• Die Ringerriege vom Turnverein Ufhusen freut sich über den erstmaligen NLA-Aufstieg in der 56-jährigen Geschichte der Riege. · Bild: Yasmine Johann

31.10.2025
Sport

Ufhusens erster NLA-Aufstieg der Geschichte

Die Ringerriege Ufhusen schreibt Vereinsgeschichte: Mit dem Sieg im Playoff-Halbfinal gegen Tuggen kämpfen die Hinterländer nun um den NLB-Meistertitel und haben zugleich den erstmaligen NLA-Aufstieg der Vereinsgeschichte in der Tasche.

NLB, Playoff-Halbfinal: RR Tuggen – TV Ufhusen 12:28 (5:19) · Trotz grossem Vorsprung aus dem Hinkampf (31:8-Sieg) stellten die Hinterländer nochmals die bestmögliche Mannschaft für den Halbfinal-Rückkampf auf. Einzig Joel Marti fehlte, da er für Willisau in der NLA (Premium League) zum Einsatz kam. In der Auftaktbegegnung musste sich Lukas Hofer Ziaullah Durani geschlagen geben. Es war dies sein erster Einsatz nach einer Verletzung. Zu einem Überlegenheitssieg kam Simon Marti gegen John Ani. Im Duell der beiden Willisauer führte Dario Stadelmann gegen Florian Schärli die etwas feinere Klinge und konnte sich mit 9:4-Einzelpunkten durchsetzen. Bis 97 kg Greco gab es den zweiten Vollerfolg für Ufhusen. Ueli Rölli kontrollierte das Geschehen gegen Mergim Maliqi und kam zu vier Mannschaftszählern. Ebenfalls schadlos blieb Robin Alt gegen Miriam Lötscher. Lötscher hielt lange Zeit gut mit. Kurz vor Ablauf der Zeit gelang es Alt, seine Kontrahentin auszupunkten. So lag Ufhusen zur Pause bereits mit 19:5 Punkten in Vorsprung. Die Finalqualifikation war somit bereits fix. Nach der Pause machte Raphael Schärli kurzen Prozess mit Remo Huber. Er konnte seinen Gegner mit der ersten Aktion schultern. Eine Niederlage musste Marco Stöckli einstecken. Er hielt den Kampf lange offen, fand aber nicht die richtigen Mittel. Er konnte sich zumindest einen Mannschaftszähler erkämpfen. Bis 80 kg Greco bekam Esra Reinhard mit Fritz Reber einen übermächtigen Gegner vorgesetzt. Er musste sich trotz guter Gegenwehr mit 0:4 geschlagen geben. In den abschliessenden beiden Begegnungen bis 75 kg gab es nochmals acht Zähler für Ufhusen. Während Kilian Kneubühler einen schnellen Schultersieg feiern durfte, punktete Remo Fallegger Ben Schoch nach kurzer Zeit aus. So stand am Ende ein klarer und verdienter 28:12-Erfolg auf der Anzeigetafel. Mit einem Gesamtskore von 59:20-Punkten holte sich Ufhusen den klaren Sieg in diesem Playoff-Halbfinal.

Erst der dritte NLB-Final
Damit hat sich der TV Ufhusen für den Final um den Meistertitel in der NLB (Challenge League) qualifiziert. Der Fokus liegt nun ganz klar auf dem Meistertitel. Die Finalserie gegen die Ringerriege des Turnvereins Weinfelden startet morgen Samstag auswärts im Thurgau. Weinfelden setzte sich im anderen Halbfinal mit einem Total von 45:31-Punkten klar gegen die Ringerriege Brunnen durch. Mit der Finalqualifikation feiert Ufhusen einen der grössten Erfolge der Vereinsgeschichte. Fakt ist nämlich, dass die Finalisten bereits fix als Aufsteiger in die NLA (Premium League) aufsteigen. Noch nie seit der Gründung der Ufhuser Ringerabteilung 1969 konnte in der höchsten Liga gekämpft werden. 2026 wird also eine willkommene Premiere sein. Vorerst gilt der totale Fokus dem Playoff-Final. Erst zum dritten Mal kämpfen die Ufhuser im Final um den NLB-Meistertitel.

Wettkampftelegramm: 25. Oktober. – Riedlandhalle, Tuggen. – 100 Zuschauende. – Kampfrichter: Thomas Kipfer. – Kämpfe: 57 kg Greco: Ziaullah Durani – Lukas Hofer 15:0, Schultersieg / 4:0; 61 kg Freistil: Florian Schärli – Dario Stadelmann 4:9 / 1:3; 65 kg Greco: Miriam Lötscher – Robin Alt 0:16 / 0:4; 70 kg Freistil: Jonas Steiner – Marco Stöckli 7:1 / 3:1; 75 kg Greco: Jvan Pfister – Kilian Kneubühler 0:4, Schulterniederlage / 0:4; 75 kg Freistil: Ben Schoch – Remo Fallegger 0:16 / 0:4; 80 kg Greco: Fritz Reber – Esra Reinhard 17:0 / 4:0; 86 kg Freistil: Remo Huber – Raphael Schärli 0:4, Schulterniederlage / 0:4; 97 kg Greco: Mergim Maliqi – Ueli Rölli 0:15 / 0:4;
130 kg Freistil: John Ani – Simon Marti 0:16 / 0:4. 

Von Christian Hügi und Stefan Leuenberger