• Zum letzten Mal in der Vereinsgeschichte unterstützten die treuen Fans ihr Team in der Ballsporthalle Zollbrück. Neu spielen die «Skorps» im Forum Sumiswald. · Bild: zvg

23.04.2026
Sport

Umzug ins Forum Sumiswald steht bevor

Die Unihockeyvereinigung Skorpion Emmental blickt auf eine NLA-Saison zurück, die im Playoff-Halbfinal endete. Ausserdem wurde der Cupfinal erreicht. Nun steht der Umzug von Zollbrück ins Forum Sumiswald bevor.

Unihockeyvereinigung Skorpion Emmental · «Die Dramaturgie hätte besser nicht sein können. Beim allerletzten Spieltag der Vereinsgeschichte in der Ballsporthalle in Zollbrück fanden am vergangenen Samstag die wichtigsten Meisterschaftsspiele der NLA- sowie der Kleinfeld-Equipe statt», sagt Markus Sahli, Vizepräsident der Unihockeyvereinigung Skorpion Emmental. «Dies war ein würdiger Abschluss – auch wenn der sportliche Ausgang beider Partien natürlich nicht unseren Vorstellungen entsprach», so Sahli. Das NLA-Team schied in den Playoff-Halbfinals gegen die Wizards Bern Burgdorf aus. Zuvor verlor das dritte «Skorps»-Team auf dem Kleinfeld die zweite Partie des «best-of-3»-Finals um den Schweizer Meistertitel auf dem Kleinfeld mit 8:11. Am Sonntag mussten sich die «Skorps» dann auch in Oekingen knapp geschlagen geben (8:9) und verpassten damit die Titelverteidigung auf dem Kleinfeld.

Auch den fünften Anlauf ausgelassen
2003 wurde durch die Vereine UHC Bowil, UHT Eggiwil und UHT Schüpbach die Frauen-Unihockeyvereinigung UHV Skorpion Emmental gegründet. Nach wie vor wartet die Organisation seither auf den ersten Grossfeld-Titel. Dieser blieb auch in der Saison 2025/26 aus. In der Meisterschaft schied das NLA-Team im Playoff-Halbfinal gegen die Wizards Bern Burgdorf aus. Im Cupfinal im Februar (5:6-Niederlage gegen Zug United) wurde die fünfte Titelmöglichkeit nach den Cupfinals 2022 und 2024 sowie den Superfinals um die Meisterschaft 2021 und 2023 vergeben. «Wir waren wieder nahe dran. Trotz dem verpassten Titel ist es eine gute Saison. Wir gehören seit vielen Jahren zu den Top-4 der Schweiz. Darauf dürfen wir stolz sein», findet der Huttwiler Simon Kurt, der mit Bruno Kohler die Sportkommission der «Skorps» bildet. «Wir bemühen uns, dass wir auch in der nächsten Saison eine schlagkräftige Truppe beisammen haben. Ganz wichtig ist, dass wir über mehr als zwei starke Linien verfügen», so Kurt. «Die Arbeit im Nachwuchs ist wichtig. Es ist unsere Aufgabe, die besten U21-Juniorinnen ins NLA-Team heranzuführen und zu integrieren.» Mit den beiden Weltmeisterinnen Doris Berger (Wechsel nach Schweden bereits zum Start der Rückrunde) und Naja Ritter (Wechsel nach Schweden) sowie Lea Hanimann (Rücktritt) und Eliska Chuda (Rückkehr nach Tschechien) müssen bei den «Skorps» auf die Spielzeit 2026/27 einmal mehr grosse Lücken gefüllt werden. Bereits konnten etliche Zugänge wie Katerina Strnadova (Tschechien), Mia Scherler (Zug United) oder Jana Steinmann (Wizards Bern Burgdorf) vermeldet werden. «Weitere werden noch folgen», bestätigt Simon Kurt. Mit dem Gros des bisherigen Kaders konnten die Verträge verlängert werden.  

Der grosse Umzug
Die Verantwortlichen beim Emmentaler Unihockey-Grossverein haben in den letzten Wochen eine gewaltige Zukunftsarbeit geleistet. Nach 24 Jahren verlagert der Verein seinen Heimsitz von Zollbrück ins Forum Sumiswald. «Alles ist aufgegleist. Ab dem 1. Mai finden sämtliche Trainings in Sumiswald statt», erklärt Sahli. Die UHV Skorpion Emmental ist in den letzten Monaten eine enge Zusammenarbeit mit dem seit Jahren im Forum Sumiswald beheimateten UHC Grünenmatt eingegangen. Viele Details wurden bereits geklärt, einige wenige stehen noch aus. «Die Zusammenarbeit zwischen dem Forum, dem UHC Grünenmatt und uns ist ausgezeichnet», findet Sahli. Das NLA-Frauenteam der «Skorps» wird ebenso wie das NLB-Männerteam von Grünenmatt eine fixe Garderobe erhalten. Da im Forum Sumiswald nur sechs Garderoben zur Verfügung stehen, bieten die «Skorps» dem Forum Hand. «Wir werden die Garderobe des NLA-Teams stets so verlassen, dass bei einem Engpass oder Grossanlass jederzeit ein anderer Verein oder ein anderes Team sie nutzen kann», so Markus Sahli. Aktuell besteht der Vorstand der UHV Skorpion Emmental nur aus drei Personen. «An der Hauptversammlung im Juni ändert sich dies. Wir können fast alle Positionen besetzen», informiert Sahli. Vakant bleiben wird das Amt des Präsidenten, weil bislang noch keine geeignete Person gefunden werden konnte. «Ich werde als Vizepräsident eine geeignete Person ein Jahr lang an diese Funktion heranführen. Ziel ist es dann, an der HV 2027 einen für die Aufgabe bestmöglich vorbereiteten Präsidenten wählen zu können», so Markus Sahli. «Selber möchte ich das Präsidentenamt nicht übernehmen, weil ich mich dafür zu alt fühle. Es ist für den Verein besser, wenn wir jüngere Leute für die wichtigen Ämter entwickeln.»  

Von Stefan Leuenberger