Abendschwinget-Sieger Adrian Walther (Habstetten) mit Lebendpreis Alpaka. · Bilder: Barbara Loosli
Hochkarätige Duelle in der Markthalle
Die zweite Auflage des Abendschwingets in Langenthal sorgte, wie schon bei seiner Premiere im letzten Jahr, für eine faustdicke Überraschung. Der Festsieger Adrian Walther konnte nämlich erstmals den kaum bezwingbaren Fabian Staudenmann auf den Rücken legen. Der Emmentaler Martin Sommer (Häusernmoos) und der Oberaargauer Severin Staub (Melchnau) teilten sich als beste «UE»-Schwinger den 3. Rang.
2. Abendschwinget Langenthal · Der zweite Langenthaler Abendschwinget lockte am vergangenen Freitagabend neun «Eidgenossen» und viele weitere, teils hochkarätige Schwinger aus dem gesamten Kanton Bern, den Kantonen Luzern, Solothurn und Aargau, in den Oberaargau. Am stark besetzten Abendschwinget in der Langenthaler Markthalle setzte sich der Mittelländer «Eidgenosse» Adrian Walther (Habstetten) souverän mit sechs Siegen durch und stand bereits nach fünf Gängen als Festsieger fest. Der Anlass hält jeweils eine spezielle Überraschung bereit: Dem Sieger winkt nicht wie üblich an Schwingfesten ein Muni, sondern ein Alpaka. Im daher nicht mehr bedeutsamen Schlussgang konnte der 23-jährige Adrian Walther erstmals den kaum
bezwingbaren 24-jährigen Fabian Staudenmann (Guggisberg) auf den Rücken legen. In der fünften Minute gelang ihm mittels Wyberhaken der gewinnbringende Zug. Vor reichlich Beifall liess sich der junge Athlet von der Menge feiern. Im letzten Jahr noch siegte der Sumiswalder Athlet Fabio Hiltbrunner (Schmidigen-Mühleweg) und sorgte bereits bei der Premiere für eine faustdicke Überraschung. Der Vorjahressieger stand heuer in Langenthal nicht in den Zwilchhosen.
Emmentaler und Oberaargauer überzeugen
Der Sumiswalder Athlet Martin Sommer (Häusernmoos) drückte dem Schwingfest gehörig den Stempel auf (Rang 3b). Der 23-Jährige legte der Reihe nach Kilian Bühler (Ohmstal), Simon Bossert (Altbüron), Lorenz Berger (Niederscherli) und Laurin Vogel (Malters) aufs Kreuz. Einzig in den beiden Duellen, in denen Martin Sommer den «Eidgenossen» die Hand reichen musste, verlor er Punkte. Im zweiten Gang musste er sich von Michael Ledermann (Mamishaus) den Rücken putzen lassen. Das war dann aber auch die einzige Niederlage für Martin Sommer an diesem Abend. Im vierten Gang stellte der Kantonal bzw. Gauverbandskranzschwinger dann mit dem «Eidgenossen» Philipp Roth (Biberist), der in Langenthal überhaupt nicht auf Touren kam. Punktegleich rangierte der vom organisierenden Schwingklub Langenthal antretende Routinier Severin Staub (Melchnau) auf dem Rang 3c. Der immer wieder für eine Überraschung sorgende 22-jährige Oberaargauer fand seine Siegesrezepte gegen Ueli Doppmann (Romoos), Konrad Steffen (Wynigen), Nick Kulmer (Safenwil) und Kilian Bühler (Ohmstal). Im Anschwingen wurde ihm mit Fabian Staudenmann bereits einer der stärksten Schwinger des Landes zugeteilt. Der Favorit mit den drei Sternchen hinter dem Namen setzte sich schliesslich souverän durch. Die zweite Niederlage verbuchte Severin Staub gegen Etienne Burger (Les Prés-d’Orvin). Ansonsten eine beachtliche Leistung des Melchnauers. Ebenfalls an vorderster Front mitmischen konnten Dominik Zangger (Ufhusen), Tim Wüthrich (Grossdietwil) und Kevin Waser (Gettnau). Die drei im Luzernischen wohnhaften Athleten teilen sich punktegleich den 5. Rang. Während die beiden Erstgenannten drei Siege und zwei Unentschieden verbuchen konnten, kam Kevin Waser auf drei Siege und ein Remis. Einen Viertelpunkt dahinter rangierte der Sumiswalder «Eidgenosse» Patrick Schenk (Weier/Rang 6b). Der 30-Jährige, mit drei Sternchen hinter dem Namen, bezwang in Langenthal drei Gegner. Zwei weitere Duelle endeten nach Ablauf der Zeit gestellt. Der erfolgreichste Athlet vom Schwingklub Huttwil war Dominik Ruch (Eriswil). Der Oberaargauer realisierte drei Siege und ein Remis (Rang 8c).
Der Abendschwinget hat sich bewährt und etabliert
Bevor es dann Ende Mai losgeht mit den Kranzschwingfesten, warten vorher noch etliche Regionalschwingfeste auf die Athleten. «Der Abendschwinget hat sich bei seiner zweiten Ausgabe bestens bewährt und war sportlich wie auch wirtschaftlich gesehen ein Erfolg», sagt Claudio Eggimann, Vorstandsmitglied vom Schwingklub Langenthal, gegenüber dem «Unter-Emmentaler». «Das Schwingfest wird von den Zuschauerinnen und Zuschauern, aber auch von den Athleten gleichermassen geschätzt.» Dies dürfte in erster Linie damit zusammenhängen, dass sich die Schwinger mit solchen Regionalfesten auf die anstehenden Kranzschwingfeste vorbereiten und sich somit mit der Konkurrenz messen können.
Auszug aus der Rangliste: 1a. Adrian Walther, Habstetten, 59,75; 2a. Fabian Staudenmann, Guggisberg, 57,75; 3a. Etienne Burger, Les Prés-d’Orvin, 57,00; 3b. Martin Sommer, Häusernmoos/SK Sumiswald, 57,00; 3c. Severin Staub, Melchnau/SK Langenthal, 57,00; 5a. Dominik Zangger, Ufhusen, 56,25; 5b. Tim Wüthrich, Grossdietwil/SK Langenthal, 56,25; 5c. Kevin Waser, Gettnau, 56,25; 6b. Patrick Schenk, Weier/SK Sumiswald, 56,00; 7d. Fabian Aebersold, Walterswil/SK Sumiswald, 55,75; 8c. Dominik Ruch, Eriswil/SK Huttwil, 55,50; 9a. Lukas Jäggi, Gutenburg/SK Langenthal, 55,25; 9d. Patrick Walther, Huttwil/SK Huttwil, 55,25; 9h. David Aebersold, Walterswil/SK Sumiswald, 55,25; 10b. Sven Burkhalter, Sumiswald/SK Sumiswald, 55,00; 10c. Simon Röthlisberger, Hasle/SK Sumiswald, 55,00; 10e. Valentin Steffen, Grünen/SK Sumiswald, 55,00; 11b. André Rossier, Eriswil/SK Langenthal, 54,75; 11d. Remo Hiltbrunner, Schmidigen/SK Sumiswald, 54,75; 11g. Adrian Kräuchi, Biembach/SK Sumiswald, 54,75. 12e. Simon Marti, Ufhusen, 54,50; 13d. Ivan Rohrbach, Aarwangen/SK Langenthal, 54,25; 13g. Jonas Hodel, Huttwil/SK Huttwil, 54,25; 13h. Adrian Bürki, Sumiswald/SK Sumiswald, 54,25; 14a. Nicolas Wicki, SK Langenthal, 54,00; 14b. Florian Röthlisberger, Lotzwil/SK Langenthal, 54,00; 14c. Lukas Jakob, Obersteckholz/SK Langenthal, 54,00; 14f. Dominik Hodel, Huttwil/SK Huttwil, 54,00; 14g. Michael Hebeisen, Eriswil/SK Huttwil, 54,00; 14k. Nico Rindlisbacher, Langenthal/SK Langenthal, 54,00.
Von Yanick Kurth