• Der neue Gemeinderat ist gewählt. Von links: Lukas Zimmermann (SP), Thomas Meyer (EDU), Niklaus Schütz (SVP), Christine Beer (SVP), Martin Friedli (EDU), Jürg Reist (SVP) und Bernhard Stucki (SVP). · Bilder: Marion Heiniger

  • Still gewählt: Martin Friedli stellte sich als einziger Kandidat der «Interessengemeinschaft Gemeindepräsidium» zur Wiederwahl zur Verfügung.

26.11.2024
Emmental

Alle Bisherigen wiedergewählt

Der Sumiswalder Gemeinderat ist gewählt. An der Sitzverteilung der Parteien hat sich nichts verändert. Die SVP behält vier Sitze im Gemeinderat, die EDU ihre zwei und die SP wiederum einen Sitz.

Sumiswald · «Es freut mich, dass die vier Bisherigen wieder in den Gemeinderat gewählt wurden, es freut mich auch, dass wir mit Niklaus Schütz und Jürg Reist nun zwei Vertreter aus Wasen dabei haben», erklärte der Sumiswalder Gemeindepräsident Martin Friedli (EDU) an der Pressekonferenz anlässlich der Gemeindewahlen. Mit 40,26 Prozent war die Stimmbeteiligung leicht tiefer als noch vor vier Jahren, als 43,4 Prozent der Stimmberechtigten die Mitglieder des Gemeinderats an der Urne wählten. Keine Überraschung gab es bei der Sitzverteilung. Die SVP konnte mit gesamthaft 4633 Parteistimmen ihre vier Sitze im Gemeinderat halten. Nur knapp einen zweiten Sitz verpasst hatte hingegen die SP. Sie behält mit 1933 Parteistimmen weiterhin einen Sitz. Dieser Umstand kam der EDU zugute, die mit 1035 Stimmen ihren zweiten Gemeinderatssitz neben dem stillgewählten Gemeindepräsidenten ebenfalls verteidigen konnte. An der Spitze der Einzelresultate stehen vier SVP-Kandidaten und die Kandidatin. Dabei erzielte Niklaus Schütz (bisher) mit 860 Stimmen das beste Resultat. Gefolgt von Christine Beer (bisher) mit 852 Stimmen, Jürg Reist (neu) mit 800 Stimmen und Bernhard Stucki (bisher) mit 767 Stimmen. Lukas Zimmermann (bisher) kandidierte erneut für die SP und erhielt gesamthaft 595 Stimmen. Für die EDU machte mit 269 Stimmen Thomas Meyer (neu) das Rennen. Die Nachsicht hatten die Freien Wähler Sumiswald-Wasen (FWSW), Kandidatin Renate Hess erhielt zwar mit 578 Stimmen ein gutes Ergebnis, der Partei selbst jedoch reichte es mit 874 Stimmen nicht für einen Ratssitz. Ebenso erging es Andreas Sommer (230 Stimmen), der für «Aufrecht» in den Wahlkampf zog, die Partei erreichte lediglich eine Stimmenanzahl von 396. Bereits im Oktober wurde der amtierende Gemeindepräsident Martin Friedli (EDU), der sich als einziger Kandidat der Interessengemeinschaft Gemeindepräsidium zur Wiederwahl stellte, im stillen Wahlverfahren als gewählt erklärt.

Herausforderungen für die nächste Legislatur
Als grosse Herausforderungen für die kommende Legislatur werde den Gemeinderat der hohe Investitionsbedarf beschäftigen, erklärte der Gemeindepräsident. So werde sie die Schulraumplanung, das Forum und als flächenmässig drittgrösste Gemeinde im Emmental auch der Unterhalt des 170 Kilometer umfassenden Strassennetzes auf Trab halten. Wichtig sei dem Gemeinderat, erwähnte Martin Friedli mit Nachdruck, dass dabei die Steuern nicht erhöht werden. Gemeinderat Fritz Lehmann, der sich für die kommende Amtsdauer nicht mehr zur Wiederwahl stellte, würdigte die grosse Parteiarbeit im Zusammenhang mit den Wahlen, die es den Stimmberechtigten ermöglichte, zwischen gesamthaft 19 Kandidatinnen und Kandidaten (sieben Frauen und zwölf Männer) aus Wasen und Sumiswald auszuwählen. Neu im Gemeinderat Einsitz nimmt für die EDU Thomas Meyer. «Als Firmeninhaber bringe ich unternehmerisches Denken mit in den Gemeinderat. Mir ist aber als Vater von schulpflichtigen Kindern auch die Schule sehr wichtig», erklärte der 48-Jährige. Ebenfalls neu in den Gemeinderat gewählt wurde Jürg Reist (SVP). «Ich bringe Bodenständigkeit mit in den Gemeinderat», erklärte der Wirt des Restaurants Alpwirtschaft Hinterarni. Einsetzen möchte er sich im Gemeinderat daher auch für die Randregionen, deren Anliegen er sehr gut kenne.

Die Parteien sind zufrieden
Zufrieden zeigten sich auch die Parteipräsidentinnen und der Parteipräsident. «Wir konnten sehr erfahrene Kandidierende aus allen Schichten zur Wahl stellen, das hat uns geholfen, die nötigen Stimmen zu holen», erklärte SVP-Präsident Heinz Jenni. Anna Kaeser, Präsidentin SP, ist zufrieden, dass die SP bereits drei Legislaturen hintereinander einen Sitz im Gemeinderat halten konnte. Ebenfalls zufrieden, den Sitz halten zu können, zeigte sich Barbara Maurer, Präsidentin der EDU. «Da wir dieses Jahr Anteile verloren haben, müssen wir uns aber Gedanken machen, wie wir bei den nächsten Wahlen in vier Jahren vorgehen wollen.»

Gemeindewahlen Sumiswald, gewählte Gemeinderäte und Gemeinderätin: Niklaus Schütz (SVP, 860 Stimmen); Christine Beer (SVP, 852 Stimmen); Jürg Reist (SVP, 800 Stimmen); Bernhard Stucki (SVP, 767 Stimmen); Lukas Zimmermann (SP, 595 Stimmen); Thomas Meyer (EDU, 269 Stimmen).
Parteistimmen: SVP, 4633 Stimmen (52,23 Prozent); SP, 1933 Stimmen (21,79 Prozent); EDU, 1035 Stimmen (11,67 Prozent); Freie Wähler, 874 Stimmen (9,85 Prozent); Aufrecht, 396 Stimmen (4,46 Prozent).
Nicht gewählt wurden: SVP: Ulrich Kühni (720 Stimmen); Gisela Wiedmer (442 Stimmen). SP: Kathrin Sommer (342 Stimmen); Werner Schwarz (336 Stimmen); Franziska Hänni (326 Stimmen); Sebastian Aeberhardt (287 Stimmen). EDU: Peter Hofer (213 Stimmen); Jrène Sommer-Bühler (153 Stimmen); Melanie Gehring (131 Stimmen); Bruno Reinhard (128 Stimmen); Martino Hirschi (115 Stimmen). FWSW: Renate Hess (578 Stimmen). Aufrecht: Andreas Sommer (230 Stimmen).

Wahlbeteiligung: 40,26 Prozent

Von Marion Heiniger