• Bei den Männern waren folgende Sportler nominiert (von links): Lukas Tschumi (Schwingen), Marcel Sommer (Schiessen), Max Studer (Triathlon) und Micha Rutschmann (Leichtathletik). Der ebenfalls nominierte Mathias Flückiger (Mountainbiken) war nicht anwesend.

  • Remo Rudiger begrüsste die Anwesenden.

  • Sportler des Jahres: Max Studer.

  • Gewann bereits zum vierten Mal in Folge: Sportlerin des Jahres Carole Howald.

  • Selina Luana trat als Künstlerin auf.

  • Als einer von zwei Sportpersönlichkeiten des Jahres geehrt: Thomas Biedermann.

  • Matthias Kyburz war einer von zwei Ehrengästen von Moderatorin Janine Geigele.

  • Shaienne Zehnder wurde beste Juniorin.

02.12.2025
Sport

Zwei Titelverteidigungen beim Sportpreis

Einmal mehr konnten bei der Oberaargauer Sportgala herausragende Leistungen gewürdigt werden. In den Elite-Kategorien konnten Carole Howald und Max Studer den Titel «Sportler des Jahres» aus dem letzten Jahr erfolgreich verteidigen. Die LV Langenthal wurde «Verein des Jahres».

 

Oberaargauer Sportpreise 2025 · Bei der Oberaargauer Sportgala wurden die besten regionalen Sportlerinnen und Sportler einmal mehr mit den Oberaargauer Sportpreisen ausgezeichnet. Insbesondere in der Kategorie Frauen Elite führt schon seit mehreren Jahren kein Weg an Carole Howald vorbei. Die Langenthaler Curlerin gewann den Titel «Sportlerin des Jahres» heuer bereits zum vierten Mal in Folge. Als Vize-Weltmeisterin, Europameisterin und Gewinnerin des «Grand Slam of Curling» darf sie sich deshalb abermals Oberaargauer Sportlerin des Jahres nennen. «Ich bin  in verschiedenen Vereinen, kenne viele Leute und freue mich immer wieder, hier zu sein», kommentierte die Curlerin auf der Bühne, nachdem sie einen grossen Willkommensapplaus erhielt. Dass sie auch im nächsten Jahr ihren Titel verteidigt, wird erhofft, weil im kommenden Jahr mit den Olympischen Spielen auf die erste Oberaargauer Goldmedaille gehofft werden darf. «Wir sind gut im Fahrplan. Bei den letzten sieben Turnieren waren wir sechs Mal im Finale und konnten zwei Mal gewinnen.» Die Vorfreude sei bereits gross, so die Langenthalerin.

Sportart Triathlon siegreich
Erstmals den Titel «Sportler des Jahres» verteidigt hat Max Studer. Der Triathlet wurde unter anderem Europameister und erlebte seine bisher beste Saison. Ausgerechnet diese war aber eigentlich als Übergangssaison geplant, verriet der Kestenholzer des LV Langenthal. «Die Saison erhielt mit diversen Siegen an unterschiedlichen Rennen eine spezielle Dynamik», erklärte er den Erfolg im Jahr 2025.

Hochkarätige Ehrengäste
Wie üblich wurden an der Oberaar-gauer Sportgala aber nicht nur Ehrungen vollzogen, auch die Ehrengäste brachten dem hochklassigen Anlass einen würdigen Rahmen. In diesem Jahr konnte Matthias Kyburz eingeladen werden, der nicht nur acht Weltmeisterschaftstitel und sechs Gesamtweltcup-Erfolge im Orientierungslauf mit auf die Bühne brachte, mittlerweile besitzt er auch die zweitschnellste Zeit, die je ein Schweizer am New York Marathon laufen konnte. Kyburz sattelte nämlich nach dem Ende seiner OL-Karriere auf Marathon um und wurde mit seinem ersten Auftritt in New York gleich Fünfter. «Dieser fünfte Platz war tatsächlich ein Riesen-Erlebnis», kommentierte Kyburz. Die ersten anderthalb Stunden seien für ihn bekannt gewesen, schliesslich rannte er auch im OL solche Strecken. Dabei, die letzten 30 bis 40 Minuten zu bewältigen, half unter anderem sein Trainer, die Schweizer Marathon-Legende Viktor Röthlin. «Von ihm kann ich sehr viel profitieren», kommentierte Kyburz. Nun will das Duo die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles als Ziel anpeilen. Angelika Moser, Europameisterin im Stabhochsprung, war dann im zweiten Teil des Abends «Ehrengast», wobei sie einerseits von ihren sportlichen Höhen- und Tiefpunkten erzählte, aber auch von ihrem Master-Abschluss in BWL, einem Töpferkurs, den sie besuchte, und der Tatsache, dass sie vor der Bootsprüfung steht. «Ich wollte immer schon Dinge neben dem Sport machen», erklärte sie den breit gefächerten Tatendrang gegenüber dem Publikum.

Beeindruckende Weltcup-Premiere
Durch den Abend führte Janine Geigele, die zuerst die jüngsten Sportler ehrte. Als Junior des Jahres wurde Schwimmer Tobias Birrer ausgezeichnet, den Titel Juniorin des Jahres gewann Shaienne Zehnder. Das Vereinsmitglied vom Skiclub Ahorn-Eriswil gab in diesem Jahr ihr Weltcup-Debüt in Sölden und erzählte im Parkhotel von ihren ersten Eindrücken auf der Elite-Bühne. «Das Drumherum ist gigantisch. Ich konnte mit Lara Gut zu Mittag essen, habe den Medienrummel erlebt und hatte beinahe Mühe, mich auf das Rennen selbst zu fokussieren», erklärte die 19-Jährige. Als Nummer 61 herunterzufahren, war eine Herausforderung, sagte Shaienne Zehnder weiter, doch die Teilnahme an diesem Weltcup-Riesenslalom sei ein ganz besonderes Erlebnis in ihrer noch jungen Karriere gewesen.

Zwei Persönlichkeiten ausgezeichnet
Als Team des Jahres wurde das erste Damenteam des Handballvereins Herzogenbuchsee ausgezeichnet, Verein des Jahres wurde die Leichtathletikvereinigung Langenthal und als Aufsteigerin des Jahres wurde Fabienne Müller, ebenfalls von der LV Langenthal, ausgezeichnet. Mit Peter Frei vom Turnverein St. Urban und Thomas Biedermann vom FC Langenthal wurden auch zwei Sportpersönlichkeiten des Jahres geehrt. Biedermann beispielsweise war erst in diesem Jahr nach mehreren Jahren als Präsident des FC Langenthal von seinem Amt zurückgetreten. Daneben lebte der Event, der bereits zum 12. Mal in dieser Art und Weise ausgetragen wurde, auch vom Team des Parkhotels Langenthal, das gemeinsam mit den Eventtechnikern von X-Light für Begeisterung sorgte – und vor allem auch zwischen den Ehrungen ein der Gala würdiges Abendessen präsentierte.

Schwinger ist «Sieger der Herzen»
Einer der letzten Höhepunkte gehörte dann Lukas Tschumi, dem Schwinger aus Herzogenbuchsee. Dieser wurde unter allen Nominierten, die keine Kategorie für sich entscheiden konnten, zum «Sieger der Herzen» gekürt. Als er gefragt wurde, wie er das am heutigen Abend geschafft habe, sagte der junge Kranzgewinner am Eidgenössischen Schwingfest in Mollis zur Begeisterung des Publikums lässig: «Ja, das weiss ich jetzt auch nicht richtig.» Abgeschlossen wurde der Abend mit einem Auftritt von «Jodok Cello», einem Cellisten mit über 6 Millionen Followern auf Instagram. Der Künstler, der mit beeindruckenden Bildern auf der Leinwand aufwartete, begeisterte das Publikum an diesem Abend mehrfach und setzte dem Anlass damit einen würdigen Schlusspunkt. 

Die Preisgewinnerinnen und -gewinner: Verein des Jahres: LV Langenthal. –  Team des Jahres: Damen NLA, Handballverein Herzogenbuchsee. – Aufsteigerin des Jahres: Fabienne Müller, Leichtathletik, LV Langenthal. – Juniorinnen (unter 20-jährig): Shaienne Zehnder, Ski Alpin, SC Ahorn-Eriswil. – Weitere Preisträgerinnen: Yanna Souza Bregant, Schwimmen;  Amélie Ledermann, Leichtathletik/Stabhochsprung, LV Langenthal;  Manisha Kurth, Inline-Speedskating; Larissa Staub, Leichtathletik/Diskus und Kugel. – Junioren (unter 20-jährig): Tobias Birrer, Schwimmen. – Weitere Preisträger: Manuel Schneeberger, Leichtathletik, LV Langenthal;  Dominik Hiltbrunner, Leichtathletik/Weitsprung. – Frauen (20-jährig und älter): Carole Howald, Curling (Team Tirinzoni), Langenthal. –Weitere Preisträgerinnen: Daria Zurlinden, Ski Alpin; Elena Eichenberger, Leichtathletik, LV Langenthal; Céline Aebi, Leichtathletik/Berglauf/Cross, LV Langenthal; Ann Grossenbacher, Triathlon/Schwimmen, Huttwil. – Männer (20-jährig und älter): Max Studer, Triathlon, LV Langenthal. – Weitere Preisträger: Mathias Flückiger, Mountainbike, Leimiswil;  Lukas Tschumi, Schwingen; Micha Rutschmann, Leichtathletik/Hürden, LV Langenthal/Huttwil;  Marcel Sommer, Schiessen 300 m, Feldschützen Häbernbad/Huttwil. – Sport-Persönlichkeiten: Peter Frei, Turnverein St. Urban; Thomas Biedermann, FC Langenthal. 

Von Leroy Ryser