• Zwei Einachserpiloten sind auf der Rüediswiler Strecke in Hofstatt bereit, um ins Renngeschehen einzugreifen. · Bilder: Heini Erbini

  • Viel Action, Lärm und Dreck gehörten zum Einachser-Spektakel in Hofstatt.

30.07.2025
Sport

Spektakel mit umgebauten Maschinen

Das vom Einachserteam Hinterland organisierte Rennen am Samstag mit den meist modifizierten Einachsern, darunter auch viele rasante und PS-starke Eigenbauten, bot den zahlreichen Zuschauenden in Rüediswil in Hofstatt wieder viel Spektakel und Unterhaltung.

3. Einachserrennen Hofstatt · Das Einachserrennen am vergangenen Samstag auf dem nicht eben leicht ausgesteckten Parcours bot den vielen Zuschauenden einiges an Spektakel, als die 120 Rennfahrzeuge mit ihren mutigen Fahrern und auch einigen Fahrerinnen um die Kurven sausten, teils mit riesigem Lärm ihrer getunten Motoren, die viel Staub und Dreck aufwirbelten. 

Herkömmliche sowie komplett  getunte Einachser im Einsatz
Natürlich waren die Fahrzeuge in verschiedene Kategorien eingeteilt. So sah man auch einige originale Einachser fast bedächtig langsam den Rundkurs meistern, genau solche, mit denen die Landwirtschaft im Hinterland vor Jahrzehnten motorisiert wurde und die nur noch selten im aktiven Dienst stehen. Dass sich aber das Prinzip des Einachsers von begabten, jungen und gewitzten Schraubern auch zu rasanten Rennfahrzeugen umbauen lässt, konnte man am Samstag ebenso bewundern. Da sah man Einachser mit Frontantrieb, aber auch Fahrzeuge mit Hinterradantrieb und frisierten, heulenden Motoren mit bis zu 200 PS. Bei diesen «Rennmaschinen» erinnerte nur noch die Stangenlenkung an die einstigen bäuerlichen Einachser.

Start in sieben Kategorien
Gestartet wurde in sieben Kategorien. In den Kategorien Standard und Sport, bis Jahrgang 1970, mussten Motor, Getriebe und Treibachse original sein. In der Kategorie Prototypen mussten nur noch die Vorderachse und das Getriebe original sein. Ein fremder Motor durfte eingebaut werden. In der Kategorie Eigenbau Front durfte noch mehr geändert werden, hier musste nur der Motor auf der Vorderachse sein. Bei der Kategorie Eigenbau Heck musste der Motor auf der Hinterachse sein, und sogar eine Vollfederung war erlaubt. In der Kategorie Eigenbau 4x4 durften dann alle Räder angetrieben sein. In der Kategorie Fun konnten alle mit einem möglichst lustigen Fahrzeug mitmachen. Hier ging es nicht um das Tempo, sondern um die Originalität. Natürlich mussten alle Rennfahrzeuge auch mit Sicherheitseinrichtungen wie Abreissleine, guten Bremsen und die schnelleren Gefährte sogar mit einem massiven Überrollbügel ausgestattet sein. Mehrere spektakuläre Überschläge  beim Rennen gingen so alle glimpflich aus und niemand wurde verletzt. Nach dem Rennen konnten dann alle Mitmachenden bei einem Zapfwellen-prüfstand auch die Power ihres Traktors messen lassen. Etwas, das natürlich rege genutzt wurde. Natürlich herrschte am Abend nach dem Rennen noch ein tolles Partytreiben mit viel Musik bis spät in die Nacht hinein. Dem Hinterländer Einachserteam ist es wieder gelungen, auch mit Hilfe vieler Helferinnen und Helfer, für einen interessanten Event zu sorgen, der dank der guten Organisation und den vielen Sicherheitseinrichtungen unfallfrei abgelaufen ist. Sogar das Wetter spielte mit, und die angekündigten Regenfälle blieben aus.

Auszug aus der Rangliste: Treibachse: 1. Martin Kaufmann, 3,0090; 2. Severin Stadelmann, 3,0625; 3. Fabian Brun, 3,0656; 4. Edwin Huber, 4,4407; 5. Matthias Christen, 5,0145. – Sport: 1. Lukas Kreis, 2,3441; 2. Mauro Spiess, 2,3940; 3. Karin Oppikofer, 2,4209; 4. Severin Stadelmann, 2,4450; 5. Pedro Styger, 2,4469. –Prototyp: 1. Beat Schmidlin, 2,578; 2. Jan Schuler, 2,2792; 3.Roger Wüthrich, 2,800; 4. Pascal Stadelmann, 2,2883; 5. Marco Fallegger, 2,3263. – Frontantrieb: 1. Christian Lustenberger, 2,1257; 2. Sven Vogel, 2,2027; 3. Adrian Segmüller, 2,2041; 4. Christian Amrein, 2,388; 5. Reto Müller, 2,3034. – Heckantrieb: 1. Brian Blattmann, 1,5706; 2. Simon Wiland, 1,5781; 3. Urs Emmenegger, 1,5987; 4. Kevin Kunz, 2,0089; 5. Christ Steiner, 2,0189. – Eigenbau 4x4: 1. Silvan Steinauer, 2,0242; 2. Sepp Fässler, 2,386; 3. Marco Isler, 2,0605; 4. Sven Schäfli, 2,0874; 5. Pascal Fallegger, 2,0874.

Von Heini Erbini