Sämtliche Mitmachenden auf dem Eis am speziellen Schaulaufen «Soundcoach trifft Eiskunstlauf» des Skating Clubs Huttwil. · Bilder: Simon Rossier, Stefan Leuenberger
Das besondere Schaulaufen begeisterte
Das Eislaufen zu Livegesang war ein voller Erfolg. Das 18 Darbietungen umfassende Schaulaufen des 25-jährigen Skating Clubs Huttwil unter dem Motto «Soundcoach trifft Eiskunstlauf» war eine Besonderheit und ein grosser Publikumserfolg.
«Soundcoach trifft Eiskunstlauf» in Huttwil · «Ich finde diese Idee, Livegesang und Eislaufen zu vereinen, einfach genial. Die Umsetzung hat mir ausgezeichnet gefallen. Ich hatte konstant Hühnerhaut», lobte die Eriswilerin Elisabeth Bieri das während des Schaulaufens am Sonntagnachmittag in der Huttwiler Eishalle während zwei Stunden Gezeigte. Elisabeth Bieri amtete während der ersten elf Jahre als Präsidentin des im September 2000 gegründeten Skating Clubs Huttwil und gilt als Identifikationsfigur.
Ein besonderes Geburtstagsgeschenk
Aufgrund des 25-jährigen Bestehens des Huttwiler Eislaufvereins wurde für das alljährliche Schaulaufen im März ein ganz spezielles Programm einstudiert. Die Eisläuferinnen und Eisläufer spannten mit dem Langenthaler Unternehmen «Soundcoach» zusammen. Von dieser Musikschule übernahmen Gesangstalente das Livevortragen der für die Eislaufdarbietungen gewählten Songs. «Die Zusammenarbeit mit Hanspeter Walther und den Talenten von Soundcoach war einfach super», freute sich Schaulaufen-OK-Chefin Vanessa Röthlisberger. «Wir wollten mit dem Eislaufen zu Livegesang zum 25-jährigen Bestehen unseres Vereins etwas Besonderes anbieten, etwas, was sich von unserem alljährlichen Auftritt vor Publikum unterscheidet. Und genau dies ist uns gelungen. Ich erhielt viel Lob von begeisterten Besucherinnen und Besuchern», sagte eine glückliche Röthlisberger, die gemeinsam mit Janine Walther humorvoll durch das Programm führte. Den ganzen Winter über hatten die Protagonisten für dieses kleine Huttwiler «Art on Ice» geübt.
18 Darbietungen mit Gesang und Eislaufkunst
In 18 Darbietungen wurde dem oft rhythmisch mitklatschenden Publikum die ganze Stilbreite des Huttwiler Eislaufsports aufgezeigt. Vom blutigen Anfänger bis hin zur grazilen Eisläuferin war alles vertreten. Während des Schaulaufens standen mehrere Generationen auf dem Eis, so beispielsweise auch bei der Darbietung des Erwachsenenkurses. Die Show wurde vom einstigen Vereinsaushängeschild eröffnet. Die heutigen «Snowflakes Oldies» zeigten, dass sie immer noch gut im Schuss sind. Anschliessend wechselten sich Solo-, Duo- oder Teameislaufdarbietungen ab. Zusätzlich Farbe ins Spiel brachten die herrlich bunten Kostüme. Den «Jöh»-Effekt auf sicher hatten die Kleinen des Kinderkurses, die zum Hit «Dance Monkey», interpretiert von Alessia Oswald, als quirlige Äffchen auf dem Eis herumkurvten. Der eine oder andere Sturz machte die Darbietung noch sympathischer.
Eislauf- und Gesangsperlen
Den sportlich gehaltvollsten Beitrag zauberte die seit neun Jahren den Eislauf ausübende Sina Sägesser auf die rutschige Unterlage. Die Schwarzenbacherin beeindruckte mit Sprüngen und Pirouetten. Gerade die ruhigen Programmsequenzen, sowohl gesanglich wie auch eistänzerisch, wussten zu gefallen. Anna Nyffenegger aus Schwarzenbach war zum Justin-Bieber-Hit «Baby», intoniert von Kinga Pávolics, schlicht rührend. Die seit drei Jahren wieder an Wettkämpfen startende 12-köpfige Synchronized-Skating-Formation «Snowdrops» überzeugte zur Shakira-Filmmusik «Try everything». Die nicht ganz so einfach abzustimmende Eishallen-Beschallungsanlage tönte besonders rein, als die Huttwilerin Lynne Flückiger den Song «A Million Dreams» aus dem Musical «The Greatest Showman» intonierte. Ein besonderer Genuss waren aber auch die Darbietungen von Rapper Laurin Derungs und Elias Katassou, die beide bei der grossen deutschen Fernsehshow «The Voice Kids» für Furore sorgten. Das Duett zum Song «Minefields» von Sue und Dave Marmet wies ebenso hohe Qualität auf wie die gesungenen Hits «Watergun» (Schweizer Eurovision Contest Song 2023) oder «Ordinary» (Alex Warren), die der «Soundcoach»-Chef Hanspeter Walther persönlich vortrug. Am Ende kamen zum Bonnie-Tyler-Hit «Holding out for a hero» alle Heldinnen und Helden auf Kufen noch einmal auf das Eis und bedankten sich beim Publikum. «Wir verzeichneten enorm viele Zuschauende, was uns stolz macht. Sämtliche Tombolalose konnten verkauft werden. Zusammen mit der Kollekte haben wir trotz des kostenlosen Eintritts einen Batzen für die Vereinskasse erwirtschaften können», freute sich OK-Präsidentin Vanessa Röthlisberger.
Von Stefan Leuenberger