• Das NLA-Team Wasen-Lugenbach A in der Meisterschaft 2017: Stehend (von links): Rolf Hess, Christoph Haslebacher, Andreas Keller, Clemens Bracher, Patrick Jaun, Benz Röthlisberger, Daniel Schmutz, Mario Rentsch, Samuel Haslebacher, Jakob Rentsch, Thomas Haslebacher, Andreas Flückiger, Stefan Krall, Markus Gerber, Samuel Röthlisberger. Sitzend: Maja Röthlisberger, Reto Haslebacher, Jürg Boss, Simon Leuenberger, Sandra Mathys, Beat Dellenbach, Bruno Haslebacher, Swen Schütz, Daniela Schaffner. · Bild: zvg

07.04.2017
Sport

Wasen-Lugenbach A mit Exploit in Jubiläumssaison?

Vorschau 25. Schweizermeisterschaft 2017 – Gleich 47 Gesellschaften aus der Region nehmen an der Jubiläums-Schweizermeisterschaft teil. Die HG Wasen-Lugenbach A hat die Voraussetzungen, um in der höchsten Spielklasse weit vorne mitzumischen.

Hornussen · Die Hornussermeisterschaft feiert Geburtstag. Bereits seit 25 Jahren gibt es das Kräftemessen in der typisch Schweizerischen Sportart. 248 Teams in sieben Ligen treten zur Jubiläumsmeisterschaft 2017 an. Gleich 47 Teams stammen aus dem Verteilgebiet dieser Zeitung.
Die höchste Spielklasse umfasst wie immer 16 Gesellschaften. Heimiswil-Berg A (nimmt die 23. Saison in der NLA in Angriff) und Wasen-Lugenbach A (nimmt die 13. Saison in der NLA in Angriff) sind wie im Vorjahr die beiden regionalen Gesellschaften in der höchsten Liga. Zu den Titelkandidaten zählen beide Formationen nicht. Der Titelgewinn wird zwei Gesellschaften am meisten zugetraut: Rekordmeister und Titelverteidiger Wäseli (10 Meistertitel) und Höchstetten (3 Meistertitel). Aussenseiter-Chancen besitzt Bern-Beundenfeld (4 Meistertitel). In 25 Jahren ist der Schweizermeistertitel im Hornussen noch nie im Emmentaler Hornusserverband gelandet.  Ein fast unglaublicher Fakt. Und in 25 Jahren hat es erst vier NLA-Podestplätze von regionalen Gesellschaften gegeben: Heimiswil-Berg (Silber 1993 und Bronze 1999 sowie 2001) und Wasen-Lugenbach A (Silber 2013).

Wasen-Lugenbach A ist bereit
Ob Wasen-Lugenbach A gleich den Meistertitel ins Auge fassen kann, ist fragwürdig. Das Team muss sich erst finden, hat es doch eine einschneidende Veränderung erlebt. Spielführer Rolf Hess übergab nach sechs erfolgreichen Jahren (darunter der Vizemeistertitel 2013 und das Fest-Double 2016) sein Amt an den Team-Langschläger Simon Leuenberger. Dieser hat die grandiose Arbeit von Hess nicht über den Kopf geworfen, sondern mit seinen Einflüssen verfeinert. Zu was es für die HG Wasen-Lugenbach, welche am 14. Juli 2000 aus der HG Wasen und der HG Lugenbach-Hornbach entstand, reicht, wird sich zeigen. Die erste Mannschaft der aktuell 84 aktive  Hornusser, 11 Schiris und 17 Nachwuchshornusser zählenden Gesellschaft musste in der Meisterschaft 2016 mit dem 8. Rang einen herben Dämpfer einstecken. Die «Stehaufmännchen» zeigen aber eine famose Reaktion. In der zweiten Saisonhälfte holte sich Wasen-Lugenbach A das Fest-Double – den Gewinn des Verbandsfest in Niederhünigen und den Gewinn des «Interkantonalen» auf dem Huttu-Bärg – und damit einen Eintrag in die Vereinchronik.  Wasen-Lugenbach A konnte auf die Spielzeit 2017 hin einen enorm wichtigen Zuzug tätigen. Jürg Boss, der 2012 zur HG Wäseli wechselte, ist bei seinem Stammverein zurück. Der 36-jährige Langschläger wird viele wichtige Punkte sammeln. Die zweite ganz besondere Erscheinung im Team 2017 ist bereits eine Hornusser-Legende. Jakob «Köbu» Rentsch steht auch mit bald 65 Jahren als Fixum in der NLA-Equipe von Wasen-Lugenbach A. Die Vorsaison verlief für Wasen-Lugenbach A vielversprechend. Die drei Testspiele gegen Oeschenbach-Kleindietwil A, Recherswil-Kriegstetten A und Belp A konnten allesamt gewonnen werden.   

Heimiswil-Berg A mit drei Zuzügen
Die zweite regionale NLA-Formation Heimiswil-Berg A erreichte 2016 den starken 6. Rang. Die «Bergler» blicken ebenfalls auf eine starke Vorbereitung zurück. Ohne Nummern hätte Heimiswil-Berg ebenfalls alle Testpartien gewonnen. Ende März konnte der Sieg am heimischen Emmenmatch vor fünf anderen Gesellschaften gefeiert werden. Heimiswil-Berg A verzeichnete drei Neuzuzüge.

Sieben regionale NLB-Gesellschaften
In der zweithöchsten Liga spielen 32 Gesellschaften, davon sieben aus der Region. Gespannt darf man auf die Aufsteiger Eriswil A und Oeschenbach-Kleindietwil A sein.

Von Stefan Leuenberger

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