• Denkwürdiger Spatenstich in Luthern für ein Mehrfamilenhaus und für das neue Feuerwehrmagazin Hof. · Bild: Pius Häfliger

05.07.2017
Luzerner Hinterland

Spatenstich für das Bauprojekt Hof

Baustart für das Projekt Hof: Nach dem Abbruch der alten Gebäude im Dorfkern neben dem Schulhaus wird hier dank einem Investor eine Überbauung mit einem neuen Feuerwehrmagazin, einem Werkhof der Gemeinde sowie acht Wohnungen entstehen.

Luthern · Der Spatenstich sei der Auftakt eines für die Gemeinde wichtigen Vorhabens, welche auch eine interessante Vorgeschichte aufweise, stellte Lutherns Gemeindepräsident Alois Huber bei der Begrüssung der anwesenden Vertreter der Gemeinde, der Planer und der am Bau beteiligten Firmen fest. Die Gemeinde Luthern hatte im Jahr 2006 das 1900 Quadratmeter gros-se Grundstück Hof gekauft mit der Absicht, später einmal ein neues Feuerwehrmagazin sowie einen Werkhof zu bauen. Denn die jetzigen Räume sind zu klein, sodass viele Geräte an verschiedenen Standorten gelagert werden müssen. Weil das Grundstück neben dem geschützten Dorfkern liegt, erlaubte der kantonale Denkmalschutz aber kein hallenartiges Gebäude. So kam man auf die Idee einer gemischten Nutzung. Doch Wohnungen zu bauen erlaubten die Finanzen der Randgemeinde nicht, denn es musste von Baukosten von fünf Millionen ausgegangen werden. So machte sich der Gemeinderat auf die Suche nach einem Investor, den man schliesslich in der Person von Walter Schär, Besitzer der gleichnamigen Holzbaufirma in Altbüron, fand. So wird nun die Schär Holzbau AG die Finanzierung und den Verkauf der Wohnungen übernehmen. Die Gemeinde wird sich für 1,7 Millionen Franken am Bau des Feuerwehrmagazins und des Werkhofes beteiligen und diese Teile des Baus dann im Stockwerkeigentum übernehmen.

Mit einem Leuchtturm beginnen
Gemeinderat Heini Walthert erklärte beim Baustart, dass heute mit einem Leuchtturm begonnen werde, dem aber schon einiges voraus gegangen sei. Vor fast zwei Jahren hätte er zum ersten Mal Kontakt mit Walter Schär gehabt, der das Projekt und die Herausforderungen der Zusammenarbeit nicht nur mit der öffentlichen Hand, sondern auch in finanziellen Hinsicht spannend fand. Ein hoch motiviertes Team, das auch an den Erfolg geglaubt habe, sei dann zusammengestellt worden um das Projekt zu planen. Mehrere Male sei man auch in Luzern gewesen, um die kantonalen Dienststellen zu überzeugen. Mit der Denkmalpflege hatte man sich bald einigen können. Mehr Probleme gab es wegen dem Gewässerschutz, was dann auch das Projekt verzögerte. Heini Walthert erklärte, dass der mehrgeschossige Holzbau aus einheimischem Holz aus der waldreichen Gemeinde Luthern sicher auch über die Gemeindegrenzen ausstrahlen werde. Zudem freue er sich, dass auch die ein- heimischen Handwerker am Bau beteiligt werden.
Walter Schär erklärte, dass dieser Bau eine Chance sei, eine alte Idee an einem neuen Ort zu realisieren. So hätten auch an anderen Orten, wie zum Beispiel im Bregenzer Wald, dank ähnlichen Partnerschaften erfolgreich viele gute zukunftsweisende Projekte verwirklicht werden können. Er meinte, dass aber der Fünfliber zwei Seiten hätte. Die Zahl bedeute, dass auch das Finanzielle stimmen müsse und er hoffe, dass die Wohnungen auch verkauft werden können. Der Kopf stehe für die beteiligten Personen in der Hinterländer Region, was heisse, dass sie innovativ, entschlussfreudig, weitsichtig und offen seien und auch die Herausforderungen annehmen würden. Alois Huber bemerkte, dass die Bevölkerung des Tales sich freue, dass nun mit dem Projekt gestartet werde – ein Projekt, das nicht nur das Dorf aufwerten werde, sondern sicher auch über die Gemeindegrenzen Beachtung finde. Zudem sei dies auch wieder ein weiterer Schritt im Kampf gegen die Abwanderung aus der Napfgemeinde. Eine intakte Natur, die viel Lebensqualität biete, ebenso wie ein attraktives Schulangebot.
Der Gemeindepräsident hielt fest, dass Luthern nach dem jüngsten kantonalen Entscheid auch in Zukunft die Oberstufenklassen selber führe. Dies seien nur einige der vielen Vorteile, die heute das Luthertal auch als Wohngemeinde bieten würde.

Von Heini Erbini

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