• Ob sich Cornelia Wüthrich die Krone aufsetzen kann, wird sich am Samstag, 13. Mai, im Berner Kursaal zeigen. · Bild: Yanick Kurth

21.04.2017
Emmental

Die Krone ist zum Greifen nah

Am 13. Mai wird in Bern die schönste Bernerin gekürt. Ein Wörtchen mitreden will dabei auch die 23-jährige Cornelia Wüthrich aus Dürrenroth. Sie ist die einzige Kandidatin aus dem Verbreitungsgebiet des «UE», welche sich für die Wahl qualifiziert hat.

Dürrenroth · Am 13. Mai kämpfen sie im Berner Kursaal um den Titel der schönsten Bernerin. Dann wird eine der 14 Finalistinnen das Krönchen aufgesetzt bekommen. Die mit 175 cm gross gewachsene Cornelia Wüthrich erklärt ihre Gründe für die Teilnahme: «An einem Schönheitswettbewerb macht man nur mit, solange man noch jung ist.» Die Dürrenrotherin beschreibt sich als offener, freundlicher Mensch, der gerne auf andere zugehe, aber auch ehrgeizig sei. «Mit Zielen erreicht man einfach mehr im Leben», ist sie überzeugt.

Sportliche Kandidatin
In ihrer Freizeit ist die gelernte Pharma-Assistenten vielfach auf dem Pferd, dem Velo oder im Fitnesscenter anzutreffen. Sport bedeutet ihr viel. Angemeldet hat sich die 23-Jährige selber – vielfach wurde sie schon auf eine Teilnahme aufmerksam gemacht. Cornelia Wüthrich kennt auch die frühere Miss Bern aus dem Jahr 2005, Fabienne Kropf. «Mich hat eine Teilnahme schon längere Zeit gereizt, verlieren kann ich nichts – im Gegenteil, eher nur profitieren», sagt  Wüthrich. Um an den Wahlen teilnehmen zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen vorhanden sein, etwa die Mindestgrösse von 168 cm, das Alter muss zwischen 18 bis 25 Jahren liegen und die Kandidatinnen müssen ledig sein.

Kein Zickenkrieg
Im Januar dieses Jahres wurde sie zum Casting im «Du Théâtre», Bern, eingeladen. Einige Wochen später erhielt sie einen Telefonanruf mit der Mitteilung: «Herzlichen Glückwunsch, du hast es unter die 14 Finalistinnen geschafft.» Grosse Freude und Jubelsprünge bei Cornelia Wüthrich und ihrer Familie. Damit der Auftritt glanzvoll wird, muss regelmässig geprobt werden. Zurzeit seien es vor allem Choreografie-Proben. Auch Präsentationen, Sponsoring-Anlässe, diverse Fotoshootings und einen Film-Dreh hat die 23-Jährige bereits hinter sich. In Kürze werden die 14 jungen Bernerinnen an der Berner Frühlingsmesse BEA auf dem Laufsteg zu sehen sein. Jeden Mittwoch findet ein Lauftraining mit High-Heels statt. Einen Tag zuvor wird im Yoga hauptsächlich auf eine gute Körperhaltung hingearbeitet. «Jede von uns wünscht sich, den Titel zu gewinnen. Aber wenn es nicht klappt, dann bin ich auch nicht enttäuscht.» Auch einen möglichen Zickenkrieg sieht die Sportfanatikerin nicht: «Ich habe die anderen Frauen schon kennen gelernt, sie waren alle nett.»

Ausbildung zur Operations-Assistentin
Aufgewachsen ist die 23-Jährige auf einem Dürrenrother Bauernhof. Ihr Vater Martin Wüthrich war Gemeindepräsident in Dürrenroth. Die Ausbildung zur Pharma-Assistentin hat Cornelia Wüthrich in Langenthal absolviert. Danach schloss sie die Berufs-
matur ab. Zurzeit arbeitet sie als Arztsekretärin in Langenthal. Im Oktober dieses Jahres wird sie dann die Aus-bildung zur Operations-Assistentin beginnen.

Voten, Voten, Voten …
Das Voting per SMS läuft nun seit anfangs April. Zum zweiten Mal in der Geschichte der Miss-Bern-Wahlen steuert das öffentliche SMS-Voting 50 Prozent der Stimmen für die Entscheidung bei, während die Jurystimmen die anderen 50 Prozent beitragen. In der Jury sitzen der Spitzensportler Carlos Lima, die aktuelle Miss Bern Jessica Bagutti, die ehemalige Miss Schweiz Alina Buchschacher, Fotograf Werner Tschan und die Verkaufsleiterin der Emil Frey AG, Beatrice Gass. Durch die Wahl führen werden Michelle Bernhard, Moderatorin bei «Tele Bärn» und der Vizedirektor der UBS, Steve Krähenbühl.
Wer für die Dürrenrotherin abstimmen will, kann eine SMS mit dem Kennwort «Miss14» an die Nummer 9234 schicken. Ein SMS kostet 90 Rappen. Mit dem Code «MYMISS» kann man sogar sechs Stimmen mit nur einem SMS abgeben. Kostenpunkt hier: fünf Franken. Bis am Vortag um 18 Uhr kann gevotet werden. Auch während der Wahl sind die SMS-Leitungen wieder offen. Die Hochspannung ist somit bis zur letzten Minute gewährleistet. Die Hauptaufgabe der neuen Miss Bern ist den Kanton Bern zu repräsentieren. Der Siegerin winkt ein weiterer Höhepunkt – die Türen zu etlichen Modelaufträgen öffnen sich. «Ich freue mich auf die Unterstützung – jede Stimme zählt», sagt Cornelia Wüthrich. 

Von Yanick Kurth