Das erfolgreiche Team des Sportvereins Wasen (hinten, von links): Sarina Kauer, Sabrina Kobel, Noelle Aeschlimann, Renate Hofstetter, Anja Freund, Moana Schüpbach, Kerstin Uehlinger. Vorne: Daniela Reber, Lea Wilhelm, Rebekka Sommer, Christa Röthlisberger, Jelena Jäggi, Rahel Siegenthaler. Auf dem Bild fehlen: Nadine Gisler und Werner Berger. · Bild: zvg
Gruppensieg und Aufstieg geschafft
Grosserfolg für das Volleyball-Frauenteam vom Sportverein Wasen. Mit 14 Siegen in 16 Spielen konnte der Gruppensieg und damit der Aufstieg in die 3. Liga gefeiert werden. Nun steht noch das Turnier um den Ligameistertitel bevor.
Sportverein Wasen · «Den Gruppensieg und den 3. Liga-Aufstieg hat sich das Team über die ganze Saison hinweg mit Wille, Kampfgeist und Einsatz erarbeitet», lobt die Teamverantwortliche Kerstin Uehlinger nach der tollen Meisterschaft 2025/26.
Seit 2017/18 in der 4. Liga
Es war die erfolgreichste Spielzeit seit vielen Jahren für den Sportverein Wasen. Seit dem Aufstieg in der Saison 2017/18 spielt Wasen in der 4. Liga im Regionalverband Bern-Solothurn mit. Zuletzt resultierten die Ränge 9 (Saison 2022/23) und 5 (Saisons 2023/24 und 2024/25). «Es gibt einige Faktoren, die für diese besonders erfolgreiche Saison verantwortlich zeichnen», erklärt Uehlinger. «Auf diese Saison hin haben wir ein paar flinke und äusserst motivierte 18-Jährige ins Team einbauen können. Die Mischung dieser jugendlichen Unbekümmertheit und der Routine der etwas älteren Spielerinnen war sehr passend.» Als eine einschneidende Änderung zu einem besseren sportlichen Abschneiden nennt die Teamverantwortliche die Änderung des Spielsystems von 6:2 auf 5:1. «Das Wirken mit spezialisierten Positionen und neu einer Libera hat bei uns für mehr Klarheit auf dem Feld gesorgt. Die Abläufe konnten besser eingespielt werden», erklärt Uehlinger. Ein weiterer Pluspunkt war die Chemie innerhalb des Teams. «Der Teamgeist ist aussergewöhnlich stark, wobei das Wir-Gefühl nicht nur auf, sondern auch neben dem Feld gelebt wird.» Die Spielerinnen waren gemeinsam an einem Trainingstag, an einem Skitag, an der Hunds-Verlochete in Sumiswald oder am Stärnemärit in Bern. Viele Teamspielerinnen pflegen auch neben dem Spielfeld Freundschaften, womit beispielsweise gemeinsames Ausgehen stattfindet.
Gruppensieg mit grossem Vorsprung
Der SV Wasen blieb in der ganzen Vorrunde 2025/26 ungeschlagen. In der Rückrunde mussten Niederlagen gegen Volleyball Papiermühle (2. Rang) und Grün-Weiss Utzenstorf (5. Rang) hingenommen werden. In 16 Partien feierten die «Wäselerinnen» aber 14 Siege. So konnte die Gruppe mit sechs Punkten Vorsprung auf Volleyball Papiermühle souverän gewonnen werden. Der Gruppensieg ist gleichbedeutend mit dem Aufstieg in die 3. Liga. «Wir freuen uns sehr über den Aufstieg. Zum Saisonziel haben wir uns eine Rangierung im ersten Tabellendrittel gesetzt. So gesehen haben wir erfüllt», lacht die 36-Jährige. «Bereits sind wir daran, zu prüfen, ob wir neu zweimal anstatt wie bisher nur einmal in der Woche trainieren. Eine Möglichkeit wäre auch, in der Saisonvorbereitung mehr zu trainieren und während der Saison dann wie bisher einmal wöchentlich ein Training auszutragen», blickt das Vorstandsmitglied im SV Wasen auf die wichtige 3.-Liga-Saisonvorbereitung voraus. Die Trainings werden von Jelena Jäggi und Werner Berger geleitet. Als Coach an den Meisterschaftsspielen amtet das Duo Daniela Reber und Rahel Siegenthaler.
Spiele um den Ligameister-Titel
Der aktuelle Fokus gilt der Saison 2025/26, die noch nicht ganz abgeschlossen ist. Als einer der vier Gruppensieger kann der SV Wasen am kommenden Sonntag in der Sporthalle Schlossmatt in Münsingen zum Turnier um den Ligameistertitel antreten. «Der Ehrgeiz ist da, den Titel zu holen», sagt Uehlinger. «Das Turnier ist aber eine Zugabe auf eine sowieso schon erfolgreiche Saison. Es ist bereits ein guter Test für die neue Herausforderung nächste Saison eine Liga höher.» Die drei anderen Gruppensieger im Regionalverband Region Bern-Solothurn und damit Gegner am Ligameister-Turnier heissen TSV Wangen (Gruppe 3, 9 Uhr), VBC Thun b (Gruppe 1, 10.30 Uhr) und VBC Thun c (Gruppe 2, 12 Uhr).
Von Stefan Leuenberger