• Zehntausende von Besucherinnen und Besuchern strömten dieses Jahr an den Huttwiler Wiehnachtsmärit. · Bilder: Yanick Kurth

02.12.2025
Huttwil

Volle Gassen vor atemberaubender Kulisse

Bereits schon ist er wieder vorbei – der 29. Huttwiler Wiehnachtsmärit. Das fünftägige Aushängeschild der Pro Regio lockte auch heuer zehntausende von Besucherinnen und Besuchern ins «Städtchen» an der oberen Langeten. Handgemachte Glücksbringer, wärmende Gespräche zwischen Freunden und Fremden und der Duft von Punsch und Glühwein füllten die weihnachtlich geschmückten Gassen.

Bei knackig kalten Temperaturen standen Heissgetränke auf dem Huttwiler Wiehnachtsmärit hoch im Kurs. Dementsprechend dicht war es bereits am Mittwochabend vor den Ständen mit Glühwein und Punsch. Auffällig viele auswärtige Gäste flanierten am Eröffnungstag rund um den Huttwiler Brunnenplatz und genossen dabei die winterliche und weihnachtliche Atmosphäre. Ein erstes Spektakel wurde den Besuchenden beim Einzug der Weihnachtsengel und der offiziellen Eröffnung geboten. Umrahmt mit Fanfarenklängen, den Tambouren und dem Kindergarten Schwarzenbach, die auf einem Pferdefuhrwerk feierlich durch den Markt chauffiert wurden. Das bunte Spektakel zog die Blicke und die Smartphones entsprechend auf sich. Das Budenzauber-Ambiente wurde so richtig weihnachtlich, als Frau Holle den Markt am Mittwochabend mit einem kurzen Schnee-Intermezzo verzauberte. Der Wiehnachtsmärit ist längst kein Geheimtipp mehr, heiss begehrt und hoch gelobt. Zehntausende von Besucherinnen und Besucher strömten während den fünf Tagen ins «Städtli». Eine genaue Anzahl zu nennen, ist schwierig. Luftaufnahmen zeigten jedoch täglich mehrere tausend Besucherinnen und Besucher.

Ein Märchen zum Leben erweckt
Am Wiehnachtsmärit trafen sich die Generationen: Während die kleinsten Besucherinnen und Besucher ihre Runden auf dem Karussell drehten oder sich eine Zuckerwatte gönnten, stiessen die etwas älteren Gäste mit heissen Getränken an, tanzten zur Livemusik vor der Bühne, schlenderten an den mit viel Liebe zum Detail geschmückten Markthäuschen vorbei oder liessen sich traditionelles Handwerk beim Schau-Schmieden zeigen. Überall funkelte und glitzerte es. Zwischen den Markthäuschen zu wandeln, war, als würde man ein Märchen betreten, das zum Leben erweckt wurde. Das kann die Walliser Goldschmiedin Denise K. nur unterstreichen. Die Schmuckhändlerin ist seit rund zehn Jahren am Huttwiler Wiehnachtsmärit vertreten. «Tatsächlich hat es sich schon weit herumgesprochen, dass es hier besonders vorweihnachtlich zugehe und der ‹Märit› einen ausgezeichneten Ruf geniesst», erzählt sie. «Ich komme immer sehr gerne nach Huttwil, alles ist bestens organisiert, ich erlebe wunderbare Menschen und der Wiehnachtsmärit beeindruckt mich mit seinem besonderen Ambiente immer wieder.» «Huttwil kann Wiehnachtsmärit», so die Walliserin weiter. Auch bei den Besucherinnen und Besuchern geniesst der Wiehnachtsmärit grosse Beliebtheit. Am Samstagabend gab es in den Gassen kaum noch ein Durchkommen. So benötige es schon etwas «Ellenbogen-Einsatz», um überhaupt an die Markthäuschen zu gelangen. 

Riesiger Besucheraufmarsch 
Aufgrund des grossen Andrangs waren am Wiehnachtsmärit auch dieses Jahr zahlreiche Polizistinnen und Polizisten in Uniform und Zivil präsent. Der Berner Kantonspolizei waren bis kurz vor Märit-Ende keine Vorkommnisse über grössere Zwischenfälle bekannt und sie zieht eine für den Huttwiler Wiehnachtsmärit gewohnt friedliche Bilanz, wie ein Mediensprecher auf Anfrage bestätigte. Auch die organisierende Pro Regio findet lobende Worte. «Wir sind sehr beeindruckt vom riesigen Besucheraufmarsch. Wir konnten die Gäste aus nah und fern mit einer atemberaubenden Kulisse begeistern und hatten zudem Wetterglück», freut sich Walter Rohrbach, abtretender Leiter der Huttwiler Themenmärkte. Laut ihm tummelten sich am Samstagabend besonders viele Besucherinnen und Besucher auf dem Gelände. Nach 29 Jahren an vorderster Front tritt Initiant Walter Rohrbach als Leiter der Huttwiler Themenmärkte zurück. Im nächsten Jahr übernimmt Regula Rathgeb-Niederhauser das Zepter, während Walter Rohrbach zum neuen OK-Präsident des Wiehnachtsmärits gewählt wurde (der «Unter-Emmentaler» berichtete). Im nächsten Jahr feiert das Aushängeschild der Pro Regio dann bereits die 30. Ausgabe. 

Von Yanick Kurth