Auf dem Ochsenpark-Areal in Lützelflüh geht der Bau nun zügig voran. · Bilder: Reto Pfister
Im Ochsenpark geht es voran
Ab März 2026 kann im neu gestellten Gebäude auf dem ehemaligen Parkplatz beim Ochsen gewohnt werden. Im Säli sollen drei Wohnungen erstellt werden, die Bewilligung hierfür liegt ebenfalls vor.
Lützelflüeh · Es tut sich etwas. Dort, wo früher der Parkplatz beim Gasthof Ochsen in Lützelflüh gewesen war, sind Bauarbeiter fleissig am Werkeln, das Gebäude nimmt Formen an. Die Holzbaumontage konnte gestartet werden, die Arbeiten sind auf Kurs. Ab März 2026 kann dort gewohnt werden. «Drei der sechs Wohnungen sind inzwischen verkauft worden», kann Marcel Wyss berichten, der Sprecher der Bauherrengemeinschaft (BHG) Ochsenpark, der die Liegenschaft gehört. Auch für das denkmalgeschützte Garagenhäuschen auf dem Gelände, gelegen zwischen dem neuen Wohnhaus und dem alten Säli, hat sich inzwischen eine Lösung ergeben. Dieses wird von einem der neuen Wohnungseigentümer erworben und genutzt werden. Damit kommt das Bauprojekt Ochsenpark nun langsam zur Vollendung. «Für das Säli liegt nun ebenfalls die Baubewilligung vor», sagt Wyss. Dieses – an den Gasthof Ochsen angebaut – wird vom Restaurant nicht mehr benötigt. Es soll daher in Wohnungen umgebaut werden. Gegenüber dem ursprünglichen Projekt wurde eine Änderung vorgenommen und die Anzahl der Wohnungen im Säli von fünf auf drei reduziert. «Grössere Wohneinheiten sind eher gefragt als kleinere», hat Wyss festgestellt. «Grössere Wohnungen gibt es zudem hier in der Region zu wenige.» Der Baustart soll zügig erfolgen. «Wir wollen vorwärtsmachen», sagt Wyss. Mit der Fertigstellung ist in etwa im Jahr 2028 zu rechnen. Der BHG gehören die A + W Architekten in Kirchberg, die Thuner Bau AG in Trubschachen und die Kühni AG in Ramsei an.
Lange Geschichte nimmt ein Ende
Sind die Wohnungen im Säli bezugsbereit, nimmt eine lange Geschichte ihr glückliches Ende. Bereits im Jahr 2017 startete ein Workshopverfahren mit den Behörden, 2019 fand ein Informationsanlass mit den Behörden statt. Vorgesehen waren damals zwei Häuser mit Eigentumswohnungen, zusätzlich zu jenen auf dem Parkplatz und im Garten. Man ging von einem Baubeginn im Frühjahr 2020 aus. Bereits im November 2019 entschied man sich jedoch, das Haus im Garten nicht zu realisieren. Es hätte ein bestehendes Gebäude abgerissen werden müssen. Dies hätte nicht rentiert. Einsprachen und Fristverlängerungen führten danach zu einer mehrjährigen Verzögerung des Baustarts. Interessierte Käuferinnen und Käufer von Wohnungen sprangen wieder ab, nachdem klar war, dass sie noch einige Zeit auf den Bezug ihres neuen Zuhauses hätten warten müssen. Erst im Herbst 2024 konnten die Arbeiten letztlich beginnen und werden nun zügig vorangetrieben, so dass in einem halben Jahr die ersten Bewohner einziehen können.
Osten attraktiver als Westen
Speziell am neu erstellten Gebäude auf dem Parkplatz ist, dass die Ostseite attraktiver ist. In der Architektur gilt normalerweise die Westseite mit abendlicher Besonnung als attraktiver. Beim Ochsenpark ist hingegen auf den oberen Stockwerken die Fernsicht Richtung Osten exzellent.
Restaurant und Wohnen nebeneinander
Nicht berührt von den Wohnbauprojekten auf dem Areal ist der Gasthof Ochsen an sich. Dieser ist im September 2023 von Bernhard und Nurtene Tscherne neu eröffnet worden. In heimeligem Landgasthof-Ambiente werden lokal inspirierte, frisch zubereitete und traditionelle Gerichte neu interpretiert. «Restaurant und Wohnen werden sich nicht gegenseitig stören», ist Wyss überzeugt.
Von Reto Pfister