Der Brunnenplatz lud mit Tischen, Bänken und feiner Bratwurst zum gemütlichen Beisammensein ein.
Hinter den Kulissen des Gewerbes
Der 4. Fürobe-Event des Huttwiler Gewerbevereins lockte zahlreiche Besucherinnen und Besucher ins Städtli. Fünf Betriebe öffneten ihre Türen und boten seltene Einblicke in ihr Handwerk und ihren Arbeitsalltag.
Mit dem Fürobe-Event möchte der Gewerbeverein Huttwil das lokale Schaffen sichtbarer machen. «Ziel ist, zu zeigen, was das lokale Gewerbe alles leistet», erklärt Lukas Müller, Hauptorganisator und Vorstandsmitglied. «Huttwil hat eine grosse Vielfalt an Gewerbebetrieben – und alle haben etwas Einzigartiges zu bieten.» Während der Anlass bisher im Industriegebiet oder in der Fiechten stattfand, ging er dieses Jahr erstmals mitten im Städtli über die Bühne: Der Brunnenplatz verwandelte sich in eine Begegnungszone, Festbänke luden zum Sitzen, Plaudern und Bratwurstessen ein. Ein Teil des Trottoirs der Marktgasse wurde abgesperrt, damit die Gäste während des Feierabendverkehrs sicher flanieren konnten.
Ein vielfältiges Programm
Fünf Geschäfte waren mit dabei: Die Bäckerei-Confiserie-Glacerie Lienhart, Mode Niederhauser, die Flückiger Metzgerei, die BENU Apotheke und Andy’s Gym. Bei Lienharts erfuhren die Gäste, wie der Nidlechueche entsteht – und durften den Namen eines neuen Glacé-Pralinés wählen. Die Metzgerei Flückiger offerierte zahlreiche «Probiererli» an und bot Einblick in die Produktion hinter der Theke. In der BENU Apotheke konnten Besucherinnen und Besucher Kräuter erraten und eine Salbe selber herstellen. Bei Andy’s Gym gab es Fitnessprodukte zum Testen und einen Blick in die Trainingsräume. Bei Mode Niederhauser konnte man live miterleben, wie einzelne Teile einer Berner Frauentracht entstehen. Lukas Müller zieht eine positive Bilanz: «Die Rückmeldungen der Gastgeber-Betriebe waren sehr gut. Rund 200 Besucherinnen und Besucher nahmen an dem Anlass teil – ohne dass es zu voll wurde.» Besonders gefreut habe ihn die Präsenz mehrerer Mitglieder des Gemeinderats. Er ist überzeugt: «Mit solchen Formaten können wir gezielt das Legislaturziel ‹Lokale Wertschöpfung erhalten/steigern› stärken.» Auch beim Publikum kam das Konzept gut an. «Viele zeigten sich überrascht darüber, was in Huttwil alles hergestellt und angeboten wird. Genau darauf will der Anlass aufmerksam machen: die Qualität und Vielfalt des lokalen Gewerbes.» Für Lukas Müller ist klar: Der Fürobe-Event hat Zukunft. Die nächste Ausgabe ist im 2026 geplant.