• Wer holt sich den Einzelsieg am Club 88-Sportpreis 2017? Matthias Aeschbacher vom Schwingklub Sumiswald...

  • ...Leichtathletin Géraldine Ruckstuhl aus Altbüron...

  • ...oder Sportkletterer Kevin Heiniger aus Schwarzenbach? · Bilder: Stefan Leuenberger/zvg

24.01.2018
Sport

Schwinger, Kletterer oder Leichtathletin?

Club 88-Sportpreis 2017 Region Huttwil – Die besten Sporttreibenden der Region 2017 werden am öffentlichen Ehrungsabend am 1. Februar durch den Club 88 mit einem Sportpreis belohnt. Kurz vor den Olympischen Spielen streiten sich Matthias Aeschbacher vom Schwingklub Sumiswald, Kevin Heiniger aus Schwarzenbach (Sportklettern) und Géraldine Ruckstuhl aus Altbüron (Leichtathletik) um die Einzelkrone im Regionalsport.

Sportlerehrung · Im Februar finden die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang statt. Wenige Tage vor diesem weltweiten Sportspektakel stehen in der Region Huttwil die besten Sportlerinnen und Sportler des Jahres 2017 vor einem grossen Ehrungsabend. Die Huttwiler Sportförderorganisation Club 88 vergibt jährlich einen Sportpreis, um die erbrachten Leistungen gebührend zu ehren. Auch im Sportjahr 2017 war die Fülle an ausgezeichneten Leistungen gewaltig. Die Sportpreis-Jury ermittelte kurz vor dem Jahreswechsel in einer mehrstündigen Sitzung die neun Preisgewinner. Und diese zeigen die eindrückliche Vielfalt des Sportes im Club-88-Gebiet. Preise werden in folgenden Sportarten vergeben: Schwingen, Sportklettern, Leichtathletik, Bob, Korbball, Schiessen und Radsport. Die Vielfalt wird noch viel grösser, wenn auch die Sportarten der Nominierten, die es nicht auf das Podest geschafft haben, beachtet werden. So kommen neben dem Fussball, dem Töffsport, dem Eislauf, dem Laufsport, dem Volleyball, dem Skisport und Karate auch die im Club 88-Sportpreis-Gebiet so tiefverwurzelten Sportarten Hornussen und Nationalturnen zum Handkuss. Medaillengewinne an nationalen oder internationalen Titelkämpfen spielen beim Club 88-Sportpreis eine Rolle, sind aber nicht zwingend, da es bei Sportarten wie eben dem Schwingen, dem Hornussen oder dem Nationalturnen keine EM oder WM gibt – dafür Eidgenössische Feste.
Auch eine Nomination wird belohnt
Die dreiköpfige Jury ermittelte die Gewinner für das Sportjahr 2017 unter Berücksichtigung des Reglements, welches mitunter vorschreibt, welche Gemeinden zum Sportpreis-Gebiet gehören (siehe Info-Box). Die Podestklassierten aller Kategorien werden am Ehrungsabend feierlich mit einer Laudatio geehrt und in Kurzinterviews vorgestellt. Die Rangierung wird erst am Galaabend gelüftet. Nicht alle von der Jury Nominierten schafften den Sprung auf das Podest. Diese Nominierten gehen allerdings nicht ganz leer aus. Sie werden am Ehrungsabend ebenfalls kurz auf die Bühne gebeten und bei Erscheinen mit einem kleinen Geldbetrag belohnt. Die Preissumme, welche der Sportfördererverein Club 88 bei der Austragung für das Sportjahr 2017 ausschüttet, beläuft sich damit auf exakt 18 500 Franken.

Erfahrene Sportler auf dem Podest
In der Einzelsportler-Kategorie hat es der «Mister Sportpreis» nicht auf das Podest geschafft. Der Rohrbacher Töffstar Dominique Aegerter (Gewinner 2014, 2013, 2011 und 2009) kämpft derzeit darum, seine Moto2-Karriere fortsetzen zu können. Dafür ist die «Miss Sportpreis» unter den Top-3. Leichtathletik-Ausnahmetalent Géraldine Ruckstuhl aus Altbüron (Nachwuchs-Sportpreis-Siege 2015, 2014 und 2013) startet bereits bei der Elite und wird so auch am Sportpreis in der Hauptkategorie gewertet. Und mit ihren erneuten Grosserfolgen im Jahr 2017 (Silber Siebenkampf U20-EM Grosseto, 7-fache Schweizermeisterin, 11. Rang Siebenkampf WM London) hat die knapp 20-jährige Allrounderin es auch bei den «Grossen» erstmals auf das Sportpreis-Podest geschafft. Kein Schwinger hat 2017 mehr Kränze gewonnen als Matthias Aeschbacher vom Schwingklub Sumiswald. Der 26-Jährige gewann im letzten Jahr das Freiburger Kantonalschwingfest und holte insgesamt zehn Kränze in der urtypischen Schweizer Sportart. Ein heisser Kandidat für den Sportpreis-Titel in der Einzelkategorie ist auch der Schwarzenbacher Sportkletterer Kevin Heiniger.
Seit Jahren gehört der 24-Jährige zu den besten Sportkletterer der Schweiz. 2017 hat er an den drei Schweizermeisterschaften (Bouldern, Lead und Speed) einen kompletten Medaillensatz gewonnen.

Sie haben das Podest knapp verfehlt
Neben diesen drei Topsportlern wurden ebenfalls äusserst erfolgreiche Regionalsporttreibende nominiert. Folgende Personen schafften es aber nicht ganz auf das Podest: Dominique Aegerter aus Rohrbach (Töffpilot auf Weltklasse-Niveau), Luca Christen aus Huttwil (NLB-Eishockeyspieler beim SC Langenthal), Damian Gehrig aus Wasen (Sieger Bernisch-Kantonaler Nationalturntag), Mirco Steiner aus Wasen (U23-Weltmeister im Armbrustschiessen) sowie Flavia Stutz aus Ufhusen (Schweizermeisterin im Crosslauf).
 
Bob, Korbball und Schiessen
In der Kategorie der Mannschaften/Vereine wird das Bobteam Clemens Bracher aus Wasen für den gigantischen Aufstieg mit einem Podestplatz belohnt. Der Bobpilot aus Wasen feierte mit seinem Team den ersten Weltcupsieg sowie EM-Silber und qualifizierte sich mit beiden Schlitten für die Olympischen Spiele 2018 in Südkorea. Sieganwärter ist auch das NLA-Herren-Korbballteam vom TV Madiswil, welches nach 2014 im vergangenen Jahr zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte den Schweizermeistertitel holte.
Mit zahlreichen Erfolgen wusste die Schützengesellschaft Heimisbach zu glänzen. Der Kantonalmeistertitel in der Gruppenmeisterschaft Gewehr 300 m war eines der Highlights.

Eishockeyspielerin auf dem Podest
Die Top-3-Nachwuchsleute 2016 stammten aus den Sportarten Fussball, Volleyball und Leichtathletik. Für 2017 stehen beim Nachwuchs die Sportarten Eishockey (die 15-jährige Nati-Spielerin Lara Christen aus Huttwil), Sportklettern (die 18-jährige Juniorinnen-Europameisterin im Lead-Klettern Michelle Hulliger aus Ramsei) und Leichtathletik (U18-Hallen-Schweizermeister Hürdenlauf Micha Rutschmann aus Huttwil) im Fokus.

Mit Sport-Stacking-Show
Der Ehrungsabend am 1. Februar im Saal des Hotels Kleiner Prinz im Städtlizentrum steht im Zeichen all dieser erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler der Region. Die Veranstaltung ist für alle Sportinteressierten offen. Die Ehrungen werden durch zwei Showblöcke aufgelockert. In diesen wird die erfolgreiche Auswiler Familie Kurt, Simea und Melanie Fehrenbach das Sport Stacking vorstellen. Das Trio gehört im Becherstapeln zu den Weltbesten.
Im Anschluss an die Ehrungen klingt der Abend bei einem Apéro und dem gemütlichen Beisammensein unter Sportlern aus. 

 

Die Gewinner 2017

Kat. Einzelsportler/in
Aeschbacher Matthias (SK Sumis.), Schwingen  
Heiniger Kevin (Sch’bach), Sportklettern  
Ruckstuhl Géraldine (Altbüron), Leichtathletik
Von der Jury nominiert, aber nicht unter den Podestklassierten:
Aegerter Dominique (Rohrbach), Töff   
Christen Luca (Huttwil), Eishockey   
Gehrig Damian (Wasen), Nationalturnen   
Stutz Flavia (Ufhusen), Laufsport   
Steiner Mirco (Wasen), Schiessen   

Kat. Mannschaft/Verein/Team/Club
Bobteam Clemens Bracher (Wasen), Bob   
Korbballteam NLA Herren TV Madiswil   
Schützengesellschaft Heimisbach   
Von der Jury nominiert, aber nicht unter den Podestklassierten:
Hornussergesellschaft Lueg   
Hornussergesellschaft Wasen-Lugenbach A   
Regio Volleyteam 1. Liga Herren   
Skating Club Huttwil, Team «Snowflakes»   
Sportverein Sumiswald, 3. Liga Herren

Kat. Nachwuchs
Christen Lara (Huttwil), Eishockey   
Hulliger Michelle (Ramsei), Sportklettern  
Rutschmann Micha (Huttwil), Leichtathletik
Von der Jury nominiert, aber nicht unter den Preisgewinnern:
Bütikofer Sophie (Rohrbach), Leichtathletik
Reinbold Marc (Rohrbach), Karate   
Staub Severin (Melchnau), Schwingen   
Steffen Fabian (Altbüron), Leichtathletik   
Zehnder Shaienne (Walterswil), Ski Alpin    

Kat. Nachwuchsförderung
2017 keine Vergabe   

Hinweis: Alphabetische Auflistung. Rangierung wird am Ehrungsabend bekanntgegeben.

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