• Zwei abtretende und zwei neue Hauswarte zusammen mit ihrem Chef (von links): Raisam Rodriguez, Ulrich Schütz, Anton Rauch, Rudolf Bühler und Martin Leiser. · Bild: ljw

10.03.2017
Huttwil

Zwei langjährige Hauswarte übergeben ihre Schlüssel

Zwei Huttwiler Hauswarte gehen fast gleichzeitig in Pension: Nach 22 Jahren Rudolf Bühler, der die Anlage Hofmatt, die Turnhalle Dornacker, die Musikschule Salze und den Kindergarten Städtli betreute, und Ulrich Schütz, der für das Städtli-Schulhaus, die Schule Nyffel, das Berufsschulhaus und die Schulräumlichkeiten an der Marktgasse zuständig war. An ihre Stelle treten Martin Leiser und Raisam Rodriguez.

Rudolf Bühler hat die Verabschiedungen bereits hinter sich; der 28. Februar war offiziell sein letzter Arbeitstag. Werkhof, Schule, Lehrerschaft und vor allem die Schülerinnen und Schüler der Oberstufenschule Hofmatt bereiteten ihm in verschiedenen Anlässen ein grandioses «Adieu»: «Es war bombastisch, genial, eine riesige Überraschung», blickt er im Gespräch mit dem «Unter-Emmentaler» zurück. Ein Beweis, wie gut ihn Schülerschar und Lehrerschaft mochten – und er sie.
Echte Schwierigkeiten habe er mit den Jugendlichen kaum je gehabt, erzählt der scheidende Hauswart. Streiche und hie und da ein bisschen Übermut würden dazu gehören.
Zuweilen begleitete er Schulreisen und Exkursionen; «Das war toll; dabei habe ich viele Schülerinnen und Schüler von einer ganz anderen Seite her kennen gelernt – und sie mich ebenfalls.» Seine Arbeit blieb im Grundsatz 22 Jahre lang dieselbe; äusserlich gab es aber diverse Anpassungen. Unter anderem wurde die Zuständigkeit für die Umgebungspflege den Werkhofmitarbeitenden übertragen; er übernahm dagegen die Turnhalle Dorn­acker und den Kindergarten Städtli.
So sehr er seine Arbeit mochte: «Ohne meine Frau Therese hätte ich das nie geschafft.» Sie hatte ihre Tätigkeit in der Hofmatt-Schule noch vor ihm aufgenommen, und sie bleibt auch noch ein bisschen länger: Therese Bühler geht per Ende Juni dieses Jahres in Pension.
Wie Ruedi Bühler den neuen Alltag gestalten will, weiss er noch nicht konkret. «Afe zersch ufhöre», meint er. Dann werde er sich wohl vermehrt dem Velofahren widmen und seiner Malerei. «Aber die Staffelei steht noch nicht im Feld.»
Auf den Tag genau 30 Jahre lang war Ulrich Schütz im Städtli-Schulhaus und in Nyffel tätig. Auch er habe eine sehr schöne Zeit mit den Kindern gehabt, blickt er zurück. Mit viel Freude habe er jeweils die Skilager begleitet. «Da waren die Kinder so anders, die Lehrerschaft ebenfalls. Wir hatten immer grossen Spass.»
Auch im Städtli-Schulhaus gab es im Laufe der Jahre viele Änderungen. Manche betrafen den Hauswart mehr, manche weniger. Darauf angesprochen, meint Ulrich Schütz lachend: «Früher wurden mir recht oft Pulte in den Keller gestellt, die ich reparieren musste. Seit die 7. bis 9. Klassen im Hofmatt-Schulhaus unterrichtet werden, kommt dies nur noch selten vor.»
Seine Arbeit in den Schulhäusern war nicht gerade ein Sonntagsspaziergang. 16 Jahre lang, während mehr als der Hälfte seiner Dienstzeit, wurde im Schulhaus Städtli gebaut. Staub und Schmutz forderten viele zusätzliche Reinigungen, und nicht selten wurden die Bauarbeiten während den Sommerferien ausgeführt, was die Jahresreinigung stark erschwerte.
Ulrich Schütz geht per Ende März in Pension. Auch er wird die Hände nicht «in den Schoss» legen. Unter anderem möchte er sich vermehrt dem Hunde­sport mit seinem Malinois widmen. «Aber alles andere ist noch offen.»

Ein toller Chef
Seit zehn Jahren sind die Hauswarte der Schulen Huttwil dem Werkhof-Chef Anton Rauch unterstellt. Eine Zeit, auf die Rudolf Bühler und Ulrich Schütz gerne zurückblicken: «In Toni hatten wir einen zuverlässigen Rückhalt. Es war toll, mit ihm zusammenzuarbeiten.»
An die Stelle von Rudolf Bühler ist Martin Leiser getreten. Der gelernte Sanitär-Spengler- und Heizungsmonteur hat seine Arbeit als neuer Hauswart per 1. Februar angetreten. Er bringt viel praktische Erfahrung mit, hatte unter anderem auch als Storenbauer und in diesem Bereich als Prüfungsexperte VSN gearbeitet.
Im Schulhaus Städtli, in Nyffel und im Berufsschulhaus hat Raisam Rodriguez, ebenfalls am 1. Februar, die Arbeit aufgenommen. Vorher war er im Forum Sumiswald als Hauswart und Bademeister tätig. Der gebürtige Kubaner hatte den Beruf als Automobilmechatroniker erlernt und anschliessend das Rettungsschwimmer-Brevet erworben. Regelmässigere Arbeitszeiten und die Nähe zu seiner Familie mit den zwei Kindern haben ihn dazu bewogen, die neue Stelle anzunehmen. Der erste Monat in der Schule Huttwil habe ihm ausgezeichnet zugesagt: «Es gefällt mir sehr und bereitet mir viel Freude, mit den Kindern zusammenzuarbeiten.»

Von Liselotte Jost-Zürcher

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