• Die zahlreichen Essensstände boten ein breit gefächertes Essensangebot, das für alle Geschmäcker etwas bieten konnte.

  • Ein Blick auf den Wuhrplatz zeigt das vielfältige Angebot mit verschiedenen Verkaufs- und Essensständen. · Bilder: Leroy Ryser

  • Rock und Space-Gospel – die Berner «Honshu Wolves» leiteten am Freitagabend kurz nach sieben Uhr den Konzertabend ein.

19.08.2025
Langenthal

Das «Wupf» hat sein Comeback gefeiert

Bei hervorragenden «Ausgeh»-Temperaturen hat am vergangenen Wochenende das Wuhrplatzfest sein Comeback gefeiert. Nachdem im letzten Jahr die Durchführung kurz vorher abgesagt werden musste, ging die Ausgabe 2025 mit einem veränderten Konzept über die Bühne.

Mario Salas, Mitglied vom Organisationskommitee, gibt es ehrlich und direkt zu: «Wir haben auch in diesem Jahr immer mal wieder «gebibbert». Aber wir hatten ein breiter abgestütztes OK-Team und mehr Menschen, die am Karren gezogen haben», erklärt er. Noch im letzten Jahr hat das ein bisschen weniger gut geklappt, musste doch das «Wupf» nur einen Monat vor der Durchführung abgesagt werden. Auch heuer habe man die gleichen Probleme erlebt, diesmal aber konnten diese besser gelöst werden. «Letztlich fehlen immer freiwillige Helfer. Menschen, die mitanpacken, obwohl sie hier natürlich nichts verdienen», erklärt Salas weiter. Im Jahr 2025 ist es aber beim «Bibbern» geblieben, sodass er kurz nach dem Start des Events auch Freude zeigen konnte: «Noch bin ich etwas nervös», sagte er am Freitagabend wenige Minuten vor sieben Uhr, «aber ich bin erfreut, wie es aussieht und dass wir es geschafft haben, das Wuhrplatzfest wieder durchführen zu können.»

Belebende Konkurrenz
Belohnt wurden die Organisatoren beispielsweise von Petrus. Dieser hatte für das Mitte-August-Wochenende hervorragendes Wetter eingeplant, welches viele Menschen in Langenthals Gassen von Marktgasse bis Wuhrplatz lockte. Dass ausgerechnet an diesem Abend, auch in der Marktgasse, ein anderer Anlass durchgeführt wurde, könne indes auf verschiedene Arten beurteilt werden, erklärte Salas. «Für Langenthals Kulturlandschaft ist das hervorragend. Hier läuft etwas. Und vielleicht können wir uns gegenseitig sogar helfen und gemeinsam zusätzliche Menschen anlocken.» Natürlich habe die Doppelbelegung auf der Hauptachse auch weniger erfreuliche Punkte, vielleicht habe man auch ein bisschen um Gäste gekämpft, «aber dann müssten wir  noch über die Holzschnitzel-Party oder über das Gampelfestival diskutieren, und deshalb habe ich mit anderen Anlässen zur gleichen Zeit eigentlich kein Problem.» Und tatsächlich zeigten die beiden Anlässe in Langenthals Stadtkern vor allem eines: Wenn etwas geboten wird, lassen sich die Nachtschwärmer der Region durchaus anziehen. 

Neues Konzept mit zwei Eventtagen
Damit das gelingen konnte, wartete das Wuhrplatzfest heuer mit einem neuen Konzept auf. An zwei statt vier Tagen wurde viel Musik geboten, die auf zwei Bühnen präsentiert wurde. Eine befand sich auf dem Petanque-Platz, die andere just vor dem Unterstand bei der Langete. Rundherum säumten diverse Verkaufs- und Gastronomie-Stände sowie Tische und Stühle zum Verweilen, Essen und Trinken das Arrangement. Letzteres war auch möglich, weil sich in diesem Jahr mehr örtliche Gastronomen beteiligten und die Organisatoren unterstützten, anders als in anderen Jahren konnte so eispielsweise 
auch das «Chrämi» selbst Gäste empfangen. Ausserdem wurde am Samstagnachmittag mit einem Kinder-Flohmarkt, einem Handwerks-Märit oder einer Secondhand-Boutique auch noch ein zusätzlich unterhaltendes  Rahmenprogramm geboten, bis wieder reichlich Musik aus ganz unterschiedlichen Genres gespielt wurde. Und: wie schon in anderen Jahren war auch das Dampfbad an der Langete wieder im Angebot enthalten. Dann bleibt nur noch die Frage, ob sich der Aufwand für das OK-Team bis zuletzt auch gelohnt hat? «Für mich kommt dieser Moment meistens irgendwann zwischen 11 und 1 Uhr abends, wenn ich mit vielen Menschen mitten auf dem Wuhrplatz stehe, die Musik geniesse und viele lachende Gesichter sehe», sagt Mario Salas. Und dieser Umstand trat auch in diesem Jahr 
ein.

Von Leroy Ryser