Liedern. Ja es gab sogar ein glückliches Ende für die böse Königin, welche an den Feierlichkeiten zugegen sein durfte. «Ich bin schon etwas stolz auf die Kinder, welche in nur gerade sechs Wochen üben so ein langes Musical mit all den Texten, Choreografien und Kostümen auf die Beine gestellt haben», zeigte sich Kindergartenlehrkraft Lea Junger erfreut. Die Kindergartenkinder wie auch die Mädchen der Tanzgruppe durften einen lang anhaltenden Applaus entgegennehmen durch die zahlreichen Zuschauer, welche die einmalige Vorführung genossen haben und mit Komplimenten nicht zurückhielten. 

Von Karin Rohrer

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