• Der Rohrbacher Dominique Aegerter auf seiner neuen Kawasaki-Maschine. · Bild: zvg

07.11.2025
Sport

Für Kawasaki in der Supersport-WM

Die Zukunft des 35-jährigen Rohrbacher Töffpiloten ist geregelt. 2026 kehrt Dominique Aegerter in die Supersport-WM zurück, wo er 2021 und 2022 Weltmeister wurde. Aegerter fährt neu für das Kawasaki-Supersport-WM-Team.

 

Dominique Aegerter, Töffpilot aus Rohrbach · Es hätte das Karriereende sein können. Doch nach dem Ende in der Superbike-WM hat sich für den Rohrbacher Dominique Aegerter nun doch noch ein Türchen aufgetan. «Ich freue mich sehr, neu ein Teil des Kawasaki-Teams in der Supersport-WM zu sein. Als ich den Teambesitzer Manuel Puccetti und den Kawasaki-Europa-Verantwortlichen Steve Guttridge traf, war mir sofort klar, dass dies die richtige Entscheidung sein würde, denn sie teilen meine Ambitionen, Kawasaki wieder an die Spitze zu bringen», erklärte Aegerter nach unterzeichnetem Vertrag. Der 35-jährige Oberaargauer Motorradrennprofi wird 2026 mit dem Kawasaki World-Supersport-Team in die FIM Supersport World Championship zurückkehren und mit einer podiumsfähigen Kawasaki Ninja ZX-6R 636 an den Start gehen.

Weltmeister 2021 und 2022
Aegerter, der am vergangenen Samstag in Schwarzenbach zum 15. Mal seine «Domi Fighter’s Racing Party» feierte, ist im Supersport-WM-Fahrerlager bereits eine Legende, da er in dieser Klasse 2021 und 2022 zweimal Weltmeister wurde, bevor er seine dreijährige Karriere in der Superbike-Weltmeisterschaft begann. Insgesamt sicherte sich Aegerter 27 Rennsiege bei 44 Starts in der Supersport-Weltmeisterschaft. Zusätzlich zu seinen Erfolgen in der Supersport-Weltmeisterschaft krönte er sich 2022 zum Champion im damaligen MotoE-Weltcup. Dominique Aegerter kann die Supersport-WM 2026 mit viel Erfahrung in Angriff nehmen. Es werden die neuesten «Next-Generation»-Bikes zum Einsatz kommen. Als Teamkollege des Spaniers Jeremy Alcoba, der in diesem Jahr die «Rookie of the Year»-Wertung mit dem Kawasaki-Team gewann, wird er eine Kawasaki Ninja ZX-6R 636 einsetzen. Dieses Motorrad hat in seinem ersten Jahr in der Weltmeisterschaft bereits zwei Podiumsplätze errungen.

Vor Testfahrten Operation auskurieren
Die Verpflichtung von Aegerter neben Alcoba verdoppelt nicht nur die Grösse des Kawasaki Supersport-WM-Teams für 2026, sondern sorgt auch für eine klassische «Hybrid»-Fahreraufstellung mit einem talentierten jungen Nachwuchsfahrer, der bereits Erfolge vorweisen kann, und einem bewährten Champion, der sich auf ein ehrgeiziges neues Abenteuer in einer bekannten Rennlandschaft begibt. «Ich freue mich, in die Supersport-WM zurückzukehren. Ich weiss, dass das Team von Manuel Puccetti weiss, wie man Rennen und Titel gewinnt. Ich kann es kaum erwarten, auf mein neues Motorrad zu steigen, mein neues technisches Team kennenzulernen und die Farbe Grün zu tragen. Mein Dank gilt natürlich Kawasaki, aber auch meinem Bruder Kevin, der sich um alle bürokratischen Angelegenheiten und Verträge gekümmert hat, und natürlich allen unseren Sponsoren, die dies ermöglicht haben», so Aegerter. Bereits im November wird der Rohrbacher in seinem neuen Team Testfahrten in Jerez bestreiten. Bis dahin kuriert sich der Oberaargauer. Bei einem Trainingsunfall Anfang Oktober zog er sich einen Bruch des fünften Mittelhandknochens seiner rechten Hand zu, der eine Operation nach sich zog. 

 Von Stefan Leuenberger