Der im Mai 2025 neu gegründete Volleyballclub Inarizaki aus Madiswil besteht aus folgenden Mitgliedern (hinten, von links): Izak Domgjoni (Assistenztrainer), Jakuram Ramanesh, Louis Cornillie, Virusan Mokanathasan, Aswin Ramanesh, Jan Loosli, Maathangan Balasubramaniam, Stephan Loosli (Trainer). Vorne: Janathanan Balasubramaniam, Argith Ratnabalan, Sharvin Jeevan, Piraveenan Sritharan und Sarusan Mokanathasan. Auf dem Bild fehlen: Pirasath Mokanathasan und Hanspeter Loosli (Trainer). · Bilder: zvg
Jugendfreunde gründen einen neuen Verein
Seit dieser Saison spielt der im Mai neuge gründete VBC Inarizaki aus Madiswil bei Swiss Volleyball mit. Das 4.-Liga-Männerteam besteht aus lauter Jugendfreunden, die seit jeher gerne zusammen Sport treiben.
VBC Inarizaki · Es sind zwölf Jugendfreunde, die seit vielen Jahren ihre Freizeit gerne gemeinsam mit sportlichen Aktivitäten verbringen, die den Schritt gewagt haben, einen neuen regionalen Volleyballverein ins Leben zu rufen. Nachdem die Jugendfreunde den Volleyballsport – oft auch Beachvolley – während Jahren einfach zum Spass und unregelmässig ausgeübt haben, erfolgte in diesem Jahr eine starke Veränderung.
Volleyball-Anime ausschlaggebend
Ausschlaggebend dafür war eine Reise ins Ausland im April. «Wir waren in Japan und dann in Südkorea unterwegs. Als grosse Anime-Fans hat uns die Serie ‹Haikyu› absolut begeistert», erklärt Aswin Ramanesh. Bei dieser Comicserie zeigt die Handlung die Entwicklung eines von Volleyball begeisterten Schülers und seiner Mannschaft. «Das hat uns animiert, es selber auch zu versuchen», sagt Ramanesh. Gesagt, getan. Bereits am 3. Mai 2025 war es soweit. Die Jugendfreunde gründeten den VBC Inarizaki. Unschwer ist es zu erraten, woher der Vereinsname stammt. «Es handelt sich um ein Team, das in der Serie Haikyu mitspielt», bestätigt Aswin Ramanesh, der im neuen regionalen Volleyballverein das Präsidium inne hat. Der Name steht für einen Fuchs. «In unserem Logo ist eine Mischung aus Fuchs und Wolf zu sehen», sagt Ramanesh. In der Volleyball-Anime-Fernsehserie «Haikyu» besticht «Inarizaki» als starkes Team mit einer «Jetzt-oder-nie»-Philosophie. Diese trifft auch auf das neue regionale Volleyteam zu, denn innert Rekordzeit wurde der Verein aus dem Boden gestampft. Etliche Teammitglieder von «Inarizaki» sind bereits in anderen Sportarten aktiv. So spielen beispielsweise die Brüder Aswin und Jakuram Ramanesh, Argith Ratnabalan sowie Jan Loosli bei den Young Fellows Huttwil Fussball. Louis Cornillie ist ein begnadeter Unihockeyspieler.
Zuerst Hallensuche in Huttwil
Beheimatet ist der VBC Inarizaki in Madiswil, obwohl der Grossteil der Spieler aus Huttwil und Umgebung kommt. Der Grund dafür ist die Trainingsstätte. «Zuerst haben wir uns in Huttwil nach einer passenden Hallenzeit umgeschaut. Recht schnell war uns aber klar, dass wir nicht das in Huttwil sesshafte Regio Volleyteam konkurrenzieren wollen», erklärt der Vereinspräsident. «In Roggwil, wo wir uns auch umsahen, hatte es keine verfügbaren Hallen. In Madiswil wurden wir dann fündig. Wir können jeden Mittwochabend und jeden Sonntagvormittag in der Linksmähderhalle trainieren. Darüber sind wir sehr dankbar», so Ramanesh. Sonntagvormittag? «Ja, genau. Was für viele andere Teams undenkbar ist, klappt bei uns hervorragend. Am Sonntagvormittag passt es den meisten am besten, um gemeinsam zu trainieren. Am Sonntag verzeichnen wir auch den besseren Trainingsbesuch als am Mittwochabend.»
Einstieg in der 4. Liga
Die Truppe, bei der die meisten Mitglieder ursprünglich aus Sri Lanka stammen, hatte im Sinn, die erste Saison in der Volleyball-Wintermeisterschaft des Turnverbandes Bern Oberaargau-Emmental TBOE mitzuspielen. Doch kurzfristig wurde der Entschluss gefasst, gleich auf Anhieb bei Swiss Volleyball und damit im lizenzierten Volleyballsport einzusteigen. Darum spielt der VBC Inarizaki nun im Regionalverband Bern-Solothurn mit. In der Gruppe 3 der 4. Liga bestritten die Jugendfreunde am 5. Oktober ihr allererstes Meisterschaftsspiel. Mittlerweile sind es bereits sieben Spiele. Der erste Sieg der Vereinsgeschichte erfolgte am 29. Oktober beim 3:0-Erfolg gegen den TSV Deitingen. «In der Startsaison müssen wir uns erst einmal finden. Wir wollen mit jedem Spiel etwas besser werden», erklärt Ramanesh. Ganz nach dem gewählten Teammotto «Gemeinsam wachsen. Gemeinsam siegen.» Obwohl die Jugendfreunde den Volleyballsport nun professioneller ausüben, soll er stets aus purer Freude passieren. «Die 4. Liga ist aktuell für uns genau die richtige Liga.» Natürlich ist der VBC Inarizaki aber bemüht, Fortschritte zu erzielen. Um diese schon in der Startsaison zu erzielen, konnte sogar bereits ein Trainerteam engagiert werden. Die ehemaligen 1.-Liga-Spieler und Brüder Hanspeter und Stephan Loosli amten als Trainer, Izak Domgjoni als Assistenztrainer. Und für die kommende Saison haben sich die «Inarizakis» bereits ein hohes Ziel auf die Fahne geschrieben: «Wir wollen 2026/27 den Aufstieg in die 3. Liga ins Auge fassen.»
Vorstand VBC Inarizaki: Aswin Ramanesh (Präsident), Sarusan Mokanathasan (Vizepräsident), Piraveenan Sritharan (Webseite/IT), Jakuram Ramanesh (Sponsoring).
Von Stefan Leuenberger