• Sie freuen sich über die auf den Namen «Huttwil» getaufte «NINA» (von links): Daniel Hofer, Hansjörg Muralt, Jakob Lüdi, Eva Hiltbrunner, Miriam Minder und Barbara Ammann. · Bild: Barbara Heiniger

08.12.2016
Huttwil

BLS tauft NINA-Zug auf den Namen «Huttwil»

Mit der Taufe des NINA-Zuges auf den Namen «Huttwil» und einem Tag der offenen Tür «eroberte» die Bevölkerung von Huttwil und der ganzen Region ihren neuen Bahnhof. Gross war das Interesse, einen Blick ins neue Gebäude zu werfen und sich an den zahlreichen Attraktionen zu erfreuen. Mit Stolz enthüllten die Taufpaten das neue «Huttwil-Wappen» am BLS-Zug.

Der bekannte Geheimagent ihrer Majestät  007 – James Bond – war in Huttwil nicht zu sehen, aber dafür glänzte die «NINA» mit der Nummer 007 auf Perron 1 in vollster Pracht. Zahlreiche Bahn-Fans und Interessierte gesellten sich trotz Winterkälte am letzten Samstagmorgen zu der neuen Zugkomposition.

Kundennah und lokal verankert
Klangvoll und feierlich spielte die BLS- Eisenbahnermusik zum Auftakt der «NINA»-Taufe. Markus Hügli (BLS)hiess alle Anwesenden herzlich willkommen. «Kundennah und lokal verankert, ist unser Credo. Unser neues Reisezentrum ist darum vor allem auch Ihr neues Reisezentrum als Kundinnen und Kunden. Mit Eva Hiltbrunner, Miriam Minder und Barbara Ammann sind kompetente Fachfrauen vor Ort», sagte Daniel Hofer (Leiter Vertrieb BLS). Weiter gab er bekannt, dass die 36 «NINA»-Züge» (23 drei- und 13 vierteilige Kompositionen) die komplette Flotte auf den BLS-Linien der S-Bahn Zentralschweiz (S6, S61 und S7) bilden. Sie stehen bereits seit über 15 Jahren im täglichen Einsatz (Baujahre 1998 bis 2005) und haben gemeinsam die Erde rund 1700 Mal umrundet. Im Jahr 2015 hat in den BLS- Werkstätten in Bönigen das rund dreijährige Refit für die Fahrzeuge begonnen. Nebst den technischen Anpassungen werden auch Verbesserungen in Bezug auf den Reisekomfort realisiert.

Jakob Lüdi und Hansjörg Muralt sind Götti
Dabei wird vor allem die 1. Klasse aufgewertet, durch die Versetzung der Abteile in die Zugsmitte profitieren die Fahrgäste von einem abgetrennten Abteil im Niederflurbereich, Steckdosen und ruhigerem Fahrkomfort. Zudem erhalten alle «NINAs» den neuen BLS-Anstrich, was die «007» bereits zeigte. Mit grosser Freude enthüllten die Taufpaten Jakob Lüdi und Hansjörg Muralt das Wappen und den Namen von Huttwil am schönen Zug. Aus den Händen von Daniel Hofer bekamen die beiden Göttis eine ebensolche Tafel zur Erinnerung an die Zug-Taufe  – und die beiden waren sichtlich stolz darauf. Jakob Lüdi und Hansjörg Muralt wohnen beide in unmittelbarer Nähe des Huttwiler Bahnhofs und werden darum ihren «Göttizug» in Zukunft sicher ab und zu sehen.

Ein Vorteil für die ganze Region
In seinem Grusswort erwähnte Gemeindepräsident Hansjörg Muralt, dass der neue Bahnhof ein grosser Vorteil für die ganze Region sei. «Es ist auch eine Chance, um neue Einwohner zu gewinnen. Ein guter ÖV ist eine Aufwertung des Wohnortes. Auch ist nun mit dem «Migrolino» mehr als ein Kiosk entstanden und die WC-Anlage ist vorhanden», hielt Hansjörg Muralt fest. Er wünschte der «NINA 007-Huttwil» stets eine gute und vor allem unfallfreie Fahrt. Mit Freude genossen die Besucherinnen und Besucher die verschiedenen Attraktionen, die an der Eröffnung des neuen Bahnhofs geboten wurden. So unter anderem das Konzert der BLS-Eisenbahnermusik, und in einem Wettbewerb konnte das Glück gesucht werden. Viel Interesse weckten die neuen Räume im Bahnhofsgebäude, und es wurde zuweilen im Treppenhaus etwas eng. Schön und funktionell zeigten sich im zweiten Obergeschoss die Umkleideräume oder der Ruhe- und Aufenthaltsraum für das Lokpersonal und die BLS-Mitarbeitenden. Auch die Büros wussten zu gefallen. Farblich abgestimmt und zweckmässig, aber ohne Luxus, sind die Räumlichkeiten eingerichtet. Im Dachgeschoss beeindruckte die Technik und im ersten Obergeschoss konnte der freie Raum, der teilweise vermietet ist, angeschaut werden. Viel Arbeit hatten im Erdgeschoss die Mitarbeitenden des «Migrolino». Das Geschäft wird von Marcel Leibundgut als Franchise-Partner geführt. «Das Migrolino-Konzept hat sich schon vielfach bewährt.

Pendler im Zug und Auto ansprechen
Wir führen Migros- und Markenprodukte. Wir wollen vor allem die Pendler ansprechen und zwar diejenigen mit dem Zug, aber auch die, welche mit dem Auto zur Arbeit fahren. Dank den Parkplätzen ist es im Morgenverkehr möglich, seine Einkäufe schnell und unkompliziert zu erledigen», sagte Marcel Leibundgut zum «Unter-Emmentaler».
Das «Migrolino» im Bahnhof  ist an 365 Tagen im Jahr geöffnet, Werktags von 6 bis 22 Uhr und  Sonntags von 7 bis 22 Uhr. Gross war der Andrang im Geschäft und der Gratis-Kaffee sowie die preisreduzierten Züpfen fanden reis­send Absatz. Bis in die Nachmittagsstunden erfreute sich auch der Raclette-Stand im Festzelt regen Zuspruchs und die Kinder freuten sich an Bastelbogen und Ballonen. Die Eröffnung des BLS Reisezentrums Huttwil war für alle Beteiligten und Besucher ein gelungener Anlass.

Von Barbara Heiniger

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