Jetzt geht’s rund auf dem Pumptrack!
Mit Schwung, Herzblut und jeder Menge Teamgeist hat Langenthal eine neue Freizeitattraktion erhalten: Der Pumptrack im Hard wurde letztes Wochenende feierlich eröffnet – ein echtes Symbol für gelebte Gemeinschaft und grenzenlosen Fahrspass.
Trotz wechselhaftem Wetter wurde der neue Pumptrack im Langenthaler Hard am vergangenen Wochenende mit viel Schwung und noch mehr
Begeisterung eingeweiht. Rund 1000 Gäste, viele davon auf zwei Rädern, feierten die offizielle Eröffnung – und das mit ordentlich Tempo: Bis zu 100 Kinder wirbelten gleichzeitig über den welligen Kurs, sorgten für freudige «Staus» auf dem Asphalt und füllten die Anlage vom ersten Moment an mit Leben. Was am 29. April 2021 mit einem Facebook-Aufruf von Vereinspräsident Manuel Stämpfli begann, ist nun, vier Jahre später, Wirklichkeit geworden. Der Weg dahin war – ganz wie das Fahren auf einem Pumptrack – ein stetes Auf und Ab. Mit grossem Einsatz, viel Ausdauer und einem unerschütterlichen Gemeinschaftsgeist hat der Verein Pumptrack Langenthal die Vision in die Realität überführt.
Ein grosses Miteinander
Ein entscheidender Erfolgsfaktor: das starke regionale Miteinander. Die Finanzierung stand auf breiten Beinen, das Engagement zahlreicher Freiwilliger war beeindruckend. Ganze 229 Tonnen Asphalt wurden in über 4000 Schubkarrenfahrten von Hand verteilt – ein Kraftakt, der ebenso viel Herzblut wie Muskelkraft verlangte. Die Baukosten beliefen sich auf rund eine halbe Million Franken. Den kleinen Fahrprofis, die jetzt mit leuchtenden Augen durch Steilkurven und über Wellen sausen, war das wohl kaum bewusst – wohl aber, dass sie hier jede Menge Spass haben. Für zusätzliche Highlights sorgten spektakuläre Showacts mit Profis auf BMX, Dirt Bikes, Inlineskates und Longboards. Die Besucherinnen und Besucher erhielten dabei eindrucksvolle Einblicke, welches Können in einem Pumptrack steckt. Auch die neue Miniramp, ebenfalls Teil der Anlage, wurde begeistert von der regionalen Skaterszene angenommen – ein weiterer Beweis, dass das Konzept aufgeht.
Hauptpartner gleich selbst in Aktion
Neben der sportlichen Action wartete die Kinder- und Jugendfachstelle ToKJO mit einem bunten Rahmenprogramm auf, während Mobiliar und Raiffeisenbank als Hauptpartner des Projekts für das leibliche Wohl der Gäste sorgten – kostenlos und mit einem Lächeln. Ein weiteres Beispiel für das starke gemeinschaftliche Engagement, das dieses Projekt überhaupt erst möglich machte. Die Eröffnung bot zugleich den passenden Rahmen für einen grossen Dank: Zahlreiche Unterstützende und Partner wurden gewürdigt, und eine prominent platzierte Sponsorentafel am Eingang zur Anlage zeigt, wie viele regionale Kräfte hier zusammengewirkt haben. «Die Anlage ist nun für alle da – ein Platz von der Region, für die Region», betonte Manuel Stämpfli. Und obwohl teilweise dutzende Kinder und Jugendliche gleichzeitig über die Strecke jagten, verlief das Eröffnungswochenende dank klarer Regeln – «alle in eine Richtung – und nur mit Helm» – und gegenseitiger Rücksichtnahme völlig reibungslos. Im Organisationskomitee war man sich am Ende des Festwochenendes einig: Die strahlenden Kinderaugen, das breite Lächeln der Besuchenden und der grosse Rückhalt aus der Bevölkerung sind der schönste Lohn für all die Mühen hinter den
Kulissen. Was mit einer Vision begann, rollt jetzt auf festem Asphalt – mit
voller Fahrt voraus.
Patrick Jordi/Jean-Claude Chéhab (Bilder)