• «Bigla» produzierte vor allem Büromöbel, Novex Möbel für Bildungsinstitute. «Diese beiden Bereiche verschmelzen aber immer stärker, sodass Produkte ähnlich und Synergien in der Produktion offensichtlich waren», sagt Inhaber und Verwal­tungsratspräsident Thomas Bucher. · Bilder: zvg

  • Seit dem Jahr 2020 produzieren Bigla und Novex am Standort Huttwil. · Bild: Thomas Peter

03.01.2025
Huttwil

Novex und Bigla erfolgreich verschmolzen

Die Huttwiler Firma Novex sowie die in Biglen beheimatete Firma bigla gehen seit 2020 gemeinsame Wege. Nach vier Jahren ist die Integration ab­geschlossen – und der Rückblick zeigt erfreuliche Resultate.

Im Jahr 2020 hat die Firma Novex die Firma bigla übernommen. In den vier vergangenen Jahren wurden nun verschiedene Schritte unternommen, um die bigla erfolgreich in die Novex zu integrieren und nun soll zu Beginn des neuen Jahres der nächste Schritt folgen. Ziel ist es, auf dem Markt künftig nur noch unter einem Namen aufzutreten und dadurch die Integration quasi abzuschliessen. Darüber hat die Firma Novex erst kürzlich informiert, Thomas Bucher, Inhaber und Verwal­tungsratspräsident bestätigt dies gegenüber dem «Unter-Emmentaler». «Der Firmenname ‹Novex› bleibt im Hintergrund bestehen, am Markt treten wir aber als ‹bigla› auf», erklärt Bucher. Dies hängt insbesondere damit zusammen, dass die «bigla» markttechnisch bekannter ist und im Jahr 2024 zugleich das 120-Jahr-Jubiläum feiern darf, während die Novex «erst» seit 90 Jahren auf dem Markt operiert. «Bigla ist vor allem auch in der Region Bern und in der Westschweiz etwas besser etabliert.» Zwei Marken zu positionieren, sei dagegen wenig sinnvoll, kamen die Verantwortlichen zum Schluss.

Meiste Synergien in der Produktion
Begonnen hatte die Integration durch die Zusammenlegung der Produktion im Jahr 2020, seither produzieren alle 85 Produktionsmitarbeiter vom Standort Huttwil aus. Dort habe man dann auch die meisten Synergieeffekte gespürt, erklärt Thomas Bucher. «Bigla produzierte insbesondere Büromöbel, bei der Novex wurden Möbel für Bildungsinstitute gebaut. Diese beiden Bereiche verschmelzen aber immer stärker, sodass Produkte ähnlich und Synergien in der Produktion offensichtlich waren.» Durch die Zusammenlegung der Produktion habe man beispielsweise auf Maschinen verzichten können, die zuvor an beiden Standorten in Betrieb waren, dass statt zwei Hallen nun nur noch eine benötigt wird, sei ein weiterer Vorteil. «Ausserdem ist die Auslastung der Maschinen besser, weil wir Möbel für Bildungsinstitute vor allem  saisonal – zumeist im Sommer – verkaufen.» Für Thomas Bucher ist derweil klar: Die Zusammenlegung der Produktion war nicht die grösste Herausforderung. «Die IT funktioniert irgendwann. Die Maschinen laufen. Letztlich geht es aber um Menschen, um zwei Kulturen, die wir zusammenbringen mussten.» Das habe teilweise auch Überzeugungsarbeit und Geduld benötigt, letztlich hätten sich offensichtlich ganz unterschiedliche Dinge verändert. «Teilweise sind das Details, aber es gab immer wieder Situationen, in welchen uns bigla-Leibchen in der Produktion aufgefallen sind. Solche Dinge zeigten: Eine solche Veränderung braucht Zeit», erklärt der Verwaltungsratspräsident.

Positiver Blick in die Zukunft
Der Rückblick sei aber positiv, die Integration sei gelungen, beurteilt Thomas Bucher heute, mittlerweile denke man verstärkt als «ein Unternehmen und nicht als zwei verschiedene Unternehmen.» Das führt dann zu weiteren Synergien und zu weiterem Nutzen. «Wir können nun Know-how im Verkauf von Büromöbeln und im Verkauf von Möbeln für Bildungsinstitute innerhalb des gleichen Unternehmens anbieten. Am Markt ist das ein Vorteil, weil die Bedürfnisse sich in diesen
Bereichen überlappen.» Entsprechend blicke man in eine erfolgreiche Zukunft, erklärt Thomas Bucher. Dank der Zusammenführung könne man am Markt auch weiterhin konkurrenzfähig bleiben.

Von Leroy Ryser