• Die Langenthalerin Nicole Egger startete am gleichen Tag am Buchsilauf und am Luzerner Stadtlauf – und glänzte in beiden Rennen. · Bild: Stefan Leuenberger

05.05.2017
Sport

Spätzünderin Nicole Egger trotz Doppelstart mit souveränem Sieg

Luzerner Stadtlauf – Am traditionellen Fondue­essen hielt Kommandant Heinrich Grossenbacher Rückblick auf das Jahr 2011.

Laufsport · «Dies mag ich schlucken», antwortete die Langenthalerin Nicole Egger auf die Frage der Belastung wegen des samstäglichen Doppelstarts. Die 1985 geborene Langenthalerin trat am Nachmittag erst am Buchsilauf in Herzogenbuchsee über 10,2 Kilomter und anschliessend am Abend am Luzerner Stadtlauf über 3,9 Kilometer an. «Ich habe dies schon im Vorjahr getan und keine Probleme gehabt», erklärte Egger. Die 32-Jährige ist eine Laufsport-Spätzünderin. Erst vor wenigen Jahren hat sie ihre Liebe zum Laufen auszuleben begonnen. Und in kurzer Zeit hat die Vielstarterin gewaltige Fortschritte und Erfolge erzielt. Bereits nennt sie mehrere SM-Medaillen ihr eigen. Die Lehrerin und Psychologie- Studentin zeigte auch bei ihrem Doppelstart Herzogenbuchsee/Luzern 2017 eine Topleistung. Erst wurde die leidenschaftliche Jasserin am Buchsilauf hinter der unantastbaren Spitzenläuferin Martina Strähl – eine Teamkollegin bei der LV Langenthal – glänzende Tageszweite im Hauptlauf.

Gewaltiger Vorsprung
Die Krönung folgte gut vier Stunden später am Luzerner Stadtlauf. Mit einer Laufzeit von 13:28 Minuten lief sie in der F30-Alterskategorie (Jahrgänge 1978 bis 1987) allen Konkurrentinnen davon. Oder etwas brutaler ausgedrückt: Die Gegnerinnen wurden seziert. Die zweitschnellste Läuferin kam erst eine Minute nach Nicole Egger ins Ziel. Bei einer so kurzen Laufdistanz eine halbe Ewigkeit. Und Egger glänzte auch im Gesamtklassement. Nur die im Schnitt zehn Jahre jüngeren F20-Podestklassierten Priska auf der Maur (Basel),  Flavia Stutz (das Ausnahme-Lauftalent aus Ufhusen) sowie  Fiammetta Troxler (Zürich) waren einige Sekunden flinker unterwegs. «Sobald sich mein Körper meldet, dass er mit der Belastung überfordert ist, werde ich auf ihn hören. Ich mag den Laufsport aber enorm gerne und fühle mich glänzend», meinte Egger.

Auszug aus der Rangliste: Männer Nachwuchs­elite (19 Klassierte): 1. Furi Binyam, Kehrsatz, 7:20,8; 2. Yan Volery, Bulle, 7:24,8; 3. Yves Florent Cornillie, LR Gettnau, 7:25,1; 19. Louis Cornillie, LR Gettnau, 8:05,0.– Frauen, Jg. 1988 bis 1999 (103): 1. Priska Auf der Maur, Basel, 13:06,0; 2. Flavia Stutz, Ufhusen, 13:12,5; 3. Flametta Troxler, Zürich, 13:20,9; 17. Jasmin Krügel, LR Gettnau, 15:59,9; 21. Nadja Christen, LR Gettnau, 17:26,3. – Frauen, Jg. 1978 bis 1987 (67): 1. Nicole Egger, Langenthal, 13:28,8; 2. Lisa Gubler, LC Uster, 14:31,4; 3. Lina-Kristin Schink, Zürich, 14:36,8; 15. Irma Meier, STV Zell, 16:59,8. – Frauen, Jg. 1968 bis 1977 (66): 1. Barbara Jurt, LA Nidwalden, 13:59,7; 2. Edith Steinmann, Ufhusen, 14:48,8; 3. Nicole Lütolf, Ennetmoos, 15:21,9; 12. Anna Rellstab Gfeller, Sumiswald, 16:56,5. – Frauen, Jg. 1958 bis 1967 (100): 1. Judith Aregger, LR Gettnau, 15:02,3; 2. Vreni Amrein, Buttisholz, 15:19,0; 3. Daniela Kaiser, Oberdorf, 17:23,0. – Männer, Jg. 1988 bis 1999 (86): 1. Stefan Lustenberger, Kriens, 17:08,8; 4. Simon Schüpbach, LR Gettnau, 18:29,5; 5. Lukas Arnold, LR Gettnau, 19:13,3; 29. Yannick Trachsel, STV Zell, 21:05,0; 47. Marc Nägeli, Lützelflüh-Goldbach, 22:41,4; 52. Mario Stöckli, STV Zell, 23:12,3. – Männer, Jg. 1978 bis 1987 (74): 1. Sven Marti, LA Nidwalden, 17:43,6; 28. Elmar Steiner, STV Zell, 22:17,7. – Männer, Jg. 1968 bis 1977 (98): 1. Manfred Jauch, Altdorf UR, 18:09,1; 43. Bruno Andreas Hess, Ufhusen, 24:00,9. – Männer, Jg. 1958 bis 1967 (100): 1. Flavio Rieder, Seelandsempach.ch, 18:45,0; 2. Isidor Christen, LR Gettnau, 19:18,0; 3. Guido Häfliger, Oberkirch LU, 19:40,8; 56. Fritz Siegenthaler, Affoltern i.E., 26:07,0.

Von Stefan Leuenberger

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